STANDPUNKTE • Frankreich plante P4 Hochsicherheitslabor in Wuhan

Ein Standpunkt von Karl Bernd Esser

Das Hochsicherheitslabor P 4 sollte ein wichtiges Gemeinschaftsprojekt werden. Die Franzosen lieferten ungeachtet Bedenken der US-Regierung das Knowhow 
für das Institut für Virologie in Wuhan. Doch die Chinesen zeigten nach dessen Fertigstellung Frankreich die kalte Schulter und liesen das Projekt platzen. Die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) gab im Februar 2017 bekannt, dass das „Wuhan National Bio-Safety Level 4 Lab“ der CAS die Laborakkreditierung durch den „China National Accreditation Service for Conformity Assessment“ (CNAS) erhalten und offiziell in Dienst gestellt wurde. Dies ist die erste Inbetriebnahme eines P4-Labors der höchsten biologischen Sicherheitsstufe in Asien. Es symbolisiert auch, dass die Volksrepublik die strengen Voraussetzungen zur Erforschung von virulenten Erregern wie dem Ebola-Virus und ihrem Umgang bereits erfüllen könnte. Neben der Volksrepublik gibt es P4-Labore nur in Frankreich, Kanada, Deutschland, Australien, den USA, Großbritannien, Schweden, Gabun (vom französischen Institut Pasteur) und Südafrika. Das Labor in Wuhan sollte die gleichen Standards wie das S4-Labor des Robert Koch-Instituts in Berlin erfüllen. Seit 1972 sind durch die Biowaffenkonvention, welche auch China unterzeichnet hat, die Entwicklung, die Herstellung und der Einsatz biologischer Waffen verboten.

China arbeitet von der Weltgemeinschaft fast unbemerkt schon lange an einem eigenen Biowaffen-Programm und will dieses neue Labor des Virologischen Institutes der Universität Wuhan (WIV) für militärische Forschungszwecke mit nutzen. Jetzt haben die chinesischen Militärs mit Hilfe der Franzosen offenbar die ganze Welt mit Corona verseucht. Dieser einmalige Biowaffen-Unfall und die damit verbundenen weltweiten Wirtschaftsverluste sind der Grund, warum Donald Trump und die US-Regierung alles unternehmen Beweise über die „chinesische Corona-Seuche“ zu sichern. China soll nach der Krise für die Verbreitung seines in den USA genanntes „Wuhan-Virus“ haften. Im Weissen Haus wird schon über das Einfrieren von chinesischen Auslandsvermögen und chinesischen Firmenbeteiligungen nachgedacht. Die verantwortlichen Politiker und Militärs in China sollen vor ein internationales Tribunal gestellt und ihr Vermögen weltweit eingezogen werden, so Insider der Trump Administration.

Es klingt wie eine wilde Verschwörungstheorie – und doch hat es der französische Virologe Luc Montagnier bei einer französischen Fernsehdiskussion vor laufenden Kameras offen ausgesprochen: Das heimtückische Coronavirus, das derzeit die ganze Welt in Atem hält, ist eine Chimäre, also ein im Labor künstlich erzeugtes Virus. Teile von HIV seien in harmlose Coronaviren eingebaut worden. Ärzten und Forschern ist bei der Behandlung von Covid-19-Patienten aufgefallen: Das SARS-CoV-2 greift ähnlich wie HIV die T-Zellen des Immunsystems an. Der Haken ist: Montagnier ist nicht irgendjemand. 2008 hat der Professor für die Erforschung von HIV den Nobelpreis gewonnen. Ein indisches Forscherteam sei zu demselben Schluss gekommen und habe ebenfalls HIV-RNA-Sequenzen im neuartigen Coronavirus gefunden. Das Team sei dann jedoch unter Druck geraten und habe das Papier zurückgezogen. Als Nobelpreisträger sei er hingegen viel weniger eingeschränkt, sagte der 87-Jährige bei der Diskussion.Am 31. Mai 2015 wurde der Bau des ersten asiatischen P4-Labors im chinesischen Wuhan nach Modell des französischen „P4 Jean Mérieux“ fertiggestellt. Doch trotz der Beaufsichtigung durch französische Forscher verstummten die Befürchtungen nicht, dass China hier bakteriologische Waffen herstellen könnte, gab der öffentlich-rechtliche französische TV Sender „France Info“ bereits 2017 zu bedenken.

Im Januar 2018 wurde das P4-Labor „Wuhan National Biosafety Laboratory“ schließlich während des französischen Staatsbesuchs in China in Betrieb genommen. Der chinesische Staatspräsident und Vorsitzende der KP, Xi Jinping, und der sozialistische französische Präsident, Emmanuel Macron, unterzeichneten einen bilateralen Vertrag. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es: „China und Frankreich werden mithilfe des P4-Labors in Wuhan gemeinsam Spitzenforschung zu Infektionskrankheiten und neu auftretenden Krankheiten betreiben.“

Der französische Politiker Mat­thi­as Fekl äußert sich, er hätte die of­fi­zi­el­le Er­öff­nung des Wuhan In­sti­tu­te of Vi­ro­lo­gy schon fast wie­der ver­ges­sen, so schnell seien sie durch die neuen Räum­lich­kei­ten am 23.02.2017 ge­führt wor­den (Fekl war Innenminister im Kabinett Cazeneuve und war zuvor Staatssekretär für Außenhandel, Tourismus und Auslandsfranzosen). Doch jetzt ist das Labor ins Zen­trum der Spe­ku­la­tio­nen über den Aus­bruch der Co­ro­na-Pan­de­mie ge­rückt. Seit die „Wa­shing­ton Post“ über einen mög­li­chen La­bor­un­fall in Wuhan be­rich­te­te, wird Fekl stän­dig daran er­in­nert, dass die in China ein­ma­li­ge For­schungs­ein­rich­tung der höchs­ten Bio-Si­cher­heits­stu­fe 4 als französisch-chi­ne­si­sche Er­folgs­ge­schich­te ge­plant war.

Fünf­zig For­scher aus Frank­reich soll­ten in dem dunkelroten Back­stein­bau des La­bo­r­komplexes von Wuhan woh­nen und ar­bei­ten und ge­mein­sa­me Pro­jek­te vor­an­brin­gen. So sah es eine bei der Er­öff­nungs­ze­re­mo­nie im Fe­bru­ar 2017 un­ter­zeich­ne­te Ko­ope­ra­ti­onsvereinba­rung vor. Ein Foto vor dem grau­en Kubus des Hoch­si­cher­heits­trakts zeigt den jun­gen Au­ßen­han­dels­staats­se­kre­tär Fekl an der Seite des da­ma­li­gen fran­zö­si­schen Pre­mier­mi­nis­ters Ber­nard Ca­ze­neuve mit chi­ne­si­schen Wür­den­trä­gern. Alle lä­cheln, als der Re­gie­rungs­chef aus Paris das auf­ge­spann­te rote Band vor dem Ge­bäu­de zer­schnei­det.

Auf einem wei­te­ren Foto von der Er­öff­nung auf der nächsten Seite strahlt die For­sche­rin und stellvertretende Institutsleiterin Shi Zhen­g­li, in­zwi­schen be­kannt als „die Fle­der­maus­frau“, in Schutz­klei­dung in die Ka­me­ra. Sie war an der französischen Uni­ver­si­tät Mont­pel­lier im Jahr 2000 pro­mo­viert und in mo­na­te­lan­gen Schu­lun­gen im Jean-Mé­rieux-Labor in Lyon in die strik­ten Si­cher­heits­auf­la­gen der „P4“-Stufe ein­ge­wie­sen wor­den. Doch aus der er­hoff­ten Ge­gen­sei­tig­keit wurde nichts. Das P 4 Labor in Wuhan blieb für die fran­zö­si­schen For­scher ge­schlos­sen. „Das ist wirk­lich scha­de, denn wir woll­ten unser Wis­sen tei­len“, sagte die frü­he­re Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Mar­i­sol Tou­rai­ne jetzt im fran­zö­si­schen Radio. Sie war bei der Eröffnung des Labors anwesend.

Der China-Fach­mann, Journalist und Buchautor An­toi­ne Iz­am­bard ist der An­sicht, die Fran­zo­sen seien sys­te­ma­tisch von der chi­ne­si­schen Seite aus­ge­boo­tet wor­den. Das habe schon in der Bau­pha­se be­gon­nen, als plötz­lich chi­ne­si­sche Fir­men den Zu­schlag be­ka­men und die fran­zö­si­schen das Nach­se­hen hat­ten. Er­klä­run­gen habe es keine ge­ge­ben.

China soll demnach nur auf das Know-How aus sein, lässt seine Partner jedoch im Unklaren über seine Absichten. „Pe­king war nur daran in­ter­es­siert, über ein P4-Labor zu ver­fü­gen“, schreibt Iz­am­bard in sei­nem Buch „Fran­ce Chine: Les Li­ai­sons dan­ge­reu­ses“.

Im Februar 2019 war Izambard im chinesischen Corona-Epizentrum Wuhan, um sich einen Eindruck vom Hightech-Forschungslabor zu machen, das an das Institut für Virologie angegliedert ist. Bei seinem persönlichen Besuch im Labor überraschte ihn auch eine Sache. „Ich bin keinem einzigen Forscher begegnet, ich habe auch kein einziges Labor-Tier gesehen“, sagte er der Welt am Sonntag. Man muss ihm wohl einen gesäuberten Bereich gezeigt haben. Izambard behandelt in seinem Buch „Die gefährlichen Liebschaften“ das Verhältnis zwischen China und Frankreich, da die Franzosen dort seit der Sars-Pandemie 2003 bei der Infektionsforschung helfen. Zu dieser Zeit hatte Frankreich mit dem „P4 Jean Mérieux“ in Lyon (1999) das größte BSL4-Labor (höchster Biosicherheitslevel) in Europa. Das besuchte Forschungslabor in Wuhan soll laut Izambard wie eine Art Bunker erbaut worden sein, mit erdbebensicherem Boden und einer Größe von 3.000 Quadratmetern. An den Wänden sollen Porträts französischer Politiker hängen, unter anderem vom ehemaligen Innenminister Bernard Cazeneuve, der das Labor einst einweihte. Auch das Foto des französischen Unternehmers Alain Merieux, der mit Medizinforschung drei Milliarden Euro Vermögen verdient hat, hängt dort.

Nur ein ein­zi­ger Fran­zo­se, der Mi­kro­bio­lo­ge René Cour­col vom Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum in Lille, wurde seit der Er­öff­nung in das Innere des Hoch­si­cher­heits­traktes vor­ge­las­sen. Er soll­te über die Ein­hal­tung der Si­cher­heits­stan­dards wa­chen und zer­ti­fi­zie­ren, dass die Ar­beits­ab­läu­fe den in­ter­na­tio­na­len Re­geln ent­spre­chen. Noch hat das Wuhan-In­sti­tut nicht die Ak­kre­di­tie­rung durch die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on er­hal­ten.

Das chi­ne­sisch-fran­zö­si­sche Ver­hält­nis gilt oh­ne­hin als an­ge­spannt. Mitte April be­stell­te Au­ßen­mi­nis­ter Jean-Yves Le Drian den chi­ne­si­schen Bot­schaf­ter in Paris in den Quai d’Orsay ein, um seine „Miss­bil­li­gung über ei­ni­ge kürz­lich ge­mach­te Äu­ße­run­gen von Ver­tre­tern der chi­ne­si­schen Bot­schaft in Frank­reich deut­lich zu ma­chen“. Unter dem Titel „Be­ob­ach­tun­gen eines Di­plo­ma­ten in Paris“ kri­ti­siert die chi­ne­si­sche Bot­schaft 
re­gel­mä­ßig den Um­gang Frank­reichs und des Wes­tens mit der Co­ro­na-Pan­de­mie und hebt die Über­le­gen­heit des chi­ne­si­schen Vor­ge­hens her­vor. Zu­letzt wurde über das Twit­ter-Konto der chinesischen Bot­schaft ver­brei­tet, fran­zö­si­sche Al­ten­pfle­ger hät­ten „ihre Pos­ten über Nacht auf­ge­ge­ben und die Be­woh­ner an Hun­ger und Krank­heit ster­ben las­sen“. Der chi­ne­si­sche Bot­schaf­ter Lu Shaye sagte nach sei­nem Ge­spräch mit Le Drian, es sei alles nur ein Miss­ver­ständ­nis ge­we­sen. Auf der In­ter­net­sei­te ver­öf­fent­lich­te er an­schlie­ßend einen Text mit dem Titel „Wie­der­her­stel­lung ver­zerr­ter Tat­sa­chen“. Darin wird die west­li­che Pres­se an­ge­pran­gert, die be­wusst „Fake News“ über China ver­brei­te. In diese Ka­te­go­rie fällt für die Bot­schaft auch die Be­richt­erstat­tung über das P4-Labor in Wuhan.

Das geheime Biowaffen-Programm Chinas wird in der Öffentlichkeit bestritten und stets herab gespielt. Chen Wei, ein Generalmajor der Volksbefreiungsarmee, wurde Ende letzten Monats von der Zentralregierung nach Wuhan eingeflogen, bevor er laut einem Bericht der chinesischen Medien offiziell die Leitung des Wuhan Institute of Virology übernahm. Chinas Zentralregierung hat mindestens 2.600 Militärärzte nach Wuhan geschickt, um die Epidemie einzudämmen. Mitglieder eines militärmedizinischen Teams waren auf dem Weg zum Wuhan Jinyintan Hospital, wo am 26. Januar die meisten Coronavirus-Patienten betreut wurden. Mehrere der wichtigsten Krankenhäuser in Wuhan sowie zwei neu errichtete Coronavirus-Krankenhäuser werden derzeit von der Volksbefreiungsarmee verwaltet.

Der Lei­ter des In­sti­tuts und Di­rek­tor des na­tio­na­len La­bors für bio­lo­gi­sche Si­cher­heit, Yuan Zhi­ming, wies Spe­ku­la­tio­nen über einen La­bor­un­fall als „bös­wil­li­ge Be­haup­tung“ und „aus der Luft ge­grif­fen“ zu­rück. Ge­gen­über der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters sagte er, das Labor habe nicht ver­se­hent­lich ein Co­ro­na­vi­rus frei­ge­setzt, das es Fle­der­mäu­sen zu For­schungs­zwe­cken ent­nom­men habe. „Be­deu­ten­de Bio-Si­cher­heits­la­bors ver­fü­gen 
über hoch­ent­wi­ckel­te Schutz­ein­rich­tun­gen und stren­ge Maß­nah­men, um die Si­cher­heit des La­bor­per­so­nals zu ge­währ­leis­ten und die Um­welt vor Kon­ta­mi­na­ti­on zu schüt­zen“, 
sagte Yuan. Die stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin, Shi Zhen­g­li, hatte sich vor ei­ni­gen Wo­chen in der ame­ri­ka­ni­schen Zeit­schrift „Sci­en­ti­fic Ame­ri­can“ noch ganz an­ders ge­äu­ßert. Sie ge­stand ein, sich mit einer fürch­ter­li­chen Frage zu quä­len: Könn­ten die Viren „aus un­se­rem Labor stam­men?“ „Frank­reich igno­riert kom­plett, was hin­ter den Mau­ern des La­bors pas­siert, zu des­sen Bau es bei­ge­tra­gen hat“, schrieb „Le Monde“.

Nach der Einweihungszeremonie ein Rundgang durch das WUHAN Labor mit folgenden Personen: Der Di­rek­tor des fran­zö­si­schen P4-La­bors in Lyon, Hervé Raoul, äu­ßer­te, dass er das 
Labor in Wuhan meh­re­re Male vor Auf­nah­me des For­schungs­be­triebs be­sucht habe. „Es gibt kei­nen fran­zö­si­schen For­scher im P4 in Wuhan und ich habe keine Vor­stel­lung davon, wie es funk­tio­niert“, sagte Raoul. Die Ver­bin­dung nach Wuhan habe sich als Ein­bahn­stra­ße er­wie­sen.

Für Frank­reich ging es vor allem darum, die Han­dels­be­zie­hun­gen mit China aus­zu­bau­en. Das P4-Labor in Wuhan zähl­te zu einer lang­fris­tig an­ge­leg­ten Planung, im Ver­gleich zu Deutsch­land auf­zu­ho­len und den Rück­stand wett­zu­ma­chen. In Lyon hatte Frank­reich 1999 eines der grö­ß­ten P4-La­bo­re er­öff­net und galt neben den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, Großbri­tan­ni­en und Russ­land als füh­rend bei sen­si­blen For­schungs­pro­jek­ten zu hoch an­ste­cken­den Krank­heits­er­re­gern.

Die Idee, dem chi­ne­si­schen Re­gime den Auf­bau eines La­bors der höchs­ten Si­cher­heits­stu­fe zu er­lau­ben, war in Wa­shing­ton stets ab­ge­lehnt wor­den, zu groß galt das Ri­si­ko mi­li­tä­ri­schen Miss­brauchs. Des­halb wand­te sich der chi­ne­si­sche Prä­si­dent Jiang 
Zemin wäh­rend der Sars-Epi­de­mie hil­fe­su­chend an den fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Jac­ques Chi­rac. Den chi­ne­si­schen Prä­si­den­ten hatte Chi­rac im Ok­to­ber 1999 sogar in sein pri­va­tes Schloss in der Cor­rè­ze ein­ge­la­den, ein Pri­vi­leg, das kei­nem deut­schen Bun­des­kanz­ler zuteilwurde. Chi­rac setz­te sich über Be­den­ken hin­weg, die aus dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um und vom Aus­lands­ge­heim­dienst DGSE an ihn her­an­ge­tra­gen wur­den.

Auch aus Wa­shing­ton wurde Chi­rac unter Druck ge­setzt, einen der­ar­ti­gen Tech­no­lo­gie­trans­fer nicht zu ge­neh­mi­gen. Aber da­mals sonn­te sich der Fran­zo­se im Ruhm sei­nes „Vetos“ zum ame­ri­ka­ni­schen Irak-Krieg und dach­te nicht daran, auf ame­ri­ka­ni­sche 
Vor­hal­tun­gen Rück­sicht zu neh­men. Pre­mier­mi­nis­ter Jean-Pierre Raf­fa­rin er­laub­te 2004 den Ex­port von vier mo­bi­len La­bor­ein­rich­tun­gen der Si­cher­heits­stu­fe P3 an China, zum Ärger des ei­ge­nen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums. In einer ver­trau­li­chen Notiz wurde der Re­gie­rungs­chef ge­warnt, dass alle P3-For­schungs­la­bors in China di­rekt der Ar­mee­füh­rung un­ter­stellt seien. Raf­fa­rin aber be­trieb mit dem Selbst­ver­ständ­nis des Brü­cken­bau­ers wei­ter­hin Lob­by­ar­beit für die Chi­ne­sen, so be­schreibt es Iz­am­bard in sei­nem Buch.

Raf­fa­rin un­ter­hielt enge Kon­tak­te zu Jiangs Nach­fol­ger Hu Jin­tao. Zur Hilfe kam ihm dabei der In­dus­tri­el­le Alain Mé­rieux, des­sen Firma Biomé­rieux Re­agen­zi­en, Ge­rä­te, Soft­ware und Dienst­leis­tun­gen im me­di­zi­ni­schen Be­reich ver­mark­tet. Dabei gab es et­li­che Warn­zei­chen, wie fahr­läs­sig das chi­ne­si­sche Re­gime mit den Si­cher­heits­re­geln um­ging. China-Fach­mann Iz­am­bard zi­tiert einen hohen Be­am­ten, der sich dar­über be­klagt, 
dass die chi­ne­si­schen Bau­fir­men min­der­wer­ti­ge Ma­te­ria­li­en be­nutz­ten und nur so preiswerter das Labor bauen konnten. „Der Trans­fer von hoch an­ste­cken­den Ma­te­ria­li­en in­ner­halb des La­bors wurde nicht ge­nü­gend ab­ge­si­chert“, schreibt Iz­am­bard. Die fran­zö­si­sche Firma Tech­nip, die den mit dem P4-In­sti­tut in Lyon iden­ti­schen Bau in Wuhan zer­ti­fi­zie­ren soll­te, zog sich zu­rück und ver­wei­ger­te die Ab­nah­me aus recht­li­chen Be­den­ken. Bis heute ist der komplexe Bau auch nicht von der WHO abgenommen worden. Das kommt bei US-Präsident Donald Trump nicht gut an und er macht hier der WHO berechtigte Vorwürfe.

Im französischen In­sti­tut Pas­teur zeig­ten sich For­scher bei Be­su­chen in an­de­ren La­bor­ein­rich­tun­gen in Wuhan „ent­setzt“ über den nach­läs­si­gen Um­gang mit kon­ta­mi­nier­tem For­schungs­ma­te­ri­al. Nicht mehr benötigte Versuchstiere wurden am Tiermarkt in Wuhan als teure „Delikatesse“ verkauft. Als Saudi-Ara­bi­en nach der Mers-Epi­de­mie 2012 in Paris eine nach dem chi­ne­si­schen „Vor­bild“ an­ge­leg­te For­schungs­part­ner­schaft mit einem P4-Labor in Saudi-Ara­bi­en an­reg­te, gab es ve­he­men­ten Wi­der­stand. Prä­si­dent Hol­lan­de lehn­te die Of­fer­te aus Riad ab, setz­te sich je­doch dafür ein, das chi­ne­si­sche La­bor­pro­jekt zu Ende zu brin­gen. Wuhan gilt nämlich als „fran­zö­sischs­te aller chi­ne­si­schen Städ­te“, mehr als 100 Un­ter­neh­men vom Kos­me­tik­un­ter­neh­men L’Oréal über den Pas­tis­her­stel­ler Per­nod-Ri­card bis zum Au­to­bau­er Peu­geot un­ter­hal­ten dort Pro­duk­ti­ons­stät­ten.

2016 nahm der fran­zö­si­sche Bot­schaf­ter in China, Mau­rice Gour­dault-Mon­ta­gne, die Forscher Shi Zhen­g­li und Yuan Zhi­ming vom In­sti­tu­te of Vi­ro­lo­gy für ihre Ver­diens­te für die chi­ne­sisch-fran­zö­si­sche For­schungs­ko­ope­ra­ti­on in die Eh­ren­le­gi­on auf. Die Legionäre werden sich über die „Viren-Forscher“ bestimmt gefreut haben, unterstehen diese in ihrer Doppelfunktion auch der höchsten chinesischen Militärführung.

Dany Shoham, ehemaliger Offizier des israelischen Militärgeheimdienstes und Experte für die chinesische Biokriegsführung bestätigte gegenüber der „Washington Times“ (24. Januar 2020), dass das „Wuhan Institut of Virology“ in Verbindung mit Pekings geheimem Biowaffenprogramm stehe. Das Wuhan-P4-Labor sei eines von vier Labors in China, dass sich mit der Entwicklung biologischer Waffen befasst, berichtete Shoham bereits im Juli 2019 in einem Artikel des „Institute of National Defense Research and Analysis“. Offiziell gibt es aber nur das Labor in Wuhan, welches unter Federführung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften mit tödlichen Viren arbeitet. Auch SARS sei in das Biowaffen-Programm der KP Chinas aufgenommen worden.

Wie der kanadische Nachrichtensender „CBC“ berichtete, wurde die prominente chinesische Virologin Dr. Xiangguo Qiu zusammen mit ihrem Ehemann und einer unbekannten Anzahl ihrer Studenten aus China aus dem Nationalen Mikrobiologielabor, Kanadas P4-Labor, entfernt und ausgewiesen. Zuvor war Frau Qiu über zwei Jahre hinweg zweimal pro Jahr in das Wuhan National Biosafety Laboratory der Chinesischen Akademie der Wissenschaften eingeladen worden. Dort wird sie den Militärs über die kanadische Corona-Virus-Forschung berichtet haben.

Am 4. Februar verstarb plötzlich der wissenschaftliche Direktor des Nationalen Mikrobiologie-Labors in Kanada (P4, Winnipeg), Dr. Frank Plummer im Alter von 67 Jahren. Er war die Schlüsselfigur zur Corona-Virus-Forschung nicht nur in Kanada. Plummer brach bei einem Treffen in Kenia zum 40. Jahrestag der Universitäten von Manitoba und Nairobi zusammen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und dort bei seiner Ankunft für tot erklärt.

Das Coronavirus mag allein als vollwertige biologische Massenvernichtungswaffe nicht geeignet sein. Dennoch ist es sehr wahrscheinlich, dass das Virus für sich durch chinesische Experimente aus dem Wuhaner Labor entwichen ist.

Quellen:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Fekl
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/BioM%C3%A9rieux
  3. https://www.laboratoirep4-jeanmerieux.inserm.fr/
  4. https://www.suedtirolnews.it/chronik/nobelpreistraeger-sagt-coronavirus-entstand-im-labor
  5. https://www.labor-limbach.de/aktuelles/detail/getarticle/News/detail/neuartiges-coronavirus-2019-ncov-wuhan/
  6. http://german.china.org.cn/txt/2017-03/01/content_40381476.htm
  7. https://www.washingtontimes.com/news/2020/jan/26/coronavirus-link-to-china-biowarfare-program-possi/
  8. https://www.derstandard.de/story/2000113854688/chinesische-biowaffe-coronavirus-sorgt-fuer-verschwoerungstheorien-im-netz
  9. https://cn.ambafrance.org/Voyage-officiel-du-Premier-Ministre-en-Chine-visite-du

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle:     sleepingpanda/ shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Jetzt KenFM unterstützen: https://www.patreon.com/KenFMde

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

Auch interessant...

Kommentare (31)

Hinterlassen Sie eine Antwort