Nur noch kurz die Welt retten | Von Roberto J. De Lapuente

Spürt Ihr das auch: Ganz Europa wartet und bibbert, wie die Koalitionsverhandlungen in Deutschland ausgehen. Besonders ob die Grünen gut mitmischen, hoffen der Kontinent und die Welt. Denn die Grünen, so wissen wir aus deren selbstreferentiellen Betrachtungen, retten den ganzen Globus. Darunter machen es die Enkel und Enkelinnen »unserer« Einstigen nicht.

Ein Kommentar von Roberto J. De Lapuente.

Wer jetzt behauptet, dass die ersten Vorsondierungen nur dazu dienten, erste Gemeinsamkeiten für eine Koalition abzuklopfen, der frevelt aber ganz schön. Jedenfalls den Grünen geht es nicht um so schnöde, so profane Dinge wie Koalition oder Regierung. Die sind im Namen des Herrn unterwegs. Das, was sie für ihren Herrn halten. Sie haben einen Auftrag. Keinen regionalen, keinen bundespolitischen alleine.

So kleinlich sind die Herrschaften und Frauschaften nicht. Bei ihnen geht es mindestens um den Kontinent, aber eher noch um die gesamte Welt: Sie prüfen nicht, ob es mit einer Koalition klappt – sie arbeiten an der Klimarettung. Bei allem was sie tun, bei allem was sie unterlassen. Es geht immer nur um diesen einen Auftrag.

Nach der Wahl überschlugen sich die Stimmen aus ihrem Basislager, die Ortsverbände posteten Begeisterung. Das Ergebnis sei zwar leicht enttäuschend gewesen, aber diese Perspektiven – einfach herrlich! Königsmacher und Königsmörder zu sein: Besser geht es ja gar nicht. Und nun, so gab die Basis mit auf den Weg: Legen wir los, lasst uns das Klima retten! Ja, die ganze Welt! Es wird Zeit. Zeitenwandel jetzt! Nüchternheit ob womöglich schwieriger Sondierungen? Nein, damit hält man sich nicht auf. Wer nur noch kurz die Welt retten will, der klotzt und kleckert nicht mit der politischen Realität oder Realisierbarkeit herum.

Demokratie ist sowas von undemokratisch

Das ist doch auch nur störendes Beiwerk. Demokratie und dieser ganze Tand. Was Luisa Neubauer unlängst in einer Talkshow (1) dazu absonderte, war in ihrer ganzen Demokratieverdrossenheit gar nicht so sonderlich überraschend. Fridays For Future, die neue grüne Klientel schlechthin, kokettierte ja schon von Anfang an damit, dass demokratische Prozesse jetzt endlich effektiv zu nutzen oder irgendwie zu kanalisieren seien. Warum? Na, weil es ohne Klimaschutz irgendwann gar keine Rente (wie Neubauer neulich sagte) oder eben gar keine Demokratie mehr gibt. Der Klimaschutz ist gewissermaßen das Thema, das erlauben soll, auch mal ohne demokratische Erdung zu agieren.

Während des Lockdowns gab es immer wieder mal Stimmen, die klarmachten: So ein Klima-Lockdown wäre doch eine Option. Grundrechte seien lässlich – denn wieder gilt die Parole: Ohne Klimaschutz gibt es nichts mehr, auch keine Grundrechte. Dass das Existenzen kostet, ganze Lebensentwürfe zerstören könnte, wie schon der zweiwöchige Wellenbrecher-Lockdown, der dann 17 mal zwei Wochen dauerte: Ist zwar doof, aber wenn man jetzt nicht das einzig Richtige tut, nämlich das Klima retten, mit allen möglichen, allen erlaubten und wenn es sein muss auch unerlaubten Mitteln, dann gibt es keine Existenzen und Lebensentwürfe mehr.

Diese Logik ist bestechend und passt immer. Sie rechtfertigt jeden Eingriff, jede Bevormundung, jede Zwangsbeglückung und einen Staat, der sich zum Kontrollorgan sozialen Verhaltens und Miteinanders mausert. Der Klimaschutz ist, so wie er von der grünen Klientel herangezogen und ausgeschlachtet wird, ein Mittel zu jeder denkbaren Sauerei. Dass er in einem demokratischen Staat eben auch gegen Widerstände bestehen muss: Das halten diese Leute für geradezu undemokratisch, ja faschistisch.

Die Stimmung nach der Wahl zeugte von einer seltsamen Weltläufigkeit. Die Grünen, so konnte man fast meinen, ringen jetzt nicht bloß um die Mitgliedschaft in einer deutschen Bundesregierung, sondern übernehmen jetzt den globalen Rat der Weltrettung. Die Augen der Welt seien auf diese kleine Partei gerichtet, die von Wohlstandsbürgern gewählt wird, nicht um einfach nur ökologische Politik durchzusetzen, sondern gleich das ganze Klima zu retten. Das Weltklima eben. Auch das in China oder Nigeria. Das ist ja löblich, auch nachvollziehbar – so aus einer rein theoretischen Warte heraus. Natürlich wäre das der Plan.

Der deutsche Hegemon: Man spricht wieder Deutsch

Aber ach, die Welt steckt voller Menschen, die voller Partikularinteressen stecken und nicht immer tun, was der grüne Theoretiker will. Wie verklickern wir denn dem Nigerianer, dass Wachstum out ist und wir Verzicht lernen müssen auf diesem Erdenrund? Auch der Nigerianer muss das lernen. Irgendwann zwischen Kolonialismus-Studium und antifaschistischer Selbsthilfegruppe, muss man mal kurz in Afrika anrufen und den Afrikanern mal darlegen, dass jetzt der große Verzicht notwendig wird. Für sie, für uns – für alle. Nur wenn wir alle verzichten, der grüne Wähler, der am Pool seiner Villa im Vordertaunus hockt ebenso, wie die kleine Nduku, die ihre Füßchen im zweckentfremdeten Suppentopf vor der Wellblechhütte ihrer Familie badet, ja nur dann haben wir als Menschheit noch eine letzte Chance.

Menschheit: Das ist ja eigentlich ein Stichwort. Der Klimaschutz ist, das sagen die Grünen ab und an ganz richtig, eine Menschheitsaufgabe. Als potenzielles Regierungsmitglied vertritt diese Partei aber nur einen kleinen Teil dieser Menschheit: Nämlich etwa ein Prozent derselbigen. Gemeinhin »die Deutschen« genannt. So schrecklich mächtig ist also der Koalitionspartner in spe gar nicht. Seine menschliche Verfügungsmasse ist gering, auf das Ausland kann man bestenfalls als Regierung des Exportweltmeisters Druck machen. Da geht das Dilemma schon los: Die Exportlastigkeit ist ein Klimakiller. Man müsste sie abstellen, gäbe damit aber auch globale Kontrolle ab.

Dabei ist es eigentlich ganz bequem, dass man wieder Deutsch spricht in Europa und der Welt. Die Exportausrichtung durch eine etwaige Stärkung der Binnennachfrage auszugleichen – in der Theorie, mit den Koalitionspartnern der SPD und der FDP steht so ein Punkt eh nicht zur Debatte -, bedeutet ja auch, den deutschen Hegemon zu schwächen. Jedenfalls kleinere Handelspartner wären so schlechter kontrollierbar. Riesen wie die USA oder China machen ohnehin was sie wollen. Die euphorischen Weltrettungspläne der Grünen enden spätestens dort.

Mehr als eine Milliarde Menschen leben noch immer ohne Strom. Selbst in China, wo sich der Autobestand in diesem Jahrzehnt verdoppeln soll, wird die Besitzquote am Ende des Jahrzehnts nur irgendwo bei 20 Prozent liegen. Es liegt auf der Hand, dass immer mehr Menschen dem westlichen Wohlstandsmodell zustreben – Klimawandel hin oder her. Mit Klimazertifikaten oder Klimaabgaben ändert man daran nichts.

Das kann nur in einer Enttäuschung enden

Diese Hochstimmung kann nicht gut ausgehen. Nach jeder Euphorie ist der Kater zwangsläufig. Auch in diesem Falle – gerade in diesem Falle. Die Grünen haben sich zum klimatischen Weltgewissen aufgeblasen, zur letzten Möglichkeit, die der Welt noch bleibt, will sie errettet werden. Darunter war in diesem Wahlkampf nichts zu machen. Nach dem Wahlabend gab man sich enttäuscht und ernüchtert: Die Menschen hätten es einfach immer noch nicht richtig kapiert, las man oft. Sie haben das letzte Rettungsangebot abgeschlagen. Der Klimaschutz hätte ein viel größeres Mandat im Bundestag nötig gehabt: Nun muss man sich in einer Koalition arrangieren.

So ein Sendungsbewusstsein kann am Ende nur enttäuschen. Die Grünen werden eine ganz normale Partei in einer Koalitionsregierung sein. Sie werden hier und da ein bisschen auf die Ökologie achten. Aber nicht immer, nicht in allen Bereichen. Sie werden Kompromisse eingehen müssen. Das ist ohnehin ein normaler Prozess in der Demokratie. Im Wahlkampf haben die Grünen jedoch das Bild vermittelt, dass mit ihnen eine harte Hand den Klimaschutz durchregieren wird: Das war im Ansatz schon mit den Gegebenheiten demokratischer Prozesse nicht vereinbar.

Dieses Bild des weltrettenden deutschen Grünen, der von seiner Parzelle aus die Chance hat, der Welt jetzt seine Weltrettungsabsichten per Urnengang vorzuzeigen, zeugt in geradezu lächerlicher Art und Weise davon, wie auch »die alternative Szene« gerne mal in globale Phantasien abdriftet, das deutsche Wesen als Genesungsempfehlung für die gesamte Erde vorstellt. Da ist etwas in der Haltung der Menschen, hier in diesem Teil Mitteleuropas, das immer gleich in Phantasmagorien abgleitet, sich phantastische Bilder ersinnt, um darin als globaler Heros fungieren, herrschen, durchverwalten zu können.

Es ist leidlich, immer mal wieder den Vergleich mit vergangenen deutschen Tagen zu bemühen. Die Altvorderen waren keine Grünen – und die Grünen sind ja auch nicht per se ihre Urgroßväter. Aber irgendwas trimmt dieses Land und seine Handelnden offenbar immer wieder dazu, die Welt nach ihren Eindrücken und Vorstellungen prägen zu wollen. Da zeichnen sich Kontinuitäten ab.

Quellen:

  1. https://www.neulandrebellen.de/2021/09/luisa-neubauer-fuer-das-klima-gegen-den-rest/
  2. https://www.merkur.de/politik/fahrverbote-klimagesetz-lockdown-wissenschaft-2045-emissionen-merkel-elekromobilitaet-co2-preis-90576480.html

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschein zuerst am 07. Oktober 2021 auf dem Blog der Neulandrebellen.

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Bildquelle:   LBeddoe / shutterstock

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Kommentare (11)

11 Kommentare zu: “Nur noch kurz die Welt retten | Von Roberto J. De Lapuente

  1. helli-belli sagt:

    Die "deutsche" Politik zielt seit Jahren darauf ab, dem Land zu schaden und den Standort unattraktiv zu machen.

    … für die "Big Player" mit "Big Money" gibt es natürlich Subventionen – aber ansonsten wird das Leben im Land immer teurer und für all jene die nicht über "Produktivkapital" (angefangen vom Eigenheim) verfügen, immer schlechter.

    Dank Digitalisierung wird diesem Spiel nun jedoch ein Ende gesetzt werden.
    SO wird es nicht weitergehen KÖNNEN.

    a) -unabhängig vom Wahlergebnis- trauen immer weniger Menschen den "Narrativen" der Massenmedien → digitale Alternativen
    b) werden jene, die das heute noch alles brav finanzieren, sehr bald sehr arbeitslos sein → digitale Prozessumstellung & outsourcing via remote collaboration

    … die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes wird sich nun von den Unternehmen auf die Mitarbeiter verlagern – und insbesondere die Lebenshaltungskosten werden ein wenn nicht DER entscheidende Faktor sein.
    (Alleine für die Miete eines Deutschen Michels gibt es andernorts die komplette Arbeitskraft.)

    FAZIT: Notebook zuklappen & woanders hingehen. (Punkt)

    • helli-belli sagt:

      Nachtrag: dort, wo es Subventionen gibt, da ist dann auch ganz gerne das Kapital ausländischer Oligarchen und deren gesellschaftstragende Systeme involviert (vom Ölscheich über BlackRock bis Norwegischer Staatsfonds oder der SNB)

      FAZIT: wer in dieser EXPORTKOLONIE DEUTSCHLAND als Arbeitssklave sein Dasein fristet, der rennt vermutlich mit der selben Intention zum "Impfen" wie die Suizidalen bei FutureRama in die "Selbstmordzellen" …

      https://www.youtube.com/watch?v=-qLkqeoCzlI
      "you have selected slow and horrible" … :-)

    • helli-belli sagt:

      Passend zum Narrativ des Kommentars (Deutschland wird mit Vorsatz in die Knie gebracht):
      ——————————————————————————————————————-
      "Forschungsförderung gestoppt – Verbände sehen „Katastrophe für die mittelständische forschende Wirtschaft“

      Erstmals hat das Bundeswirtschaftsministerium das größte Innovationsförderprogramm für den Mittelstand gestoppt. Grund: Zu viele Anträge – der Geldtopf scheint leer."
      </Handelsblatt>

      … dass es keine Frage des "Geldtopfes" ist, ist wohl schon jedem (offenbar außer den Lesern des Handelsblatts) längst aufgefallen: DARAN KANN es SICHER NICHT liegen …

      FAZIT bleibt: Nix-wie-weg!

  2. Ralle002 sagt:

    Bündnis 90/ Grüne machen bei ihrer Themenarbeit so ziemlich alles falsch, was man überhaupt nur falsch machen kann:

    heise, 20. Juni 2014
    Grüne und Linke auf der Atlantik-Brücke

    Focus, 29.09.2010
    Grünen-Finanzexperte Schick
    „Der Markt braucht die HRE nicht“

    Focus, 13.11.2016
    Applaus und Buh-Rufe
    Daimler-Chef Dieter Zetsche spricht bei Grünen-Parteitag

    Tagesspiegel, 03.08.2019
    Im Persischen Golf
    Grüne offen für deutsche Beteiligung an europäischer Militärmission

    Focus, 05.09.2019
    Grüne wollen Schuldenbremse für Investitionsfonds lockern

    Extremnews.com, 03.06.2019
    Grüne stellen Schuldenbremse infrage

    taz, 12. 11. 2019
    Grüne und Ökonomie
    Der geregelte Markt soll's regeln

    SZ, 18. November 2020
    Ja zum Markt und internationalen Militäreinsätzen

    taz, 20. 11. 2020
    Forderung beim Grünen-Parteitag:
    EZB soll normal werden

    Berliner Zeitung, 10.6.2021
    Grünen-Parteitag:
    Wo der Mietendeckel zur Obergrenze wird und der CO2-Preis eskaliert

    Dann steckte einer der bekanntesten Politiker von Bündnis 90/ Grüne, Hans-Christian Ströbele, besonders tief im Sumpf der RAF.

    Focus, 31.08.2017
    Grünen Politiker
    Ströbele tiefer in Terrorismus der 1970er Jahre verstrickt, als bisher bekannt

    Focus, 28.04.2018
    Grünen-Politiker und Ex-RAF-Anwalt
    „Ich weiß, wer es wirklich war“: Ströbele macht Andeutung zu RAF-Morden

    Cem Özdemir ist besonders gut "vernetzt":

    Cem Özdemir is a member of the Political Council of the Federal Association of SME (BVMW) and a founding member of the European Council on Foreign Relations (ECFR).
    Der ECFR wurde von George Soros mitgegründet.
    Ebenso gehört er folgenden "Clubs" an: Atlantik-Brücke, Netzwerk der Alumni (Global Bridges)

    Aber wieviel Vertrauen könnte ich eigentlich in die Arbeit von Sven Giegold haben?
    seine eigene Webseite, 19. MÄRZ 2020
    EZB-Anleiheprogramm: EZB handelt richtig – Coronakrise darf nicht zur Eurokrise werden

    Aber auch die Themenarbeit der besten Finanzexpertin Der Linken, Sahra Wagenknecht, ist zwar manchmal richtig, aber auch nicht immer:

    ihre eigene Webseite, 18.09.2012
    Vermögensabgabe statt Sozialkahlschlag

    wirtschaft.com, 4. September 2014
    Wagenknecht fordert größere Befugnisse für die EZB

    Sie sagt es dann zwar, dass die EZB die falsche Politik macht, aber sie müsste eigentlich noch weiter gehen und sagen, dass die Schuldscheinlogik unseres Geldes gar nicht funktioniert.

    ihre eigene Webseite, 15.02.2021
    Wachstum ist die beste Schuldenbremse
    Sahra Wagenknecht antwortet auf Hans-Werner Sinn

    Mir kommt es gelegentlich so vor, als würde Frau Wagenknecht die Schuldscheinlogik unseres Geldes nicht verstehen. Dann sagt sie aber auch schon mal etwas Richtiges:

    richtig ist folgendes:
    ihre eigene Webseite, Der Mythos der Leistungsgesellschaft – Thomas Piketty: Kapital und Ideologie
    u.a. schreibt sie:
    Beispielsweise erläutert Piketty, dass es den Markt oder das Eigentum gar nicht gibt.

    Ähnlich ist die Themenarbeit der FDP nicht besonders korrekt:

    n-tv, 24. Oktober 2019
    n-tv Frühstart mit Vogel
    FDP prüft Verfassungsklage wegen Soli

    Tagesspiegel, 28.03.2021
    Gemeinsame Idee von FDP und Verbraucherschützern
    Wie Aktien die Rente sicher machen können´

    Die FDP müsste sich stattdessen sehr viel mehr mit der Frage beschäftigen, wie die Allianz zwischen Politik und Banken tatsächlich arbeitet.
    Was ist Geld eigentlich? Gerade weil wir Geld bereits unser gesamtes Leben lang verwenden, besteht die Gefahr, dass wir es zu unrecht zu wissen glauben, was Geld als solches überhaupt ist.

    • helli-belli sagt:

      "die Schuldscheinlogik unseres Geldes gar nicht funktioniert."
      Im Gegenteil, es funktioniert seit Bretton Woods weit besser als zu erwarten war.

      Wir spielen hier MONOPOLY – und das geht eben auf Dauer nur, wenn man mit "Anschreibenlassen" spielt.

      … und solange das Geld immer schön zu den selben fließt, und diese sich brav an die Spielregeln und die Löhne unten halten und auch insgesamt dafür sorgen, dass möglichst viel vom Frischgepressten in beliebig vermehrbaren Bank"Produkten" landet, solange ist doch alles in Butter …

      … die Notenbanken haben in ihrer Not (gefangen in der Liquiditätsfalle) nun eben zu sehr in Richtung "Schimmelgeld" gesteuert – und anstelle einen 1000 Euro Schein raus zu bringen der sich gut lagern lässt die 500er eingezogen …
      … dann begann eben der Run in die Sachwerte.
      … und diese Assetprice-Inflation treibt dann eben auch ganz gerne die Kapitalkosten (das KGV sollte nicht zu schief hängen, die Mieten müssen angepasst werden, beim Zinsaufschlag hat man eben den Risikoanteil erhöht um sich die Investitionen trotz Null-Zins ordentlich verzinsen lassen zu können …) …
      … und daher steigen eben nun munter die Preise.

      Und logo: um noch eins drauf zu setzen, wird gerade in Deutschland noch eine Politik betrieben, welche das Leben in Deutschland immer teurer macht.

      … und was wäre hier nun wohl los, wenn man das Ganze ohne fiat-money / "Schuldgeld" betreiben müsste?

      … die Wessis hätten die Mauer wohl von der anderen Seite her eingerissen ….

  3. Ursprung sagt:

    Die sogenannten Gruenen sind vermutlich die Letzten, je zu kapieren, dass sie immer neben ihren Verirrungen und Zeitlaeuften liegen.
    Das Bernhard Nocht Meereforschungsinstitut scheint gerade herauszufinden, dass moeglicherweise jetzt der Golfstrom kippt.
    Dann beginnt in 5 Jahren die norddeutsche Gemuesetiefebene wie Sibirien zu werden und das Skandinavische Eizzeiteis kommt wieder ueber die Ostsee angekrochen.
    Da werden die Gruenen notabene schreien, mehr Kohle und Amazonasbaeume zu verbrennen, damit es wieder waermer moegen werde. Und vorerst nicht mehr in Jugoslawien KZs mit depleted uranium zerbomben.

  4. _Box sagt:

    Anbei gesagt, bzw. gezeigt wer hier immer trimmt:

    John Heartfield
    Der Sinn des Hitlergrusses: Kleiner Mann bittet um große Gaben. Motto: Millionen stehen hinter mir! (The Meaning Behind the Hitler Salute: Little Man Asks for Big Donations. Motto: Millions Stand Behind Me!), 1932
    https://www.sfmoma.org/artwork/91.139/

    Es ist nicht wesentlich daß das ein deutsches Sendungsbewußtsein sei, das fanden und finden sie auch in Italien, Spanien, Frankreich, England, USA, Japan, etc., sondern es geht viel mehr um Geografie, für Deutschland die zentrale Lage und eben weil Deutschland in Europa die größte Volkswirtschaft ist. Deshalb ist es ein so ideales Vehikel zur Durchsetzung von Herrschaftsinteressen der Machteliten. So wie die USA der West-Kapitalisten Stock ist um die Welt zu prügeln, so ist der deutsche kapitalistische Staat dazu gedacht Europa und manchmal etwas darüber hinaus zu philantropieren.

    Auch ist es nur insofern wesentlich, daß das nun die Partei Bündnis90/Die Grünen ist, da sie dazu gemacht wurde und das total künstliche Bild eines ökologischen Verantwortungsbewußtseins hat. Da ökologisches Bewußtsein immer und gerade jetzt besonders toll ist, ist sie auch ein ideales Vehikel um den neuen Totalitarismus zu befördern. Andere Parteien spielen eben andere Rollen, ob sie diese verkörpern ist zweitrangig.

    Genauso austauschbar sind die Figuren die das alles unter die Leute bringen sollen, um die tatsächlichen Probleme und Strippenzieher vergessen zu machen.
    Besonders eindrucksvoll hat dies Frau (Young Global Leader) Baerbock in ihrer unvergleichlichen Eloquenz vorgetragen, als sie kurzzeitig vergaß in welcher Partei sie sich befindet und dazu auf den Zettel schauen mußte.

    Sendungsbewußtsein ja klar, aber nicht dominierend auf der Handlangerebene, es ist eine Hegemonie der ökonomisch Mächtigen … und ihr Vehikel ist alles was dazu geformt wurde, Staaten und die mittlerweile weitaus mächtigeren Konzerne, Staats- und Konzernverflechtungen. Stiftungen, NGOs, Parteien, etc.

  5. Out-law sagt:

    Im Gendersprach-Dialekt gehört es zum Verständnis absurder Politikgeister,dass was gesagt wurde eigentlich das Gegenteil bedeutet.Die "neue Fremdsprache" ist vermutlich nach Abschaffung deutscher Leitkultur, durch Überfremdung politischer Akteure der Anpassung geschuldet und somit ist Lüge im Gleichstellungsauftrag gewisser Grüner ,was eigentlich Braun mit Sonnenblume bedeutet ,im Normalverständnis der Regel(trauer)fall.
    Somit besteht nicht nur beim Bürger gewisse Verwirrung ,sondern gerade bei Politikern ,welche von Wahrheit oder Gewissen bisher nichts verstanden haben,sofern diese jemals eines hatten , starke Verblendung, welche droht in ein dunkles Chaos zu stürtzen.Und nun will man die Welt retten ,wo das eigene Land untergeht ? Vermutlich hatte bei Hr. Kretschmann schon mal der Blitz eingeschlagen ,dass ihm die Haare zu Berge stehen ,oder sein Friseur musste Maske tragen ,aber rette sich wer kann ? Da dies zwar nur ökologisch das unverständliche politische Handeln und Verhalten erklärt,was der Bürger längst begriffen hat ,aber nicht entschuldigt und die Zeche zahlt ,kann man verstehen ,dass man sich mit eigenen Fehlern erst gar nicht beschäftigen will ,sondern lieber zum Schein die Welt rettet,bevor man mit untergeht ……………oder vielleicht nach der xten Wahlperiode **dinnen nicht mehr gewählt wird ,da man gar keine Wahl hatte .(Als Scheinheiligkeit persönlich. )

    Dadurch erscheint DER oder die Einer* innen noch Mogelpreisverdächtig und könnte sich den Mist an die Fahne heften .Das klingt jetzt etwas vergendert ,aber jedenfalls kann man davon ausgehen ,dass der bisherige Wahnsinn, sich durch endlose Dummheit steigernd,das BRD-Modell dann ohne Vollbremsung ,aber mit Sonderüberwachungssteuer nebst Autobahn- und Stromsteuerformular ganz plankontrolliert gegen die Öko-Wand gefahren wird ,bis der letzte durchgespritze Migrationsdeutsche ruhmeshaft die Fahne schwingend und tansgendergesteuert , den letzten Weltkrümel rettet . Mahlzeit!……..Noch Fragen ? .Herr Hoppenstedt erkannte schon damals den Unterschied >> https://youtu.be/YTN5psdUvo4 << ……………….oh ist das schön grün hier ..soo grün ……wo laufen se denn hin ?? Tante Erika aus der DDR läßt grüßen ! :-))

  6. Da kommt noch Einiges hinzu. Pfeifen doch längst die Spatzen von den Dächern, WAS hier gerettet werden soll. Der Kapitalismus in seiner jetzigen Form, das „System“.
    Wie das denn?
    Ganz einfach:
    Kapitalismus braucht zum Überleben WACHSTUM. Gerade stagniert er aber schon eine ganze Weile. Was also braucht er? GRÜNES WACHSTUM.
    1. Deshalb stehen nicht nur die deutschen Grünen für alles „Grüne“, das Wachstum mit sich bringt.
    Mehr Windmühlen, mehr Solarfarmen, mehr CO2 unter die Erde pumpen, eine ganz neue „grüne“ Infrastruktur, auch für die „grünen“ E-Autos usw.
    All das kurbelt die Industrie an. Rohstoffe aller Art, besonders auch seltene Erden usw. müssen ausgebuddelt, raffiniert und transportiert werden. Die Batterieindustrie läuft auf Hochtouren. Energie muss aufgewendet werden um in neu zu schaffenden Anlagen CO2 zu verpumpen. Alle dreckigen Fahrzeuge müssen auf den Müll und durch neue ersetzt werden. Und so weiter…
    Die grüne Wirtschaft brummt!
    2. Der Energieverbrauch der Welt wächst und wächst, während schon seit Jahren die Erdölförderung immer schwieriger und teurer wird. Es muss gefrackt werden, so lange es geht.
    Letzte Rettung: Grüne Energie. (Auch die ständig wachsenden Serverfabriken brauchen mehr und mehr Strom, besonders für die Kühlung).
    3. Die Umweltzerstörung, die auf zahllosen Wegen vorangeht, bleibt von dieser grünen Wachstumspolitik ebenso unangetastet, wie die Umweltzerstörung durch das Militär (Allein das Pentagon macht soviel Dreck wie ein Land von der Größe der Schweiz). Profitable Verschwendung geht auf allen Gebieten unangefochten weiter und riesige Containerschiffe pusten Dreck aus, wie alle PKW etwa der BRD zusammen, um Produkte um ein paar Cent profitabler zu machen, wenn sie um den Globus verschifft werden. Ebenso wird der größte Landwirt der USA, Bill Gates, mit seinen Kollegen weltweit weiter die digitale Landwirtschaft (via Satellit) vorantreiben, die auf Basis von Düngern und Chemikalien aus Öl betrieben wird.
    Alle die haben einen „Persilschein“ und werden sich um nichts kümmern –
    und die neue GRÜNE Umweltzerstörung kommt hinzu, ist aber irrelevant, da GRÜN angemalt.
    4. Haben aber die Grünen die „wahren“ Umweltsünder entdeckt: Dich und mich! Und sie machen uns klar, dass wir „allzumal Sünder sind“ und mit hängendem Kopf den Ablass über die neuen Verordnungen der Grünen (Ökodiktatur) entgegen nehmen müssen, denn allein die Grünen können uns von unseren Sünden erlösen (Verzicht!), die wir dennoch weiter begehen müssen, weshalb der Kopf schamvoll unten zu bleiben hat.
    Und das wird nun nicht nur von FFF (Fridays for Future) weltweit betrieben, ebenso von XR (extinction rebellion) und vor allem in den USA, dem „Green New Deal“.
    Kurz:
    Es geht nicht um die Umwelt, sondern wie immer um den Profit und den Systemerhalt – und zum Systemerhalt gehört längst schon die totalitäre Überwachungsgesellschaft, in der die Menschen endlich brav wie das Vieh im Stall verwaltet werden können. Gefüttert (bedingungsloses Grundeinkommen), geimpft natürlich und automatisch gemolken sowieso.
    Hochzeit zwischen „Schöne Neue Welt“ und „1984“.
    Da freut sich die Bürgerin wie der Bürger: Endlich kann die Verantwortung für ein mühsam eigenständig geführtes Leben an die abgegeben werden die es besser wissen.
    Es grünt so grün, wenn…..
    unzählige Milliarden, gar Billiarden darauf warten, investiert zu werden.

    • PS: Diese ganze Thematik wird auf den Seiten von "Wrong kind of green" hier:
      https://www.wrongkindofgreen.org
      seit Jahren thematisiert.
      Auch hat etwa Cory Morningstar mit ihrem sorgfältig recherchierten Buch: "The Manufacturing of Greta Thunberg" eigentlich schon alles gesagt, das hier vor Bedeutung ist.
      Ihre Website hier:
      https://www.patreon.com/m/1699303/posts
      Den psychologischen Hintergrund für die Abfolge von "War against Terror" —–> "War against the Virus" und nun —–> "War against the Climate" hat u. a. die frz. Psychoanalytikerin Colette Soler hier:
      https://www.youtube.com/watch?v=GUoZzKX__Yk&t=0s
      sehr klar beleuchtet, wozu ich auf eine weitere Erläuterung aufmerksam gemacht wurde, hier:
      https://www.youtube.com/watch?v=L61-HZL6j7o
      Ja, es wird interessant werden.
      Macht schon mal den Regenschirm auf…. es wird "GRÜN" von oben nur so schütten.

  7. Kaja sagt:

    Die Grünen sind in Wahrheit dunkelbraune Monster, die über sich sagen und behaupten, sie seien Ökologie-Fans und Verfechter der Ökologie.

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