Im Gespräch: Ulrike Guérot (“Wer schweigt, stimmt zu”)

Ulrike Guérot gehört zu den hellsten weiblichen Köpfen in unserem Land. Sie ist eine Vorzeige-Intellektuelle, die sich trotz einer Bilderbuch-Karriere im System immer wieder erlaubt, dessen offizielle Narrative zu hinterfragen und zu kritisieren.

Ihr aktuelles Buch ist binnen weniger Wochen in der Corona-Zeit entstanden. Es trägt den Titel „Wer schweigt, stimmt zu“.

Ulrike Guérot stimmt nicht zu. Und vor allem schweigt sie nicht. Zudem gehört sie zu den wenigen mutigen Persönlichkeiten, die sich nicht diktieren lassen, wem sie ihre Gedanken ausbreitet.

Der Medienwissenschaftler Professor Michael Meyen befragt im apolut-Format „Im Gespräch“ Ulrike Guérot zu den Motiven ihres Buches. 90 Minuten, die es in sich haben!

Inhaltsübersicht:

0:00:42 Vorstellung Ulrike Guérot

0:01:53 Ein Zug, der immer mehr an Fahrt aufnahm

0:12:31 Der Schritt in die öffentliche Debatte

0:21:50 Die Soziale-Medien-Hölle

0:30:24 Der Spagat zwischen Leit- und Alternativmedien

0:38:07 Demokratie am Kipppunkt

0:51:05 Das Versagen von Justiz, Medien und Universitäten

1:00:07 Die Hoffnung auf die mittleren 40 Prozent

1:05:45 Die “dunkle Seite der Macht”

1:12:36 Das Phänomen “Aufstiegsscham”

1:18:27 Utopie – Neustart aller Systeme

1:25:17 Was bleibt von Ulrike Guérot?

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Kommentare (72)

72 Kommentare zu: “Im Gespräch: Ulrike Guérot (“Wer schweigt, stimmt zu”)

  1. stuck1a sagt:

    Ich habe die Befürchtung, das Frau Guérot der O.T.O-Agenda der Fraternitas Saturni [zumindest Mitgliedern dieser] nahesteht.
    Das ist nur eine Arbeitshypothese, die sich nicht bewahrheiten muss, jedoch gibt es Indizien. Allen voran verwundert mich, wie Frau Guérot in den Besitz des Buches "Mushroom Magick"(*) der Autorin Shawn Engel noch vor Erstveröffentlichung kommt. Für gewöhnlich werden solche Vorabexemplare schließlich an Freunde, Bekannte und sonstige Nahestehende versandt.
    Dabei ist an das Schlagwort "controlled opposition" zu denken.

    Natürlich ist es wünschenswert, ein "weltliches Schwergewicht" wie sie es ist (nicht im wörtlichen Sinne natürlich :-)) bei der Interessengruppe der Friedensbewegung zu sehen und ich würde mich sehr darüber freuen. Einiges von dem, was sie sagt, findet meinerseits auch durchaus Zustimmung – dennoch bleibt die Skepsis auf Basis vergangener Unterwanderungen und Unterwanderungsversuche diverser Bewegungen.

    (*) = "Magick" beschreibt die pan-/"sexualmagischen" Praktiken, mit der OTO-Logen eine neue Welt formen möchten.
    Eine Vorstellung der "Neuen Welt" nach OTO-Prinzip beschreibt die Schweizerische Sektion der Loge Fraternitas Saturni in ihrem Online-Archiv unter https://www.parareligion.ch/books/reader.htm unter Punkt 8 "Aufbauprogramm und die Leitsätze[…]"

  2. MartinaD sagt:

    01:34:38
    – Kirschen, und wer sie aufhebt???
    – die drei Pfennige von Jesus???
    Mich würde interessieren, wo in der Bibel das angeblich stehen soll.
    Weiß das jemand genauer?

    • stuck1a sagt:

      "Kirschen und wer sie aufhebt"
      Erinner mich nichtmehr an den Kontext aber klingt nach APO Sirach oder AT 3. Mose

      "Die drei Pfennige des Jesus"
      Klingt nach dem Zinseszins-Gedankenexperiment vom Josephspfennig

  3. Welch ein Glück, dass es solch aufrichtige Menschen wie Frau Guerot in diesen ,von taktischer Blindheit und asozialem Schweigen gekennzeichneten Zeiten gibt. Die geschilderte Beschreibung ihrer "Bewusstwerdung" entspricht in vielen Nuancen meinen eigenen "Erweckungserlebnissen". Ihre Fähigkeit, mit intellektueller Schärfe und präziser Wortwahl diese,für so viele Menschen traumatisierenden Entwicklungen, analytisch darzustellen, hat meinen größten Respekt

  4. Mike Ahrend sagt:

    Frau Ulrike Guérot ist hoch intelligent und sehr gebildet. Das würde noch viel, viel besser zur Geltung kommen wenn sie Fremdwörter nur noch benutzen würde, wenn es unumgänglich ist. Im Gespräch mit einem Hochschullehrer kann man so reden, für die Allgemeinheit ist das nichts. Ich gehöre höchstwahrscheinlich zu den gut gebildeten 10%, vielleicht 5%(?). Trotzdem sind mir sehr viele Worte nur aus dem Kontext verständlich geworden.
    Das es in Davos keine guten und lebhaften Diskussionen gibt, hat mich jetzt nicht wirklich überrascht. Schließlich sind sich da alle einig: Privatisierung, Deregulierung, Abbau vom Sozialstaat. Dazu jetzt noch ultimative Kontrolle und Abschaffung der Nationalstaaten. Wenn sich die 99% nur einen Bruchteil so einig wäre über ihre Ziele: Wir hätten längst gesiegt!

  5. Nur nebenbei bemerkt: Es wäre schön, wenn der Ton synchron zum Bild wäre, denn sonst ist das zusehen sehr anstrengend.

  6. Thomasboer sagt:

    Danke für dieses hervorragende Interview!!!
    Bitte weiter so. ❣
    Ein solches Gespräch gibt Kraft, Mut und ist ein Wegweiser in eine gute Zukunft.

  7. Meinenstein sagt:

    Ein wunderbares Gespräch! Vielen, vielen Dank!
    * * * Sternstunde auf Apolut * * *

    Wenn Sprache und Worte auch das heißen was gemeint ist und Sprecher und Worte eins sind, ist es wirklich eine große Freude zuzuhören. Wenn dann auch noch so eloquent und verständlich formuliert wird, hat Mensch es wirklich leicht sich an die besprochenen Themen heranzuwagen und einzufinden.

    Auch das Bild des Jazzkellers trifft m.E. voll und ganz zu und ist für mich ein passendes Bild, für die viele gute "Musik", die wir in den vergangenen Jahren hier und auf vielen anderen alternativen Portalen (im underground, wo denn sonst . . ) schon bereits zu uns nehmen durften.

    Frau Guérot präsentiert sich hier für mich u.a. als lebendes und authentisches Beispiel, wie es sein kann, dass Mensch an irgendeiner Stelle feststellt, hier stimmt was nicht, hier hört mein Vertrauen auf und ich folge dem nicht mehr, es gilt nun wirklich kritisch zu hinterfragen, weil . . .
    es gibt auch noch mich, meinen gesunden Menschenverstand, meine eigene Wertschätzung in und über einer Welt, die ich für mich als wertvoll erachte und für lebensnotwendig halte!

    Es ist auch meine Erfahrung, sich genau an solch einem Punkt, eben nicht die eigenen Verantwortungen und Ansprüche vom Brot nehmen zu lassen. Hier NEIN zu sagen, sich nicht der Bequemlichkeit und gleichzeitigen Selbsaufgabe hinzugeben und nicht wie eine Fahne im Wind, sich immer wieder in die richtige Richtung zu drehen.

  8. Schramm sagt:

    Dafür müsste man den Kapitalismus in Europa beseitigen!

    • Ibex sagt:

      Welchen Zusammenhang sehen Sie in Ihrer m. E. grundsätzlich nachvollziehbaren Anmerkung mit dem Gespräch von Meyen und Guerot ?

  9. Ibex sagt:

    Ich erinnere Seminare über Verhaltens- und Verkaufstraining . Den promovierten Kommunikationswissenschaftler in diesem Rollenspiel als Käufer gesetzt, vermisse ich seine eingehende Qualitätsprüfung . In diesem Fall wird versäumt, das akademische Gezwitscher gezielt und beharrlich auf Inhalte und Werte abzuklopfen. – Offene Fragen sind das Mittel der Wahl .

  10. Schlafschaf sagt:

    Nach zwei Jahren ? jetzt sind sie dabei. Oh je, jetzt kommen sie aus den Löchern.
    Wo waren sie am Anfang der ganzen Scheiße? Wahrscheinlich wäre es nie so weit gekommen, hätten die vielen Welterklärer, den Mund aufgemacht.
    Insofern glaube ich diesem Gesülze nicht, da ich von Anfang an sehr skeptisch war, und mir nicht vorstellen konnte, dass man einfach die Wirtschaft anhalten kann.
    Doch, man kann, wenn es nur nicht die Geldbeutel der feinen Pinkel trifft.
    Jetzt flattert langsam das Höschen, da kann man sich auch mal hier blicken lassen.
    Demnächst sehen wir hier noch Herrn Niedeken.

    hier wo doch schon ein Minus von 0,2 Prozent des BIP kaum zu kompensieren ist. So war zumindest immer das Gerede.

    • Thomasboer sagt:

      Zumindest hat sich Herr Meyen schon sehr zeitig und auch öffentlich zu Wort gemeldet.
      Zu Ulrike Guèrot kann ich mich nicht äußern, da ich sie in der Vergangenheit nicht verfolgt habe.
      Es ist allerdings egal, wer sich wann zu Wort meldet. Jeder der etwas zum Gestalten einer besseren Zukunft beitragen kann, sollte allen anderen Freidenker willkommen sein.

    • Ja, den Gedanken hatte ich auch schon. Warum erst jetzt.
      Ich bin kein Univeritätsprofessor und hatte schon im März 20 begründbare Zweifel an dem … äh … 'Narrativ'.
      Narrativ = Geschichte = Mythos (= Lüge für alle ausserhalb des Mythos)

      Frau Guérot hält verzweifelt an ihrer Idee von Europa fest, das begrenzt ihre Sicht. Aber ich könnte ihr dennoch stundenlang zuhören! Vgl. auch ihr Interview mit Milena Preradovic.

  11. Canto sagt:

    Das Buch selbst gelesen, schon mehrfach verschenkt . Super spannend mit Prof. Professor Michael Meyen.

  12. eisenherz sagt:

    Kennen wir nicht auch eine andere Ulrike Guérot?
    # Die, die in der sogen. Euro-Krise einer bedingungslosen Plünderung des deutschen Steuerzahlers zugunsten der mediterranen Länder das Wort redete?
    # implizit beständig mit der Forderung unterwegs, die deutsche Politik, vor allem die Währungs- und Finanzpolitik möge sich dem Supremat des französischen Politikwillens unterwerfen.
    # Die jeden Gegner ihres herrisch vorgetragenen Anspruchs in die rechte Ecke drängte.
    # Die Mühe hatte, andere Meinungen gelten, ja auch nur ohne ständige Unterbrechung überhaupt ausreden zu lassen.
    # Eine Guérot, die intellektuell und historisch, volkswirtschaftlich sowieso nichts, aber auch rein weg gar nichts beizutragen hatte. Außer der ewigen Predigt: Deutschland gib dich auf, beuge dich unter französisch-imperialen Europazentrismus und verschenke die Früchte deiner fleißigen, aber von Vermögen bis Rente wesentlich schlechter gestellten Arbeiterschaft an den “Club Med”.
    # Ihre Professur war dann die konsequente Belohnung für ihre deutsche Interessen negierende Haltung, gewiss aber kein Ausdruck wissenschaftlicher Verdienste oder Qualitäten. Eben eine Haltungsprofessur.
    # Klüger ist Guérot nicht geworden.

    • Querdenker sagt:

      Ja, so ist es. Wie ich schon u. schriebt: Ulrike Guérot gehört zum System!

    • Al Fred sagt:

      So ein Quatsch! Warum sollte sie es nötig haben so ein kritisches Buch zu schreiben wenn sie nur "zum System gehört".

    • stutz_rumpel sagt:

      Ja Frau Guérot gehört zum System oder verkauft sich an entsprechende Eliten. Hat mittlerweile sogar die ARD erkannt. Aber dazu gehört Apolut mit Sicherheit auch,wissentlich oder unwissentlich. Aber egal der Lebenslauf ist bei Wikipedia wiedergegeben. Ich bin auf Guérot gestossen als sie mithalf Delors seine sozialistischen Deindustrialisierungspläne zu Papier zu bringen das war um 1996. Wem sie sich heute verkauft hat weiß ich nicht, aber während der letzten Monate wurde sie in Interviews nicht Müde zu betonen das sie und ihre Familie selbstverständlich geimpft sind. Aber wer gibt ihr immer die Medienpräsentation obwohl sie keine großen Zuschauerzahlen,dabei waren Gunnar Kaiser der produktiv seit 3 Monaten gar nichts mehr medial produziert und bei seiner Krankheit stehenbleibt.Bei Frau Preradovich war sie auch und auch dort ist nichts kritisches mehr erschienen. Mag jeder darüber denken wie er will. Eins ist klar aufgrund ihrer alten Veröffentlichungen muß die Guérot ebenso wie Welzer sehr zufrieden sein mit der Entwicklung in den letzten 2 Jahren. Herr Meyen ist offensichtlich auch nicht in der Lage kritische Fragen zu stellen obwohl die Vergangenen Meinungen von Guérot dies geradezu herausfordern.

  13. Josh H sagt:

    Hallo, ich hab die empfohlenen/ genannten Autoren nicht richtig verstanden. Könnte bitte jemand die Namen dieser Autoren bzw. die Werke aufzeichnen. Dankeschön.

  14. momus sagt:

    Eine halbe Stunde habe ich dem Gespräch zugehört, dann war Schluß. Ich habe daraus nicht das Geringste an neuen Erkenntnissen oder Denkanstößen mitgenommen, vielmehr ging es um die sozialpsychologische Befindlichkeit von Frau Guérot, einer durchaus klugen, nicht unsympathischen Dame. Der SPIEGEL hat wohlwollend über sie berichtet. Soso. Und wenn der SPIEGEL hundertmal günstig über mich schreibt, ändert das nichts daran, dass dieses Presseerzeugnis knallharte Systempropaganda liefert. Ken Jebsen, der sich leider sehr rar gemacht hat, bringt das unbestechlich auf den Punkt. Viele gute Kommentare unter einem belanglosen Interview sorgen für eine gewisse Entschädigung.

  15. Andreas I. sagt:

    Simulation von Demokratie:
    Es ist ein Unterschied, ob die Bürger von oben nach ihren Meinungen gefragt werden, aber die Entscheidungsgewalt bei wenigen liegt (repräsentative Demokratie) Beispiel BRD, oder ob die Bürger von unten entscheiden können (Demokratie), Beispiel Schweiz.

    • vizero 13 sagt:

      Richtig. Aber so lange die Medienmacht mit ihrer Propagandafähigkeit nicht auch in Volkes Hand ist, ist es trotzdem nur eine Scheindemokratie, da die psychologische Beeinflussung/Kriegsführung in den letzten 100 Jahren so viel dazu gelernt hat, dass es, wie man sieht, auch in der Schweiz, schwer ist, dagegenzuhalten.

    • _Box sagt:

      Diese Schweiz?

      Die Farce-Demokratie
      „Demokratie ist die Staatsform des Bürgertums, wenn es sich noch nicht getraut, seinen Faschismus offen zu zeigen“, meint Volker Bräutigam.
      von Volker Bräutigam

      In einer E-Mail richtete das Schweizer Wochenblatt „Zeit–Fragen“ die Bitte an den Autor, als „Experte“ zum Thema Demokratie einen Beitrag für die Artikelserie „Deutschland muss demokratisch werden“ zu schreiben. Diesen Wunsch lehnte der Autor mit einer ausführlichen Antwort ab. Die Begründung für diese Entscheidung veröffentlicht Rubikon hiermit.

      In der Rubrik „Über uns“ heißt es in dem international und mehrsprachig herausgegebenen Schweizer Wochenblatt Zeit-Fragen:

      „Wir sehen die direkte Demokratie als positiven Ausdruck einer Bürgergesellschaft, in welcher der Einzelne als mündiger Mensch selbstverantwortlich und unmittelbar an der Gestaltung des Zusammenlebens mitwirkt und für das Gemeinwohl Mitverantwortung trägt. Die Demokratie und besonders die direkte Demokratie bietet in einem föderalistisch aufgebauten Staatswesen dem Einzelnen und dem Gemeinwesen hervorragende Möglichkeiten für zivile und menschenwürdige Lösungen von Konflikten, so dass diese nicht zu gewalttätigen Formen der Auseinandersetzung führen müssen.“*

      Ein respektabler Standpunkt – aber nicht meiner.
      (…)
      Antagonismus

      Der Kapitalismus erlaubt keine Demokratie. Sie widerspricht seinem Wesen diametral und endet letztlich, wo Kapitalinteressen walten, also zum Beispiel vor jedem Fabriktor, vor jedem Bankeingang – und allemal vor dem Berliner Reichstag.

      Nein, Betriebsräte, das Betriebsverfassungsgesetz, die Mitbestimmung und Ähnliches – um nur diese zwei zu nennen – widerlegen meine Auffassung nicht, im Gegenteil! Sie basieren auf der Farce der Sozialpartnerschaft. Sie ist ein Popanz, eine contradictio in adiecto, weil die Gleichrangigkeit von Kapital und Arbeit in keiner Weise gegeben ist, solange es das uneingeschränkte Privateigentum an den Produktionsmitteln gibt. Aber sie ist dabei ein höchst unterhaltsamer Popanz. Dieser lenkt trickreich ab, beschönigt die tatsächlichen Machtverhältnisse, verhindert deren Korrektur und korrumpiert die Arbeiterschaft! Ich möchte hier nur an die Bordellbesuche des VW–Betriebsrats erinnern, es handelt sich um ein durchgängiges, systemisches Problem.

      Auch die parlamentarische Praxis widerlegt mich nicht. Es gehört zu den Gepflogenheiten im Parlamentarismus dieser Tage, dass er selbst die ihm zugrunde liegende Idee der Volksherrschaft nur als Folklore betrachtet. Was der Kapitalismus als Wirtschaftsform, gesellschaftliches Grundmuster und Organisationsrahmen der Politik im allergünstigsten Falle zulässt, ist eine Formaldemokratie mit dem Hauptzweck, den Primat der Geldaristokratie zu garantieren und die ökonomische Vormacht mit der Weihrauchwolke „Freiheitlich-demokratische Grundordnung“ zu umhüllen.

      Das sehen wir gegenwärtig in höchst eindrucksvollen Szenen auf der finanzpolitischen Bühne: Hier zeigt die bürgerliche Demokratie ihre Blöße – ihr Versagen, ihre Schwächen und Mängel – in geradezu pornographischer Schamlosigkeit her. Dennoch wird von ihr immer noch frech behauptet, sie sei eine ehrbare Dame.

      Bürgerliche Demokratie trägt günstigstenfalls zur Verkleisterung sozialer Gegensätze, zur Tarnung der tatsächlichen (demokratisch nicht legitimierbaren) Machtverhältnisse und zur Volksberuhigung bei. Zugleich bedient sie sich – höchst autoritär – eines umfangreichen Instrumentariums der Gewalt und Brutalität. Unterstützt durch einen aufgeblähten Unterdrückungs– und Desinformationsapparat schließt sie aus, auch nur ansatzweise infrage gestellt zu werden.

      Die bürgerliche Formaldemokratie hat weder den Willen noch das Potenzial zur Schaffung echter Volksherrschaft, wohl aber die systembedingte Neigung zu autoritärer Ausformung. Der kritische Ansatz der Schweizer Zeit-Fragen an der aktuellen Entwicklung in Deutschland kommt ja nicht von ungefähr.
      (…)
      Immer wieder wird die Idee erörtert, der deutschen staatlichen Verfasstheit sei mittels plebiszitärer Elemente, wie die Schweiz sie kennt, zu mehr faktischer Demokratie zu verhelfen. Auch das ist für mich nur "Fassadenmalerei", denn in der Schweiz ist die Herrschaft der Kapitaleigner doch genauso unantastbar wie in Deutschland, trotz einiger basisdemokratischer Akzente.

      Im Übrigen schließen auch Volksentscheide keine Fehlentwicklungen aus, wie das Minarettverbot und ähnliche schweizerischen Entscheidungen zeigen. Seit Jahren versucht eine Bürgerinitiative in Zürich, pazifistischen Prinzipien Geltung zu verschaffen (ich meine die bewundernswerte Gruppe für eine Schweiz ohne Armee – GSoA). Sie unterliegt jedoch bei jeder Abstimmung kläglich; die Kapital- und die Macht-Eliten setzen alle Mittel ein, um die widerwärtigen Interessen des militärisch-industriellen Komplexes der Schweiz unantastbar zu halten. Und Volksentscheide sicherten auch die Rolle des Landes als Oase für Steuerhinterzieher.

      https://www.rubikon.news/artikel/die-farce-demokratie

      Milliardäre, arme Leute und Asylsuchende im Schlaraffenland
      "Geh in die Schweiz und mach dein Glück"
      Von Heinrich Frei

      «Geh in die Schweiz und mach dein Glück», hieß es früher. Maria aus Österreich servierte in unserem Quartier im Restaurant Grütli. Sie heiratete ihren Gast Pierre Dupont (Name geändert), was ihr aber alles andere als Glück im Schweizerland brachte. Unser Kollege Pierre behandelte Maria sehr, sehr schlecht. Pierre machte schon vor seiner Bekanntschaft mit Maria «Schlagzeilen»: «Vandalen an der Arbeit», war in der Zeitung zu lesen. Ein Bild zeigte einen Haufen zerstörter Velos in der Stadt. Wir wussten, was aber nie bekannt wurde: Pierre Dupont war an der «Arbeit» gewesen. Wurde dieser Mann zu Hause zu einem Brutalo gemacht? War es später der Alkohol der Duponts Hirn zerfraß oder das Blei von Autoabgasen? Unser Kollege Pierre hatte schon im dritten Lehrjahr als Automechaniker alle seine Zähne verloren. Es hieß damals, seine Zähne seien ihm durch die giftigen Autoabgase in der schlecht belüfteten Werkstatt, in der er arbeitete ausgefallen.
      (…)
      Familie Kamprad, IKEA: Vermögen: 50 bis 51 Milliarden Franken
      (Kurs Schweizer Franken: 1 Euro ca. 1,131 Schweizer Franken)

      Mehr Glück in der Schweiz als Maria, als diese österreichische Kellnerin hatten Unternehmer, Bankiers und Oligarchen, die sich in der Schweiz ansiedelten, auf jeden Fall in finanzieller Hinsicht.

      Die schwedische Familie Kamprad hat mit günstigen Möbeln ein Vermögen von 50 bis 51 Milliarden Franken angehäuft. Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist 2018 gestorben. Seine Söhne Jonas, Peter und Mathias haben die Leitung aber schon vorher übernommen. Alle drei haben den Schweizer Pass.

      Sieben Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung ist arm

      Die Schweiz ist jedoch nicht nur das Land in dem Milch und Honig fließt wie im Schlaraffenland. Im Jahr 2016 bezogen in der Schweiz 273.273 Personen Sozialhilfe. Das entspricht 3,3 Prozent der Bevölkerung. Auf dem gleichen Einkommensniveau, aber ohne Sozialhilfe zu beziehen, lebten sogar 7 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung (Stand 2015). Im Jahr 2016 waren außerdem 318.600 Rentnerinnen und Rentner auf Ergänzungsleistungen angewiesen. (1)
      (…)
      Familie Kamprad, IKEA: Vermögen: 50 bis 51 Milliarden Franken
      (Kurs Schweizer Franken: 1 Euro ca. 1,131 Schweizer Franken)

      Mehr Glück in der Schweiz als Maria, als diese österreichische Kellnerin hatten Unternehmer, Bankiers und Oligarchen, die sich in der Schweiz ansiedelten, auf jeden Fall in finanzieller Hinsicht.

      Die schwedische Familie Kamprad hat mit günstigen Möbeln ein Vermögen von 50 bis 51 Milliarden Franken angehäuft. Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist 2018 gestorben. Seine Söhne Jonas, Peter und Mathias haben die Leitung aber schon vorher übernommen. Alle drei haben den Schweizer Pass.

      Sieben Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung ist arm

      Die Schweiz ist jedoch nicht nur das Land in dem Milch und Honig fließt wie im Schlaraffenland. Im Jahr 2016 bezogen in der Schweiz 273.273 Personen Sozialhilfe. Das entspricht 3,3 Prozent der Bevölkerung. Auf dem gleichen Einkommensniveau, aber ohne Sozialhilfe zu beziehen, lebten sogar 7 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung (Stand 2015). Im Jahr 2016 waren außerdem 318.600 Rentnerinnen und Rentner auf Ergänzungsleistungen angewiesen. (1)
      (…)
      Verantwortungslose Unternehmen, kein Schutz von Mensch und Umwelt

      Mensch und Umwelt fanden bisher keine große Beachtung als der Reichtum in der Schweiz zusammengerafft wurde. Oft verantwortungslos wurden Profite angehäuft.

      Dazu einige Beispiele (5)

      Syngenta: Im zentralindischen Yavatmal wurden 2017 innert 12 Wochen etwa 800 Landarbeiter schwer vergiftet, als sie auf Baumwollfeldern Pestizide ausbrachten. Über zwanzig von ihnen starben. Ein dafür verantwortliches Insektizid stammt aus der Schweiz: «Polo» wird von Syngenta im Wallis hergestellt und von da exportiert, obwohl es hierzulande wegen seiner Gefährlichkeit für Gesundheit und Umwelt längst verboten ist.

      Die Recherche von Public Eye zu der Vergiftungswelle in Indien: (6)

      Glencore: Glencore betreibt seit Jahren Teile der Kohlenmine El Cerrejón. Die Mine verschmutzt mit ihren fünfzehn Sedimentierungsbecken den Fluss Ranchería. Glencore betreibt seit Jahren Teile der Kohlenmine El Cerrejón. Für den Tagebau wurden lokale Gemeinschaften zwangsumgesiedelt und verloren ihre Lebensgrundlage. Im ganzen Departement herrscht wegen dem Bergbau große Wasserknappheit.

      Valcambi: Die Tessiner Raffinerie Valcambi verarbeitete Gold aus Burkina Faso, obwohl die Arbeitsbedingungen der Schürfer menschenverachtend sind. Die Schweiz ist weltweit führend bei der Raffinierung von Gold. Firmen mit Sitz in der Schweiz importieren jedes Jahr Gold in der Größenordnung von 70 Prozent der weltweiten Produktion.

      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25517

  16. Eurythmuse sagt:

    Eine Zeil lang ist es ja ganz interessant, Frau Guerot zuzuhören – aber wenn sie anfängt, ihre akademische Sprache zu benutzen und das Tempo zu erhöhen, muss ich aussteigen. da verstehe ich plötzlich nur noch Bahnhof. Zu intellektuelle Diskussionen gehen an Menschen mt anderen Bildungswegen vorbei. Haben die dann kein Recht mehr auf Teilhabe?
    Das ging mir in daneren Interviews mit ihr übrigens genauso – maximal 20 Minuten sind gut verständlich, dann braust sie davon. Vielleicht ihr frnzösiches Temperament?

  17. Bernd_45 sagt:

    Frau Guerot beschreibt sehr schön, wie sie es empfunden und erlebt hat, wie die Tatsache eines gefährlichen Virus umgedeutet wurde, in ein System der Angst und Erpressung. Warum wird nicht die Frage gestellt, welchen Zweck hatte das, von wem wurde das durchgeführt, wie wurde das weltweit realisiert. Dann ergibt sich die Frage wie kann die Wiederholung verhindert werden. Weil diese Fragen nicht gestellt wurden, gehe ich davon aus, das Buch und das Interview sind auch nur ein weiterer Versuch der Ablenkung.

  18. vizero 13 sagt:

    Minute 48: Was hier geäußert wird, initiiert die Schlussfolgerung, dass die Zunahme von Bullshitjobs, geplanter Obsoleszenz auch den Zweck verfolgt, die Masse immer so weit beschäftigt zu halten, dass sie keine Energie mehr hat, sich um Demokratie zu kümmern und nur noch Abends die Glotze anschaltet zum "Entspannen", um damit wiederum in empfänglichem Zustand der Propaganda zu unterliegen.
    Schon längst ist die Produktivität so groß geworden (10 faches der von 1970), dass wir eigentlich mit 4-5 h Wochenarbeitszeit bzw. ca. 4 000 h Lebensarbeitszeit so relativ entspannt leben könnten wie vor 50 Jahren.
    Das ist aber von der Herrschenden Klasse , die ja ihre bequeme Position behalten oder sogar festigen will, nicht erwünscht.

    • _Box sagt:

      Exakt, anbei der Hinweis auf zwei Artikel dazu:

      Bullshit-Jobs
      Die meisten Menschen werden für eine sinnlose Beschäftigung bezahlt und leiden darunter.
      von Neue Debatte

      Hatten Sie jemals das Gefühl, Ihr Job wäre ausgedacht? Dass sich die Welt weiter drehen würde, auch wenn Sie nicht acht Stunden Ihre Tätigkeit verrichten würden? David Graeber, Professor für Anthropologie an der London School of Economics, erkundete das Phänomen der unsinnigen Jobs und erkannte die psychologische Gewalt, die es auf die kollektive Seele ausübt.

      Im Jahr 1930 sagte John Maynard Keynes voraus, dass zum Ende des Jahrhunderts der technologische Fortschritt es Ländern wie Großbritannien oder den Vereinigten Staaten ermöglichen würde, eine 15-Stunden-Woche einzuführen. Es gibt viele Gründe, dies als zutreffend anzunehmen. Aus technologischer Sicht sind wir dazu imstande. Und doch ist es nie eingetroffen. Stattdessen wurden technische Möglichkeiten genutzt, um Wege zu finden, uns alle noch mehr arbeiten zu lassen.

      Um das zu erreichen, mussten Arbeitsplätze geschaffen werden, die tatsächlich überflüssig sind.

      Riesige Massen von Menschen, in Europa und Nordamerika im Besonderen, verbringen ihr gesamtes Berufsleben beim Verrichten von Tätigkeiten, die sie insgeheim als nicht notwendig einschätzen. Der moralische und seelische Schaden, der durch diese Situation entsteht, ist beträchtlich.

      Es ist eine sich über unsere kollektive Seele ziehende Narbe. Dennoch spricht so gut wie niemand darüber. Warum traf Keynes versprochene Utopie — selbst in den 60er Jahren noch eifrig erwartet — nie ein? Die Standardantwort darauf ist, er bedachte nicht den massiven Anstieg des Konsumverhaltens.
      (…)
      Doch statt eine beträchtliche Minderung der Arbeitsstunden zu erlauben, die der Bevölkerung die Freiheit ließe, eigene Projekte, Vergnügungen, Visionen und Ideen zu verfolgen, haben wir ein Aufblähen nicht nur des Dienstleistungssektors, sondern gerade des administrativen Sektors gesehen.

      Das schließt die Erschaffung vollkommen neuer Industriezweige ein, wie Finanzdienstleistung oder Telefonverkäufe, oder die nie da gewesene Expansion von Bereichen wie dem Körperschaftsrecht, der Verwaltung der Bildung, Wissenschaft und Gesundheit, Humankapital und Public Relations. Und die Anzahl dieser Stellen bezieht noch nicht einmal die mit ein, deren Aufgabe es ist, administrative, technische oder sichernde Unterstützung für diese Gewerbe zu bieten oder zusätzliche Nebengewerbe (Hundewäscher, nächtliche Pizzaboten), die nur bestehen, weil jeder viel zu beschäftigt damit ist, seiner Arbeit in einer dieser Tätigkeiten nachzukommen.

      Das sind Stellen, die, wie ich vorschlage, unsinnige Stellen genannt werden sollten (bullshit jobs).

      Es ist fast so, als gäbe es da jemanden, der sich alle möglichen sinnlosen Jobs ausdenkt, nur um alle von uns beschäftigt zu halten.
      (…)
      Während Unternehmen schonungslos Personal kürzen können, trifft es mit den Entlassungen und Beschleunigungen der betrieblichen Prozesse die Art der Beschäftigten, die tatsächlich Dinge schaffen, bewegen, reparieren und am Laufen halten; durch eine merkwürdige Alchemie, die niemand so richtig erklären kann, nimmt die Anzahl der bezahlten Bürohengste zu. Mehr und mehr Angestellte finden sich, tatsächlich sowjetischen Arbeitern nicht unähnlich, in 40 oder sogar 50 Stunden Wochen wieder, in denen sie Papierkram erledigen, effektiv aber lediglich 15 Stunden wichtige Tätigkeiten verrichten, so wie Keynes es vorhersagte.

      Die restliche Zeit wird mit dem Organisieren und Besuchen von Motivationsseminaren, dem auf dem Laufenden halten von Facebook-Profilen oder dem Herunterladen von Fernsehserien verbracht.

      Die Antwort ist deutlich nicht ökonomischer Natur: sie ist moralischen und politischen Ursprungs.

      Die herrschende Klasse hat erkannt, dass eine zufriedene und produktive Bevölkerung mit frei verfügbarer Zeit eine tödliche Gefahr darstellt (man denke daran, was in den 60er Jahren zu passieren begann, als man dem lediglich nahekam).

      Andererseits ist der Gedanke, Arbeit sei an und für sich von moralischem Wert und dass jeder, der nicht willens ist, sich die meiste Zeit der Stunden seines Wachseins irgendeiner Art intensiver Arbeitsdisziplin zu unterwerfen, nichts verdiene, außerordentlich zweckdienlich für sie.

      https://www.rubikon.news/artikel/bullshit-jobs

      Ruhe in Frieden, Bruttoinlandsprodukt!
      Eine einzelne, unschuldig aussehende Kennzahl zerstört unser aller Wohlergehen, unser Glück und unser friedliches Miteinander. Das BIP gehört verboten. Und zwar sofort.
      von Sven Böttcher

      Ohne Wachstum ist alles nichts. Vermeldet das heute journal ein „+“ vor dem Bruttoinlandsprodukt BIP, ist „gefühlt“ alles gut. Nur wissen die meisten nicht, dass das BIP Kriege, Katastrophen und Kummer als überaus positiv bewertet, während Frieden, Gesundheit und Glück es massiv herunterziehen. Das BIP „tickt“ also komplett anders als 90% von uns, und dass wir es noch immer nicht verschrottet haben, ist gemeinsames Versagen auf höchstem Niveau. Aber im Grunde fehlt uns nur eine Aha-Erkenntnis, um das fürchterliche Ding endlich vom Hof jagen zu können: Lassen wir unsere alternativen Kennzahlen Freunde werden, dann ist das BIP morgen Geschichte.
      (…)
      „Das BIP misst weder unseren Verstand noch unseren Mut, weder unsere Weisheit, noch unser Mitgefühl […]. Es misst kurz gesagt, alles außer dem, was das Leben lebenswert macht“, und Meinhard Miegel konstatierte am eigentlich längst geschlossenen Grab der teuflischen Nummer, Wohlstand und Wachstum mittels des BIP ermitteln zu wollen entspreche dem Versuch „den Blutdruck mit Hilfe eines Thermometers zu bestimmen“.
      (…)
      Fahren Sie morgens in ihrem privaten PKW unfallfrei zur Arbeit, erzeugt diese Fahrt keinen nennenswerten Zuwachs des BIP – abgesehen von ein paar Euro für Ihre Tankfüllung, ein paar Cent anteiliger Inspektionsrechnung und ggf. dem Preis einer Frühstückssemmel an der Tanke. Verursachen Sie hingegen auf Ihrer Fahrt eine Massenkarambolage auf der Autobahn, erzeugen Sie einen gewaltigen positiven BIP-Zuwachs an Dienstleistungen und Warenproduktion, denn statt der unfallfreien 6,50 € für Sprit und Semmel sorgen Sie für einen Zuwachs von zirka 500.006,50 € in Form von Dienstleistungen (Krankenwagen, Notfallärzte, Sanitäter, Hubschraubereinsatz, Reparaturwerkstätten, Schrottpressen, personeller Aufwand bei Versicherungen, Anwälten, Gerichten, Sachverständigen, Bestattungsinstitut, Krematorium) sowie bei der Warenproduktion: die aufgrund von mehreren Totalschäden erforderliche Fertigung mehrerer Neuwagen veranlasst das BIP zu einem gewaltigen Freudensprung.

      Der Vorfall ist zwar fraglos eine Katastrophe und unter keinerlei Umständen positiv zu bewerten, aber genau das „tut“ das BIP. Beziehungsweise tun wir, indem wir das BIP falsch lesen.

      Das Beispiel lässt sich problemlos überall hin übertragen. Die EHEC-Katastrophe war fürs BIP ein Segen, gesund bleibende Sprossenesser sind es nicht.

      Jedes gesundheitsgefährdende Medikament treibt das BIP hinauf, gesunde Menschen sind komplette Wachstumsbremsen, ein Besuch beim Psychiater ist besser als ein Gespräch unter Freunden, und jeder Einsatz der Mordkommission schafft einen BIP-Zuwachs, während allgemeiner Frieden gefährliche Stagnation bedeutet.

      Aber damit nicht genug. Fehlgeleitet von den allgegenwärtigen Hohepriestern des bedingungslosen Wachstums sind wir noch ein paar Schritte weiter gegangen. Denn wo partout keine weiteren Unfälle oder Katastrophen unserer Beruhigungszahl auf die Sprünge helfen wollen, helfen wir uns selbst, indem wir wenn schon nicht lebensgefährliche, so doch möglichst viele sinnlose Transaktionen finden und befördern – beispielsweise, da unbezahlte Arbeit ins BIP grundsätzlich nicht einfließt, indem wir zwei nebeneinander wohnende Mütter von jeweils drei Kindern animierten, als Tagesmütter berufstätig zu werden und die insgesamt 6 Kinder einfach morgens über den Gartenzaun zu tauschen. Das gefällt zwar weder den Kindern noch den Müttern, wohl aber dem BIP, denn beide Mütter tragen qua Tausch als Dienstleistende zu dessen Steigerung bei. Gleiches gilt für alles bezahlte Zettelsortieren, Formulareerfinden sowie Gesetze-und-Verordnungen-Erfinden also die Hin- und Herverwaltung von Dingen, für deren Hin- und Herverwaltung es keinen vernünftigen Grund gibt – nur, eben, das BIP.

      Wir könnten uns auch den ganzen Tag honorarpflichtig gegenseitig blau anmalen und danach gegenseitig kärchern. Oder, besser noch für´s BIP: Konsumieren ohne Konsumenten. Denn das BIP interessiert ja nur die wirtschaftliche Aktivität, nicht der Akteur, geschweige denn dessen Befinden.

      Das BIP freut sich also, wenn Sie Ihr komplettes bedingungsloses Grundeinkommen bargeldlos für Gas, Strom, Dauerauftrag-amazon-Bestellungen und Pizzadienste ausgeben, das BIP freut sich auch, wenn die ganzen Pakete und Pizzen, die unberührt vor ihrer Tür stehen, alle 2 Wochen vom Müllroboter abgeholt und entsorgt werden. Denn dass Sie seit 2 Jahren tot in ihrer Wohnung liegen, ist dem BIP ja herzlich egal.

      Weil, eben, das BIP alles für uns Wesentliche bei seiner sinnfreien Zählerei nicht berücksichtigt – was nicht zuletzt daran liegt, dass wir allem Wesentlichen keinen Preis zugeordnet haben. Das BIP erfasst also den Abbau von Ressourcen oder Menschenleben lediglich positiv als Wirtschaftstransaktionen, nicht aber gleichzeitig (mit negativem Vorzeichen) als Verlust an Vorräten, als Vernichtung von Lebensgrundlagen oder von Leben selbst. Auf der anderen Seite der Bilanz erfasst das BIP erfasst konsequent weder ehrenamtliche Tätigkeiten noch Hausarbeit, Kinderbetreuung oder häusliche Pflege, noch Freiwilligkeit oder Mitmenschlichkeit, geschweige denn Dinge wie Glück und Zufriedenheit. Das BIP kennt nur Preise, keine Werte, was nichts kostet, ist folglich auch nichts wert.

      Das BIP-Denken hat uns geistig wie materiell verarmt. Verloren haben wir Lebensqualität, Sinn und – siehe Massenkarambolage, Sprossen oder andere Katastrophen – eine Menge Leben.

      https://www.rubikon.news/artikel/ruhe-in-frieden-bruttoinlandsprodukt

    • vizero 13 sagt:

      Das ist ja wirklich eine umfangreiche Liste von Fehlfunktionen in unserer Gesellschaft, kann aber ob der Komplexität nie vollständig sein. Ich möchte aber einen Aspekt da noch hinzufügen, der fast immer unter dem Radar bleibt und selten wirlich direkt erwähnt wird. Du hast es ansatzweise angesprochen, aber ich möchte es noch mal ganz klar erwähnen: Die geplante Obsoleszenz, ob es nun die Leuchtzeitbegrenzung von Leuchtmitteln (früher Glühbirnenkartell), die programmierte Lebensbegrenzung von Druckern, die künstlich geschaffene für Rechner durch immer neuere Leistungssteigerungen, Lebensdauerbegrenzung von Autos (schon in den 1980er haben Ingenieure gesagt, es wäre theoretisch möglich ein 3l-Auto mit einer Lebensdauer von 3 Millionen Km (in Zahle: 3 000 000) zu bauen mit Wartungsintervallen von 50 000 km). All das führt nicht nur zur Entwertung der für deren Herstellung geleisteten Arbeit, sondern auch für eine Verschwendung von Energie und Ressourcen, pusht aber das BIP ordentlich.
      Jedenfalls wird damit auch jede sinnvolle Arbeit in der Produktion zu einem großen Prozentsatz zu einem Bullshitjob.

  19. Jack-in-the-Box sagt:

    Ein paar Anmerkungen :-)
    Es war einmal, da meinte ich, wir müssten alle Weltbürger werden, weg mit den Nationalstaaten, EINE Welt usw. (Ich kann u.a. 5 Nationalitäten in meiner Familie vorzeigen) und ich hätte mich als einen Internationalisten gesehen – bis mich die EU und erst recht der WEF etc. gelehrt haben, dass die Frage von Nationalstaaten vs. Staatenkonglomerationen wie die EU oder gar eine Weltregierung nicht das Problem sind. Das Problem ist eindeutig das SYSTEM.Erst wenn das überwunden wäre, kann man über solche Fragen nachdenken.
    Ergänzung: Unterdessen sehe ich Corona als ein beabsichtigtes Vorspiel um Angst und Hysterie „einzupflegen“ und diese nun auf Russland (und China) übertragen zu können. Wer es nicht für Absicht hält – es hat auf jeden Fall so funktioniert. Hier ist offensichtlich die Diskussion ebenfalls bereits auf eine offizielle Wahrheit reduziert.
    Ja, seien wir radikal :-)
    PS: Wer gern wissen möchte, was ich mit „SYSTEM“ meine, bekommt das am besten von Prof. Dr. Claudia von Werlhof (das war schon 2012) hier beschrieben:
    https://www.youtube.com/watch?v=Nzl8ipJfY0c

    • Jack-in-the-Box sagt:

      Nachtrag. Frage: Wie soll „Mitsprache“ oder „Demokratie“ funktionieren, wenn die fachlich hochentwickelte Manipulation, die Bewusstseinsindustrie, sich mühelos in den Besitz des „Denkens“ der Massen zu setzen vermag. Da funktioniert jede Neutralisierung jeglicher Kritik hervorragend. Die „unsichtbare Hand“ gleicht einer Knochenhand, die sich um die Gehirne der Menschen schließt.
      Damit ist jede Diskussion beendet.

    • Jack-in-the-Box sagt:

      Noch ein Nachtrag:
      Freut mich zu hören, dass Frau Guérot nichts vom Gendern hält, denn dabei geht es ja nur um eine Heuchelei, die besagen soll, dass Frauen emanzipiert seien. Ein weiteres schönes Beispiel: Wir sagen nicht mehr Zigeuner sondern Sinti und Roma. Haben wir das akzeptiert, sind wie bei den Guten und können dann die Zigeuner (!) guten Gewissens so mies behandeln, wie vorher auch.
      Da wären wir wieder beim SYSTEM, das weder emanzipierte Männer noch emanzipiere Frauen kennt, kennen kann.

    • Jack-in-the-Box sagt:

      Schließlich zur Utopie, deren eine ich mir selbst auch "aufgebe" zu haben. Jedoch:
      Neustart, Sinn gegen Geld, Ökosphäre statt Geld, und nicht unter der Schwab'schen Knute eines "wir werden nichts besitzen und glücklich sein" – während die bekannten 0,001% alles und uns (sic!) besitzen, analoges statt virtuelles Leben usw. usw. – und kein Silberstreif am Horizont.
      Da finde ich dann bei Beckett die Antwort: "Warten auf Godot".

  20. eisenherz sagt:

    Als der Moderator Herr Meyen zum Ende des Gespräches bei Frau Ulrike Guérot zweimal nachfragen musste, welchen Preis sie persönlich bereit ist zu bezahlen, für ihr Erweckungserlebnis, in ihrem sozialem und beruflichen Umfeld, zweimal die Frau nur mit ausweichenden Floskeln geantwortet hat, habe ich ausgeschaltet.
    Und in fast jeder ihrer Antworten irgendein ein englisches Zitat zum Besten geben, das erinnert an die europäischen Königshöfe, wo jeder, der dazugehören wolle, sich mit Sätzen aus der französischen Sprache vom Pack abheben wollte.

    • Jack-in-the-Box sagt:

      Bürgerliche und Intellektuelle stehen fast durchgehend immer schon auf der Seite des Systems. Frau Guérot hat sich schon ein beträchtliches Stück davon entfernt und als Aufsteigerin ihre Wurzeln nicht vergessen :-).
      Aber „wir“ kommen alle nicht an Erich Mühsams Gedicht vorbei:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Revoluzzer
      Und wer ohne ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein….

  21. Für die Kritiker wg. WEF etc. an Frau Guérot, siehe dieses Video.
    Es erklärt, dass auch Frau Guérot "professionellen Angriffe ausgesetzt war, wie unsererseits.

    https://punkt-preradovic.com/das-versagen-der-linken-ist-kolossal-mit-prof-dr-ulrike-guerot/

    • Querdenker sagt:

      Ja, schon, aber das macht sie keineswegs besser oder schlechter. Der Mob, tschuldigung für den Ausdruck, beißt doch nur noch wild um sich. Ein sehr "schönes", zumindest bemerkenswertes Beispiel findet sich hier:
      https://reitschuster.de/post/welt-retten-aber-nur-mit-richtiger-frisur/

      Frau Guérot sieht sich nach wie vor systemzugehörig, das entnehme ich zumindest ganz klar dem Interview Sie wundert sich nur, wie sie auf einmal von ihrer "eigenen Seite" attakiert bzw. ignoriert wird.

    • _Box sagt:

      Den kritischen Geist aber auch bitte auf den Herrn Reitschuster anwenden. Das tut nämlich not. Als z.B. Herr Steimle ab ca. Minute fünfzehn auf die Rolle des Kapitals (BlackRock) zu sprechen kommt, "die Politiker sind die Handlanger des Kapitals," beginnt dem Herrn Reitschuster das Gesicht zu gefrieren und er lenkt zurück auf eine Handlagerin (Merkel):

      Boris Reitschuster im Gespräch mit Uwe Steimle
      Von rr am 26. November 2021
      https://hinter-den-schlagzeilen.de/boris-reitschuster-im-gespraech-mit-uwe-steimle

      Mit Fehletikettierungen ist er auch recht freigiebig, CDU/CSU fahren einen "linksgrünen Kurs" und Deutschland wächst in einen "Ökosozialismus:"

      Maaßen: Rot-Rot-Grün „will aus Deutschland ökosozialistisches Disneyland machen“ Der Ex-Verfassungsschutz-Präsident im Interview
      https://reitschuster.de/post/maassen-rot-rot-gruen-will-aus-deutschland-oekosozialistisches-disneyland-machen/

      Für do einen gequirlten Unsinn ist der Herr Maaßen natürlich der erstbeste Gesprächspartner:

      Hans-Georg Maaßen und die „linksradikalen Kräfte in der SPD“. Wenn der Wahnsinn einen Lauf hat.
      07. November 2018 um 10:10 Ein Artikel von Wolf Wetzel

      Der ehemalige Chef des deutschen Inlandsgeheimdienstes (mit dem Fake-Namen „Verfassungsschutz“), Hans-Georg Maaßen, hat vor Kameraden befreundeter Geheimdienste am 18. Oktober 2018 in Warschau eine Rede gehalten.

      Nun ist sie auch der Öffentlichkeit bekanntgemacht worden. Man ist parteiübergreifend empört – bis auf die AfD, die ihn ins Herz geschlossen hat. Nicht aus Dummheit, sondern aus Dankbarkeit und innerer Verbundenheit. Von Wolf Wetzel.
      (…)
      Mit folgendem Versprechen warb der Inlandsgeheimdienst unter Führung von Hans-Georg Maaßen 2015 um neue Geheimdienstmitarbeiter/innen:

      „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und ich kann sagen, in manchen Bereichen unseres Hauses kann man all das machen, was man schon immer machen wollte, aber man ist straflos, zum Beispiel Telekommunikationsüberwachung.“ (Zitat aus einem Gespräch mit dem Sender MDR Info, 2015)

      Keiner der politisch Verantwortlichen hat diesen Aufruf zu Straftaten im Amt zurückgewiesen oder den Urheber zur Rede gestellt. Völlig unbehindert hat der scheidende Verfassungsschutz-Präsident Maaßen dieses Versprechen eingelöst – nicht nur für sich. Bei uns dürfen Sie die Sau rauslassen – unter diesem Motto lebt sich‘s gut, auch im einstweiligen Ruhestand.
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=46927

      Abschließend noch dieser Hinweis:

      Reitschuster: Ohne Haltung? Ohne Ideologie? – „Ich würde mich schämen, würde ich nicht einseitig Position beziehen“

      In der „Corona Pandemie“ haben es so einige bemerkt: unsere Medien berichten extrem einseitig und nur allzuoft durch eine regierungsfreundliche Brille. Die „alternativen Medien“ erleben seitdem einen Boom ohnegleichen – Boris Reitschuster wird da oft als Aushängeschild genannt. Ein Gastautor hat sich einige seiner Artikel zum Ukrainekonflikt näher angesehen und muss ein ernüchterndes Fazit ziehen.
      Von Corona Blog
      21. März 2022

      In den letzten Tagen sind auf Reitschuster.de immer wieder Gastbeiträge erschienen, die dem Lesern einreden wollen, dass in der Ukraine Rechtsradikale und Nazis praktisch nicht vorhanden sind und nur die russische Seite darauf aus ist Zivilisten zu töten.
      https://corona-blog.net/2022/03/21/reitschuster-ohne-haltung-ohne-ideologie-ich-wuerde-mich-schaemen-wuerde-ich-nicht-einseitig-position-beziehen/

    • Querdenker sagt:

      "Den kritischen Geist aber auch bitte auf den Herrn Reitschuster anwenden. Das tut nämlich not. Als z.B. Herr Steimle ab ca. Minute fünfzehn auf die Rolle des Kapitals (BlackRock) …"

      @_Box: Tschuldigung: Auf welches Video beziehst Du Dich hier, kann grad' nicht ganz folgen …

      Davon abgesehen, Herr Reitschuster ist natürlich ein nochmal ganz andere Fall. Frau Ulrike Guérot höre ich ab und zu durchaus gern zu und sortiere das für mich Interessante aus. Und da ist durchaus einiges Intelligente dabei, was sie so sagt. Herrn Reitschuster ist, sofern er gegen ein bestimmtes Thema eingestellt ist, nur noch zu übelste Propaganda und Verleumdung in der Lage.

    • _Box sagt:

      Das unter dem Absatz mit der Erwähnung von BlackRock:

      Boris Reitschuster im Gespräch mit Uwe Steimle
      Von rr am 26. November 2021
      https://hinter-den-schlagzeilen.de/boris-reitschuster-im-gespraech-mit-uwe-steimle

    • Querdenker sagt:

      @_Box: Ah, danke :-)

      Tja, Reitschuster, die Corona-Artikel lese ich durchaus noch. Der Rest, insbesondere wenn es um Russland geht, ist in die Tonne zu treten, leider :-(

  22. Ursprung sagt:

    Statt Interviews nun Dialogaufzeichnung in diesem Format? A priory nichts dagegen zu sagen.
    In diesem Dialog, sozusagen einer zwischen zwei Leuten, die nur im elaborierten Sprachstil kommunizieren und zwar durchgehend ohne auch nur einen Bruchversuch, z. B. mal fuer auch Sprachrestriktive, wirkt der Dialog eintoenig, einschichtig.
    Und auch die Tiefe zu anderen Denkebenen fehlt damit. Nichts streift Bewusstseinsebenen, Kein Raum zu Rueckkoppelungen aus und zu dem Gesellschaftspolitischen, zu moeglichen Sozialbruechen, Soziopathologien in Regionen. Keine Hinterfragung von Vor- und Nachteilen oder Gefahren bei der Vertreterin des Wunsches zu einer "europaeischen Zentralregierung".

  23. Das war mal 'ne Briefmarkenfolge – zackig und klebrig (im Sinne von fesselnd)

  24. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Frau Guerot hat am WEF 2017 https://www3.weforum.org/docs/WEF_Policy_Group_Members.pdf und an der Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen.

    Das könnte eine wichtige Information sein, um im Interview wenigstens nach den Initialzündungen des Bewusstseinswandels von Frau G. zu fragen. War mal Praxis hier! Hype gibt es genu
    C. Stahmer-Weinandy

    • _Box sagt:

      Die Teilnahme an diesen Formaten wurden im Gespräch erwähnt, ebenso wie sie diese Formate empfand.

    • Jack-in-the-Box sagt:

      Sehen wir das mal positiv. Es gibt keinen "Krieg" in dem es nicht wünschenswert wäre, das Hauptquartier des Gegners auszuspionieren :-)

  25. AndreasB sagt:

    Ich finde es schade, dass man diese Frau, die in Ihrem Leben nie gearbeitet hat lobt und von einer Bilderbuchkarriere spricht. Die "Arbeit" war nichts und nie in der freien Wirtschaft. Das einzige was ihre "Arbeit" benötigte war gehörig zu sein. Das "Elitestudium" sicherlich finanziert durch reiche Eltern. Ich Kenne hunderte Leute mit Jobs in der freien Wirtschaft, die mehr als diese Frau gearbeitet haben. Das Buch garantiert von Helferlein geschrieben und noch schnell ungeschwenkt bei Corona für ihren Narzissmus.

    • AndreasB sagt:

      Das Buch nachdem man genug Geld für nichts eingesteckt hat und finanziell ausgesorgt hat. Echt schade dass solche Menschen so gelobt werden. Was kommt als Nächstes? dass Bärbock und Habeck qualifiziert seien und eine Karriere hingelegt haben wie niemand anderes?

    • Jack-in-the-Box sagt:

      Das ist eine gar zu schnelle Abwertung. Frau Guérot weist auf ihren Ursprung einfacher Verhältnisse hin. Zudem gab es Zeiten, in denen ein Aufstieg möglich war – auch ohne Geld. Später wohl eher nicht mehr.
      Und dann schließt sich daran das ganze schwierige Kapitel einer Aufsteigerproblematik an, die so einfach nicht zu lösen ist. Hast Du ein Leben lang Bagger gefahren, dürfte das nicht notwenig als Qualifikation ausreichen. Man kann auch mal überlegen, ob Lenin nun ein bourgeoiser Intellektueller war oder ein Revolutionär? Auch Castro war Jurist und Che Guevara ein Arzt. Wie wolltest Du nun dieses Problem lösen? Wenigstens mussten die Leute in der DDR vor dem Studium eine Weile in der Produktion arbeiten :-)
      Und warum soll sie ihr Buch nicht selbst geschrieben haben? Ich traue ihr das zu im Unterschied zu den benannten Tricksern, deren es längst natürlich sehr, sehr viele gibt, ohne Weiteres zu.
      Heißt nicht, dass da nicht noch Raum für Diskussionen wäre…

    • vizero 13 sagt:

      Zit.: "Ich Kenne hunderte Leute mit Jobs in der freien Wirtschaft, die mehr als diese Frau gearbeitet haben."
      Waren das wirklich sinnvolle oder Bullshitjobs, die es in der Wirtschaft nur allzu häufig gibt?

    • vizero 13 sagt:

      Zit.: "Echt schade dass solche Menschen so gelobt werden. "
      Warum unbedingt so reflexartig auf ihrer Vergangenheit rumhacken? Seid doch froh, dass diese Frau angefangen hat, das System zu hinterfragen und sich aus der Propagandamatrix zu lösen.
      Und perfekt auf dem richtigen Kurs sind wohl die wenigsten unter uns, wenn überhaupt.

    • Andreas I. sagt:

      @ AndreasB
      "diese Frau, die in Ihrem Leben nie gearbeitet hat"

      Wenn man unter Arbeit ausschließlich körperliche Arbeit versteht …

    • Kaja sagt:

      Das (in meinen Augen) Bashing gegen Professor Guèrot finde ich nicht richtig.
      Wenn sich Intellektuelle kritisch und sogar gegen die "C"-Maßnahmen zu Wort melden, passt es offensichtlich nicht und wenn Intellektuelle schweigen, scheint es auch nicht zu passen. Was nun?

  26. Ein Bombenformat. Danke. Und ich freue mich auf die nächsten Folgen!

  27. Querdenker sagt:

    »Aber ist das überhaupt alles noch "wichtig"? «

    @Dav_Oz: Ich mach es ganz kurz, weil @_Box schon alles wesentliche zu geschrieben hat. Ja, es ist wichtig, denn es geht hier nicht um den Spleen von irgend jemand etwas mal anders zu schreiben. Nein, es geht darum um eine bestimmte Ideologie, hier die der identitären Bewegung, zu transportieren, mit der ich mich gar nicht einverstanden erklären kann.

    Und es funktioniert immer so in Diktaturen (habe 30 Jahre Erfahrung), nach dem Motto, ach das ist doch nicht so schlimm, kann man doch mitmachen, ist doch eigentlich nicht so wichtig etc. pp. um bestimmte Ideologie zu etablieren.

    Ob Frau Guérot das nun absichtlich macht oder unbewusst, ist dabei nicht entscheident. Wie sagte sie so schön im Interview, sie ist in der Frage recht »agnostisch«, man könnte auch einfach sagen »merkbefreit«.

  28. _Box sagt:

    Besten Dank an Frau Guérot und Herrn Meyen für das Gespräch, es wurden einige Aspekte beleuchtet die in dem allgemeinen vorsätzlich herbeigeführten Chaos bewußt für eine breitere Masse ausgeblendet werden.

    Z.B. daß es bei den Treffen der "Eliteclubs" natürlich hauptsächlich nur um die Herstellung von Konsens geht und nicht um eine Verbesserung in irgendeiner Form von dessen was man gemeinhin ein Leben für die meisten Menschen nennen könnte.

    Der von Frau Guérot unternommene Aufruf und Brückenschlag ist natürlich unterstützenswert.

  29. notwendig sagt:

    Tanz auf dem Rand eines aktiven Vulkans und solche Köpfe als Sicherheitsleine. Danke, ihr macht mir Mut.

  30. Karin sagt:

    Bin ich noch fassungslos über den durchschnittlichen dt. Wissenschaftler? Sofortiges wissenschaftliches Recherchieren , sauber denken und analysieren ist wohl zu viel verlangt.
    • Am 16.03.2020 verkündete Bundeskanzlerin Merkel den ersten Shutdown,
    am 18.03.2020 spricht sie in einer Fernsehansprache von einer Herausforderung von "historischem Ausmaß".
    Zu dem Zeitpunkt waren lt. RKI von den 1,6 Millionen Einwohnern in meinem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 56 Personen positiv getestet und NULL an Corona verstorben.
    bis zum
    18.03.2020 I BRD gesamt BRD gesamt % I MVP MVP%
    ————————————————————————————
    positiv getestet I 8198 0,10% I 56 0,00%
    ———————————————————————————–
    COVID19-Todesfälle I 12 0,00% I 0 0,00%

    • Querdenker sagt:

      Ja, ein neues System zu implementieren, ist nicht immer ganz so einfach, da kann es schon mal ein paar Inkonsistenzen geben. Aber jetzt läuft's glaube ich doch ganz "gut". So mit ca. 2 Mio. Tests/Woche, wir schaffen das ;-(

  31. Querdenker sagt:

    Schön, dass Frau Guerot selber sagt, dass ihr neues Buch "gegendert" ist (so ab 55:00 ). Ich hatte nach ihrem Interview bei den "Neulandrebellen" eigentlich Lust auf das Buch und wollte es mir kaufen. Aber gendertes "Zeug" kommt mir nicht ins Haus, da halte ich es mit Peter Hahne, alles was mir gendert geschickt wird geht wieder zurück. Gut hier spare ich mir jetzt noch die Retoursendung.

    Frau Guerot meint, das mit dem Gendern wäre mehr so eine "umgekehrte Gehorsamsgeschichte". Mit "Gehorsam" hatte ich es nie so recht …

    • Dav_Oz sagt:

      [Gut, das ist sicherlich Geschmacksfrage auch mir erschließt sich das Gendern nicht zumal es genug Sprachen ohne Genus-Makierungen gibt. Das unerbittliche nach Schema F (*in etc.) erinnert mehr an die maoistische „Kampagne zur Erschlagung der Spatzen“. Weshalb sollte sich jemand, der sich weder als "männlich" noch als "weiblich" empfindet von einem grammatischen Genus ausgeschlossen oder nicht angesprochen fühlen?
      Z.B. deutet die Endung "-en" (z.B. "die Studenten") entweder "ausschließlich männlich /Plural" oder "unbestimmt[Leerstelle]/Plural" an, wie vieles in der Sprache löst sich die Ambivalenz meistens durch den Kontext auf.
      Ebenso gut könnte man auf die Idee kommen den doppeldeutigen Artikel "die" (Mehrzahl oder grammatisch weiblich) durch einen "neutralen" Plural wie etwa "die*r" zu ersetzen.
      Es ist also eine Wahl des Sprachstils und ein "Signalisieren" gegenüber "Peers". Mittlerweile auch eine Art "Globalistensprech". Was zusätzlich nachdenklich stimmt ist vielmehr die dahinter versteckte flache Überzeugung, dass ein "richtiger" Gebrauch der Sprache die Wahrnehmung der Welt ("Referenz") zum "Positiven" verändern mag.
      Eine vulgäre und sehr selektive Auslegung der Sapir-Whorf-Hypothese.]

      Aber ist das überhaupt alles noch "wichtig"? Jeder hat noch sein altes luxuriöses Gepäck an persönlichen Ansichten von Vor-Corona. In den Zeiten wo Artikel 3 GG mit Füßen getreten wird ist das fast schon herzerwärmende Nostalgie.
      Wer hätte gedacht, dass Ken Jebsen und Henryk M. Broder de facto unisono für das GG einstehen?

      An den Taten sollst Du sie erkennen.

    • _Box sagt:

      Beim Gendern, wie auch bei der sog. Rechtschreibreform, plus den zugehörigen "Nachbesserungen," ging es nie darum etwas zu verbessern oder zum "Positiven" zu wenden. Es ging wie stets um angewandte Herrschaftsmethodik, Bevölkerungskontrolle durch Ablenkung auf Nebenwidersprüche, Spaltung und Zensur.

      Dazu Robert Pfaller:

      Die Schaffung einer ganzen Kaste von Beauftragten, die im Namen von Benachteiligten sprechen und an deren Stelle Vergünstigungen beziehen, ist eine effiziente Maßnahme zur Stabilisierung bestehender Benachteiligung und zur Sicherung wachsender Ungleichheit. Denn wenn in einer Gesellschaft die Einkommensunterschiede sich verschärfen, werden die Verteilungskämpfe härter. Da ist es – wie in jeder Herrschaftssituation – günstig, Kollaborateure heranzubilden. Man ermöglicht Leuten, die sonst meist vergleichsweise wenig Qualifikation innerhalb ihres jeweiligen Apparats aufweisen, einen gewissen sozialen Aufstieg und Zugang zu Kontrollfunktionen in ebendiesen Apparaten. Klarerweise werden die Kollaborateure bestrebt sein, dies ihren Gönnern zu danken. Und sie werden in klugem Eigeninteresse sämtliche Aufgaben und Anliegen, für die sie stehen, immer nur so weit betreiben und vorankommen lassen, dass sie selbst nicht überflüssig werden.
      Mit großem Pathos stets gegen irgendeine Benachteiligung ins Feld ziehend – und dadurch jede gegen sie selbst gerichtete Kritik erstickend -, werden sie tunlichst dafür sorgen, dass diese Benachteiligung niemals gänzlich aufhört. Gleichbehandlungsarbeitskreise an Universitäten zum Beispiel geben vor, weibliche Wissenschaftskarrieren zu fördern, indem sie in die Ausschreibungstexte „Genderkompetenz“ als Anforderung hineinreklamieren. Das hat zur Folge, daß junge Wissenschaftlerinnen, um bessere Chancen zu gewinnen, sich verstärkt mit Genderthemen beschäftigen müssen. Dadurch aber vernachlässigen sie andere Fragen, und es wird in der Folge sowohl für Universitäten mit bestimmten inhaltlichen Zielsetzungen als auch zum Beispiel für Veranstalterinnen von Symposien oder Fernsehdiskussionen zu anderen gesellschaftlich relevanten Themen zunehmend schwieriger, überhaupt geeignete weibliche Expertinnen für solche Themen zu finden. Frauen bleiben dann weiter unterrepräsentiert. Umso notwendiger, können die Arbeitskreise dann rufen, ist unsere Tätigkeit.
      So gelingt es, die in Schach zu haltende Gesellschaft mehrfach zu spalten: Die Beauftragtenkaste in den Verwaltungsapparaten von denjenigen, die für Produktivität sorgen müssen; einen Mittelstand mit hehren moralischen Gefühlen für ferne Benachteiligte und hohem, daraus entspringenden Distinktionsgewinn von einer Unterschicht, die sich solche Gefühle und den dazugehörigen verklemmten akademischen Jargon immer weniger leisten kann; eine Opfer- oder Interessengruppe von der anderen; die nach Gleichheit Strebenden oder faire Konkurrenz Fordernden von denen, die Sondervergünstigungen beanspruchen.
      So wird unter dem Anschein von Emanzipation das Gegenteil bewerkstelligt: Sowohl Solidarität als auch Mündigkeit werden verhindert; Bestrebungen nach Gleichheit werden auf unbedeutendere, kleinere Problemfelder umgelenkt, und berechtigte Empörung wird durch peinlich genaue Sprachregelungen entweder stumm oder kleinlaut gehalten.

      Gutgemeinte Worte werden böse

      Die zwiespältige Rolle der Verwaltungs- und Vollzugsorgane postmoderner Politiken ist ein Grund für ihr wohl auffälligstes Merkmal: ihre gesetzmäßige Erfolgslosigkeit.
      Drei oder vier Jahrzehnte massiver Frauenförderung in westeuropäischen Ländern haben höchstens höhere Frauenanteile in absteigenden Berufssparten wie Kunst, Kulturwissenschaften oder Psychotherapieberufen produziert, aber keine Angleichung der Einkommensniveaus. Regelnde Eingriffe zur Herstellung gendergerechten Sprachgebrauchs haben keine zufriedenstellenden Bezeichnungen hervorgebracht, sondern immer nur neue Unzufriedene: Schien kurzfristig das Binnen-I das geschlechtsneutrale Ei des Kolumbus zu sein, so fühlten sich bald die Transgenderpersonen übergangen, dann kam als vermeintliche Rettung der „underscore“, doch daß dieser eben am unteren Rand der Schriftzeile sitzt, erscheint inzwischen manchen als abwertend; darum muß an seiner Stelle nun unbedingt und definitiv ein Sternchen her. Aber ob dies nun die ideale Lösung ist, und ob es wohl immer die richtige Zahl von Zacken für das Empfinden aller Gruppen besitzt, muß noch abgewartet werden.
      (Robert Pfaller, Erwachsenensprache – Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur, S. 27-29)

      Und:

      Der große Bluff
      Wie der Staat sich die Herrschaft über die Sprache sicherte.
      von Roman Müller

      Die Rechtschreibreform von 1996 hatte mächtige Befürworter, aber zweifelhafte Rechtsgrundlagen. Und sie stand am Beginn einer unheilvollen Entwicklung unserer Demokratien. Anpassungen der Rechtschreibung folgten bisher dem realen Sprachgebrauch im Volk. Erstmals in der Geschichte versuchten Politiker nun Sprache von oben zu verordnen. Ein gefährlicher Präzedenzfall postdemokratischer Machtanmaßung. Denn wer die Sprache der Menschen prägt, prägt auch ihren Geist. Millionen wertvoller Bücher waren nach der Reform nicht mehr verfügbar, wurden aus den Bibliotheken genommen, damit Schüler nicht die „falsche Rechtschreibung“ lernten. De facto eine Art Bücherverbrennung ohne Feuer, der vor allem Werke abseits des kommerziellen Mainstreams zum Opfer fielen.

      https://www.rubikon.news/artikel/der-grosse-bluff

      Im Grunde eine weitere praktische Anwendung Orwellscher Methodik. So ergeben sich natürlich wie gewünscht Trennungen nach Generationen und Klassen.
      Persönlich ergibt sich bei mir stets ein Bruch, beim Lesen eines gegenderten Wortes und wenn das zu häufig geschieht breche ich den Text ganz ab. Vor etwa fünfzehn Jahren begann ich ein Buch von Attac zu lesen, nach ca. dreissig Seiten mußte ich abbrechen da kein Lesefluß zustande kam.

    • Querdenker sagt:

      @_Box: Danke für den Beitrag, kann ich nur sehr zustimmen!

    • Jack-in-the-Box sagt:

      Box, wie (fast) immer zu 100% auf dem Punkt.
      SPRACHE IST DENKEN.
      Glaubt da jemand, dass die GROSSEN MANIPULATOREN das nicht ganz oben auf ihrer Agenda hätten?

  32. Frau Guerot! Willkommen bei uns! Sie sind in guter Gesellschaft.

    Auf den Mist, der jetzt über Sie hinwegbrausen wird, sind Sie sicher vorbereitet. Dennoch wünsche ich Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit.

    Für Menschenrechte, eine funktionierende Öffentlichkeit, die Republik und ein Ende dieses Wahnsinns.

    • Querdenker sagt:

      Na ja, ich glaube nicht, dass Sie Angst um Frau Guerot haben müssen, sie gehört schließlich zum System. Auch wenn sie in sachen Corona ihren klaren Menschenverstand bewahrt hat.

      Aber sicher haben Sie auch gehört worauf die Arbeit von Frau Guerot in den letzten Jahren zielte? Die vereinten Staaten von Europa zu schaffen. Aber nicht etwa nach dem Vorbild der USA, wo jeder einzelne Staat weitreichende Rechte besitzt. Nein, Frau Guerot ist für die Abschaffung aller Nationalstaaten und für nur noch ein Parlament. Wohin das führt und wie leicht eine solche zentralistische Regierungsform von Lobbyisten für ihre Zwecke genutzt werden kann, sehen wir ja heute schon an Brüssel, leider :-(

    • Leider ist die EU ein solches Unterdrückungsinstrument. Die Vorwürfe sind ja altbekannt: undemokratisch, Euro-Desaster am Beispiel Griechenland, Elitenprojekt.

      Ich habe gar kein Problem damit, mit Alemannen, Portugiesen, Iren, Maltesern, Zyprioten usw. ein Staatswesen zu teilen, mit ausreichend föderalen Struktur und – das ist wichtig – demokratischer und rechtsstaatlicher Verfassung und direktdemokratischen Verfahren.

      Doch all das hat die EU noch viel weniger als der bundesdeutsche Nationalstaat. Alle Versuche dieses technokratische Elitenprojekt zu demokratisieren sind kläglich gescheitert (Diem24, Sonneborn). Ich hätte gerne endlich eine Volksabstimmung dazu, ob wir bei dieser Nummer mitmachen wollen und ob wir diese Wahrung haben wollen.

    • netzwerk sagt:

      Ihre Europa Idee ist eine andere als Sie es hier andeuten. Dazu hat Sie als Funktionssprechwerkzeug einige wichtige Dinge zu sagen(es gibt da Literatur von ihr). Die Professionalität ihrer Antworten sind hervorragend eingeübt manchmal leuchtet vom Herrn Professor Frager 😉einige Dinge hindurch doch noch zu wenig. Auf jeden Fall sind mehr als Allgemeinplätze gefüllt worden und daher beachtenswert vielen Dank im übrigen. Die Hinterfragung müsste sich immer darum drehen wenn sie schon ihre Köpfe zusammenstecken warum sie sich nie … in Distanz zu sich gehen. Dort entsteht erst ein neues betrachten der Dinge.

    • Kaja sagt:

      Weshalb Frau Prof. Guérot für die "Vereinigten" Staaten von Europa ist und die Nationalstaaten abgeschafft haben möchte, erschließt sich mir nicht. So wird der Mensch erst recht zur Verfügungsmasse Dritter. Es müssen kleinere Einheiten, Länder oder Staaten genannt, bleiben, um den Menschen auch eine (kulturelle, soziale) Identität zu bewahren und sie nicht zu einer Nummer im System verkommen und sie auf diese Weise manövrierbar für Dritte zu machen.

      Menschen müssen unbedingt (vorn Rechts wegen) die Möglichkeit haben, die Gesellschaft in ihren Einzelheiten und im Ganzen zu überlblicken und sich in der Gesellschaft, in der sie leben, von alleine zurechtzufinden. Warum gibt es denn die vielen Sozialvereine? Weil die die Menschen im Grunde genommen anleiten zu leben und ihre alltäglichen Besorgungen zu tätigen. Hiermit werden die Menschen aber zu Hilflosen, die am Gängelband der Vereine sind, die Herrschaftswissen besitzen und dies den Hilflos-Gemachten nur preisgeben, wenn die Hiflos-Gemachten parieren.

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