Im Gespräch: Eva Schweitzer (“Links blinken, rechts abbiegen”)

Dr. Eva C. Schweitzer ist eine promovierte Amerikanistin und Journalistin, dekoriert mit dem Theodor-Wolff-Preis.

Sie war Redakteurin bei der “taz” und beim Tagesspiegel. Seit 2000 arbeitet sie als USA-Korrespondentin für die Zeit, die Berliner Zeitung, die Financial Times Deutschland, die Frankfurter Rundschau und Cicero.

Ihr neues Buch “Links blinken, rechts abbiegen” beschreibt die unheimliche Allianz zwischen Neurechten, woken Antideutschen und amerikanischen Neokonservativen.

Der Journalist und Autor Dirk Pohlmann geht “Im Gespräch” mit Eva C. Schweitzer diesem Phänomen auf den Grund.

Inhaltsübersicht:

0:00.54 Was sind die Wesenselemente der Antideutschen?

0:12:09 Die militärische Rolle Deutschlands nach der Wiedervereinigung

0:16:28 Die Protagonisten der antideutschen Bewegung

0:21:28 Wendepunkt 9/11

0:36:13 Die “One-Drop-Rule”

0:48:24 Die “taz” und die linke Bewegung

0:53:08 Antidemokratische Strömungen in den USA

0:59:30 Der Kern der antidemokratischen Ideologie

1:08:11 Wie kam es zum Neokonservatismus?

1:14:31 Was wird in Zukunft aus dem antideutschen Phänomen?

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Kommentare (36)

36 Kommentare zu: “Im Gespräch: Eva Schweitzer (“Links blinken, rechts abbiegen”)

  1. Juno sagt:

    Interessantes Thema, aber nachdem Frau Schweitzer zu zwei Themen – bzw zur Bekräftigung ihrer Antworten – sagte :
    "Das können Sie in jeder Tageszeitung nachlesen'",
    habe ich abgeschaltet.
    Dass ein Pohlmann so etwas in einem Gespräch einfach stehen lässt, ist mir unverständlich.

    • flowryan sagt:

      ZUm Block ab MInute 53:

      Mir ist in vielen Berichten aufgefallen, dass in den USA oft darauf gesetzt wird, dass die 'Masse' die 'Probleme' selbst regelt. Hier ist es die schlimme Geschichte eines jungen deutschen Einwanderers, der vom Mob gelüncht wird, die mich aufhorchen lässt. Im Format 'History' gibt es einen Beitrag, in dem in zahlreichen Beispielen geschildert wird, wie der Mob gegen unliebsame Sündenböcke – meistens Nicht-Weiße – brutalst vorgeht, den Staat formal inoffiziell im Rücken.

      Ich habe mich während der großen Menschlichkeitskrise der letzten 2 Jahre oft gefragt, ob es nicht ein erklärtes Ziel der Aufhetzung der Bevölkerung in Deutschland war, derartige Progrome zu provozieren, so wie das in den USA aus historischer Sicht leider normal zu sein scheint.
      Und ich glaube, dass hier genau das versucht wurde und möglicherweise weiter versucht wird, wenn die Zeiten wieder günstiger sind.

      Zum Glück hat sich die Deutsche Bevölkerung bis jetzt zu so etwas nicht hinreißen lassen.

      Doch merke: Auf institutioneller Ebene hat das hier in D wunderbar funktioniert.

  2. Frowe Hulda sagt:

    Mir scheint so ziemlich jeder Kommentar hier, fundierter und logischer als das, was die gute Frau schwätzt.
    Das Interview dient eher der Ablenkung und Verwirrung als der systematischen Aufklärung von irgendwas

  3. MaxPowers sagt:

    Wenn Ken wiederkommt + intelligente Gäste wieder eingeladen werden, werde ich meinen Dauerauftrag auch wieder aktivieren.

  4. Vielleicht sollte man mal Daniala Dahn zu diesem Thema DDR und DDR Reformatin einladen… sie selbst war eine oppositionelle in der DDR… im Sinne gegen den Strom schwimmen… und erzählt aus eigener Erfahrung, das die intellektuelle Opposition in der DDR nie den kapitalismuss sondern eine reformierte DDR wollte… Selbst die Bevölkerung wollte… bis dann die Westbusse kamen… mehrheitlich eine reformierte DDR, und vor allem keinen Raubzug gegen den Osten… (5% waren für einen kapitalismuss laut umfrage 1989) der nach der Währungsrform stattfand… die ja selbst schon ein gewolltes Todesurteil für die immer noch unter gegebenen Umständen halbwegs gut funktionerende Wirtschaft war… Die DDR wurde letztlich feindlich occupiert…die ddr spitze hat es aber auch zu gelassen… bzw. haben nur versucht zu reagieren statt zu agieren Krenz war ja da schon aus dem Spiel….

    Es lohnt sich Ihre Bücher zu lesen… sachlich, pointiert und gelegentlich trotzig… mit vielen interessanten Informationshäppchen im guten Stil präsentiert

    https://www.youtube.com/watch?v=4aYkaCQFI6M

    Zu Eva Schweitzer:

    Ich habe 2/3 des Viedos gesehen… und hatte für mich eher den informationsgehalt… mal schauen wie so nen westdeutscher Klicheewessie tickt in Bezug auf die DDR… als Studium am lebenden Objekt ;)

    Es war eher grausig… sie hat wohl nen paar Artikel oder bestenfalls ein mäßig gutes Buch über die antideutschen gelesen, sonst müsste sie wissen: das nicht nur fehler der Piratenpartei sondern presse und Antideutsche Unterwanderung in der Piratenpartei ihr übriges taten um die piratenpartei zu schwächen bzw.zu kapern… auch an anderen stellen mangeld es arg an detailwissen… und ich bin kein experte… sie scheint oft nur sehr oberflächlich zu denken… Pohlmann hat aber trotzdem ein paar interessante Informationen aus ihr rausholen können… aber Dirk such Dir echte Intelektuelle… die tiefer denken … in mehr grau… ;)

    wenn man als westintellektuelle auf dem gebiet der ddr myten nachläuft… mag das verzeilich sein… schliesslich war im westen die propaganda ganz gut… aber als antideutsche expertin erwarte ich dann doch mehr…als das was ich in nem guten artikel und längerem artikel lesen kann… aber dafür hätten 5-10 min gereicht

  5. Mike Ahrend sagt:

    Ein sehr schwaches Interview, die Interviewte beantwortet kaum eine Frage, meist gibt sie eine Gegenfrage zurück. Dirk Pohlmann merkt man wie immer seine Sozialisierung im Westen an. Schade.
    Das Ken Jebsen mit seinen schlauen Fragen nicht zu ersetzen ist, war Sonnenklar. Vielleicht kann man sich bei Apolut den Neuanfang etwas leichter machen, in dem man Menschen einlädt, die wirklich was zu sagen haben?

  6. MaxPowers sagt:

    Wir waren am 10.November freudig "rüber" nach Eschwege gefahren. Viele Stunden hat es nicht gebraucht, um zu erkennen wie unbarmherzig und rücksichtslos der Westen ist. Etwas später waren wir sehr froh, wieder nach Hause zu fahren zu können. Ob DDR oder BRD war uns egal, ein besseres Leben hatten sie uns versprochen und aus heutiger Sicht mussten dafür einen horrenden Preis bezahlen.

    • MaxPowers sagt:

      *10.November 1989

    • Kaja sagt:

      Es kam in der DDR darauf an, wo man gewohnt hat und die Familien-Herkunft spielte bei der Berufswahl auch eine entscheidende Rolle.
      Rücksichtslosigkeit gab es auch in der DDR, nur war die nicht so offensichtlich.
      Handwerker in der DDR hatten ein Leben, wie die Made im Speck, denn sie hatten die richtige "Währung": Ersatzteile für dies und das.
      Und wer in Top-Urlaubsgebieten, wie an der Ostsee oder im Harz wohnte, hatte auch die entsprechende richtige "Währung": Urlaubsquartiere.
      Verlierer in der DDR waren diejenigen, die nichts Materielles zu bieten, zu tauschen hatten und nicht in "alternativen Milieus" lebten, wie in Künstler- und Bildungsbürger-Haushalten.

      Die Eingesperrten, wie Ernst Kllee dokumentiert hat, waren die am meisten Benachteiligten in der DDR. Siehe https://www.youtube.com/watch?v=ajh3r2GvfF4
      https://www.youtube.com/watch?v=odtM4k9H4k4

  7. adnil rummut sagt:

    Hier eine fundierte Analyse am ideologischen Fundament des antideutschen Giftes aus emanzipatorischer, kapital- und staatskritischer Perspektive: https://www.youtube.com/watch?v=lMDTedb2J_U&feature=youtu.be

  8. Wortwahlhelfer sagt:

    Ich kann mit dem Interview rein gar nichts anfangen. Viel Gerede, kaum eine Aussage. Es ist Zeitverschwendung, sich so etwas anzusehen.

    Aber da ich schon mal hier bin, möchte ich als anerkannter Verschwörungspraktiker doch einmal Folgendes zu bedenken geben:

    In was für einer Zeit leben wir eigentlich? Kann unsere heutige Zeit mit der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg verglichen werden, gibt es bedeutende Unterschiede? Ich meine, ja, die gibt es, und sie bestehen in erster Linie in den Waffen.

    Schon der erste Weltkrieg war das größte Gemetzel, das die Menschheit je gesehen hatte, und der zweite Weltkrieg hätte ein noch viel größeres Gemetzel werden können, wenn größenwahnsinnige Herrscher wie Adolf Hitler in den Besitz von nuklearen Waffen gelangt wären (Hitler stand bekanntlich kurz davor). Solch ein Gemetzel konnte nicht die Absicht der Weltgemeinschaft sein, und so konnte es damals nur die Absicht der Weltgemeinschaft gewesen sein, solche Gemetzel damals und für alle Zukunft zu verhindern.

    An der Bedrohung durch nukleare Waffen hat sich seitdem nichts geändert, auch heute ist es im Prinzip jedem Studenten der Physik im zweiten Semester möglich, eine Atombombe zu bauen, solange ihm dafür nur die Mittel zur Verfügung stehen, so daß es im Prinzip auch jedem durchgeknallten Machthaber möglich ist, die Weltgemeinschaft mit nuklearen Waffen zu bedrohen, zu erpressen oder gar zu vernichten. Dieser Gefahr kann nur mit Kontrolle begegnet werden, so daß die Absicht der Weltgemeinschaft auch nur in einer Kontrolle von Staaten und Regierungen bestehen kann. Dies bedeutet, daß alle Staaten entweder bereit sein müssen, sich kontrollieren zu lassen, oder daß sie zur Kontrolle gezwungen werden müssen, so daß es auf der ganzen Welt keine freien Staaten mehr geben kann, weil sie ausnahmslos unter der Kontrolle der Weltgemeinschaft stehen müssen. Während also noch vor dem zweiten Weltkrieg die Staaten autark handeln und echte Kriege gegeneinander führen konnten, sind alle Staaten heute gezwungen, sich mit der Weltgemeinschaft zu einigen, und sind damit auch nicht mehr in der Lage, echte Kriege mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegeneinander zu führen. Weltverschwörung ist also keine krude Idee, sondern einfach nur eine Sache der Vernunft.

    Nun war es nach dem zweiten Weltkrieg die Frage, wie eine Kontrolle von allen Staaten in der Welt gewährleistet werden konnte, und weil sich ein Staat in den meisten Fällen aus Millionen von Menschen zusammensetzt, die sich in einem Land über viele hundert bis tausend Quadratkilometer verteilen, mußte sichergestellt werden, daß auch möglichst alle Menschen kontrolliert werden. Es sollte sich von selbst verstehen, daß die Weltgemeinschaft nicht zu einer Kontrolle von jedem einzelnen Menschen der Weltbevölkerung fähig war, so daß die einzige Möglichkeit darin bestand, daß die Staaten ihre Bevölkerungen selbst kontrollierten. Diese Kontrolle konnte aber nicht den Regierungen überlassen werden, denn wie sich im dritten Reich gezeigt hatte, war es einigen wenigen Machthabern mit verhältnismäßig einfachen Mitteln leicht möglich, die Mechanismen der innerstaatlichen Kontrolle auszuhebeln und ein ganzes Volk zu einer Bedrohung für die Weltgemeinschaft werden zu lassen, so daß die Regierungen bei der Kontrolle der Bevölkerung kontrolliert werden mußten. Die Regierungen kontrollieren also die Bevölkerungen und die Weltgemeinschaft kontrolliert die Regierungen, so einfach ist das.

    Nach dem zweiten Weltkrieg war es vor allem die Frage, welche Mittel und Methoden für solch eine Kontrolle effizient sind, wobei grundsätzlich zwei Arten der Kontrolle denkbar waren, nämlich einmal eine direkte Kontrolle durch offene Unterdrückung, oder eine indirekte Kontrolle durch verborgene Überwachung. Es ging nach dem zweiten Weltkrieg also um die Frage, welche politischen Systeme eine Kontrolle besser ermöglichen konnten, und weil diese Frage in der Theorie nicht zu beantworten war, mußten zunächst praktische Erfahrungen gesammelt werden. Die Spaltung der Welt in das sozialistische, zentralistisch geführte System der Sowjetunion und den mit dem Warschauer Pakt angeschlossenen Staaten und das kapitalistische, dezentral geführte System der USA und den mit der Nato angeschlossenen Staaten war also kein Zufall und nicht lediglich eine Folge einer natürlichen Entwicklung, sondern sie war von allen Seiten beabsichtigt und diente allein dem Zweck, die Möglichkeiten der Kontrolle der Welt in der Praxis zu erkunden. Es waren also sehr weitsichtige und kluge Menschen, die damals die Entscheidung getroffen hatten, den sogenannten eisernen Vorhang zu errichten (nein, auch die Kuba-Krise war nie eine echte Bedrohung).

    In diesen Zusammenhang fällt dann auch die Teilung von Deutschland in Ost und West. Noch vor dem zweiten Weltkrieg war Deutschland eine Industrienation, die sich aufmachte, die Weltherrschaft zu erlangen. Deutschland befand sich technologisch an der Spitze der Welt und war damit für die Weltgemeinschaft gleichermaßen die größte Bedrohung wie auch die größte Herausforderung bei der Kontrolle der Welt. Nach dem zweiten Weltkrieg lag Deutschland zerstört am Boden und die Alliierten hätten mit Deutschland im Prinzip machen können, was sie wollten, und tatsächlich gab es auch Pläne, Deutschland in einen Agrar- und Bauernstaat zu verwandeln, jedoch war allen Beteiligten damals klar, daß Deutschland der Weltgemeinschaft als Bauernstaat keinen Nutzen bringen würde, und weil damit die Pläne, Deutschland wieder zu einer Industrienation werden zu lassen, auch die größte Gefahr in sich barg, Deutschland wieder zu einer Bedrohung für die Weltgemeinschaft werden zu lassen, lag es einfach nahe, mit der praktischen Kontrolle von Staaten bei Deutschland den Anfang zu machen. Der Gedanke war einfach: Wenn es gelingen würde, einen Staat wie Deutschland zu kontrollieren, dann könnte es damit auch gelingen, alle anderen Staaten zu kontrollieren. Deutschland war also nach dem zweiten Weltkrieg so etwas wie eine sozialpolitische Versuchsanstalt, und zwar auf beiden Seiten, Ost und West. Nicht nur die DDR war ein Modellstaat nach sowjetischem Vorbild (und mit Spielzeug-Geld), sondern auch die BRD war ein Modellstaat, nur eben nach amerikanischem Vorbild, und daß dabei die Methoden der Kontrolle in den Staaten andere waren. Die ersten 15 Jahre nach dem Krieg ging es um grundsätzliche Fragen der Kontrolle, dann hatte man die Mauer errichtet, um die sozialen Entwicklungen getrennt voneinander besser beobachten zu können. Nach etwa einer Generation, also nach etwa 30 Jahren hatte man genügend Erkenntnisse gesammelt und konnte zur Freilandhaltung übergehen. Also hatte man die Mauer geöffnet und die Deutschen durften sich schluchzend in die Arme fallen, auch wenn sie sich fremd geworden waren und kaum mehr wiedererkannt hatten.

    Erst wenn man die Weltpolitik unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, beginnt man auch, die politische Entwicklungen seit dem zweiten Weltkrieg zu verstehen und ist damit auch in der Lage, politische Entscheidungen der Gegenwart richtig zu deuten und vorherzusehen. Niemand hat die Absicht, einen Atomkrieg zu führen, denn dies ist es schließlich, das man gerade verhindern will, und deshalb finden in der heutigen Zeit auch keine echten Kriege mehr statt, die wie früher mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln geführt werden könnten, und deshalb gibt es auch keine echten Revolutionen und keine echten Putsche mehr auf der Welt, weil jede echte Revolution und jeder echte Putsch einen Verlust der Kontrolle bedeuten würde, an dem die Weltgemeinschaft niemals interessiert sein kann.

    Was uns täglich an Nachrichten aus den Medien über Ereignisse in der Welt überflutet, das dient fast ausschließlich der Propaganda und damit der Kontrolle der Bevölkerungen, und keines der großen und bedeutenden Ereignisse, über die berichtet wird, ist wirklich echt*, weil es keine natürlichen, sondern künstlich erzeugte Ereignisse sind, die man möglicherweise gelegentlich stattfinden läßt, um kleine Korrekturen an der Weltordnung vorzunehmen, im Übrigen aber nur stattfinden läßt, um Meldungen zu erzeugen und Menschen mit diesen Meldungen zu manipulieren – einschließlich der Kriege und Krisen.

    Worten darf man in der heutigen Zeit keinen Glauben mehr schenken, wer die Welt verstehen will, der muß zwischen den Zeilen lesen können und ihre Ereignisse richtig interpretieren können. Die Welt wird von der Vernunft regiert und nicht von größenwahnsinnigen Irren, und wer glaubt, es könne anders sein, der hat entweder noch nicht vernünftig denken gelernt oder er kann selbst nur größenwahnsinnig und irre sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    C.F.Z.

    * Mit Ausnahme vielleicht von Vulkanausbrüchen oder einem Verkehrsunfall in einer Seitenstraße irgendwo in Castrop-Rauxel.

    • Out-law sagt:

      Darf ich Wortwahlaussucher sein ..,
      oder werde ich gleich kontrolliert ? Vielleicht haben Sie gerade die Kontrolle verloren ?Hätten wir solche Kontrolleure der" Vernunft" ,würde Ihr Beitrag vermutlich schon kontrolliert und gestrichen .Da das ja schon zu häufig geschieht ,denke ich mich solcher kontrollierten Weltengeister ,welche weniger der Vernunft ,als der Gier ,Macht und der Ängste unterliegen ,zu entziehen ,und vermutlich bin ich damit nicht alleine .Wenn Sie sagen ,dass dies von Vernünftigen geschieht ,liegt deren Dummheit darin die gottgegebenen Gesetze nicht anzuerkennen ,wenn diese "Oberhäupter"sie überhaupt jemals erkannt haben . Denn immerhin hat selbst Gott uns einen freien Geist geschenkt ,der zwar seine Konsequenzen tragen wird ,aber doch freie Wahl hat ,sich für oder gegen Gott zu entscheiden .Somit sind solche "Vernünftigen " näher der Dummheit und vermutlich ihrer/m Gier -und Machtwahn unterlegen ,als der Vernunft in die Zukunft zu sehen ,wo sie sich einmal vor diesem Schöpfer für ihre Taten zu rechtfertigen haben .Das kann man nun glauben oder nicht ,doch die Weisheit sich diesem zu öffnen und IHN zu erfahren unterliegt eben keiner menschlichen Kontrolle ,weswegen gerade diese auch verfolgt wurden,die darin Halt und Bestätigung erfahren haben .Unsere Wirkzeit auf Erden ist weniger als ein Vogelschiß im Vergleich zum Universum .Natürlich muss man meinen Worten keinen Glauben schenken ,denn ich will und kann niemanden überzeugen ,aber vor der Ewigkeit des Universums wäre es einen Versuch wert ,dies ohne Kontrolle herauszufinden .Andere hatten dabei schon mal einen inneren "Vulkanausbruch " oder einen Unfall in ihrer Weltensicht ,da sich ihr eigenes Leben total geändert hat ,wieder für Andere waren es einfach unbeschreibliche Wunder . (Das würde ich für solche "Vernunftsbolzen " wünschen ;Beispiele wie Nimrod oder Nebukatnezar gab es schon genug ,doch die Gier ist willig der Geist eher schwach ) :-)) LG

    • Kaja sagt:

      "… Ich kann mit dem Interview rein gar nichts anfangen. Viel Gerede, kaum eine Aussage. Es ist Zeitverschwendung, sich so etwas anzusehen. …"
      Wenn Sie schon alles wissen, weshalb haben Sie sich das Interview (das in dem Interview Gesagte) angehört? Sie scheinen ja ein ganz Schlauer zu sein :-)

    • Wortwahlhelfer sagt:

      @ Out-law vom 5. April 2022 um 18:20 Uhr
      Zitat:
      "Hätten wir solche Kontrolleure der" Vernunft" ,würde Ihr Beitrag vermutlich schon kontrolliert und gestrichen."

      Das ist eine falsche Schlußfolgerung, Das Prinzip einer indirekten Kontrolle ist es, die Kontrollierten in dem Glauben zu lassen, sie würden nicht kontrolliert werden und würden sich "frei" entscheiden. Haben Sie etwa Aldous Huxley nicht gelesen, "Schöne neue Welt"? Sie scheinen nicht ganz verstanden zu haben, was gesagt werden sollte.

      Außerdem: Was, bitteschön, sollen denn "gottgegebene Gesetze" sein? Gott ist eine Hypothese und die Natur (oder meinetwegen das Universum, wenn man so will) folgt keinen Gesetzen, sondern Prinzipien. Gesetze werden von Menschen gemacht, und der Natur ist es vollkommen egal, was lebt oder stirbt, in der Natur hat alles den gleichen Wert. Ich bin fest davon überzeugt, daß ich niemals einem "Schöpfer" oder "Gott" gegenüber stehen werden, weil ich mich mit meiner Weltauffassung bereits IN diesem Schöpfer befinde und Teil von ihm bin, Diese Überzeugung ergibt sich aus verhältnismäßig einfachen, logischen Gründen, insofern können mich Theologien nicht erschüttern. Ich muß Ihnen auch in dem Punkt widersprechen, daß "die Weisheit sich diesem zu öffnen und IHN zu erfahren (…) eben keiner menschlichen Kontrolle" unterliegen würde, denn eben die Tatsache, daß wir als Menschen über Bewußtsein verfügen, macht die Hypothese von einem Gott überhaupt erst möglich, so daß unser Bewußtsein als Voraussetzung für einen Gott gelten muß. Wenn man also auf der Suche nach Gott ist, dann sollte man sich zuerst in seinem eigenen Verstand umsehen, und dabei vor allem nach den Möglichkeiten des Verstandes fragen, überhaupt etwas über die Welt zu erfahren.

      Ich glaube, das zentrale Mißverständnis liegt hier im Begriff der Vernunft. Wenn Menschen heutzutage sagen, etwas sei "vernünftig", dann meinen sie damit in der Regel, etwas sei aus rationalen Gründen gut oder erstrebenswert, was sicherlich nicht falsch ist, nur ist eben auch die Vernunft wie alles andere ein relativer Begriff und was vernünftig ist und was nicht, ergibt sich erst aus dem Kontext der Betrachtung. Insofern mag ich Ihnen zustimmen, daß nicht alles, das die Mächtigen in der Welt so tun und lassen auch wirklich vernünftig ist, nur hängt es eben davon ab, unter welchen Gesichtspunkten das betrachtet wird. Aber das hatte ich vorher doch auch gesagt, oder?

      Nein, was Sie sagen, das überzeugt mich nicht. Die Vernunft ist und bleibt der Maßstab aller Dinge.

      Grüße

      @ Kaja vom 5. April 2022 um 18:38 Uhr
      Zitat:
      "Wenn Sie schon alles wissen, weshalb haben Sie sich das Interview (das in dem Interview Gesagte) angehört?"

      Um damit Zeit zu verschwenden, wozu denn sonst?

  9. _Box sagt:

    Daß sich Frau Schweitzer mehrfach auf Zeitungen bezieht, um die Mär vom gewünschten raschen Anschluß der DDR an die BRD zu transportieren, erstaunt wenig. Die Presse, wer hätts gedacht, diente damals schon so wenig der Wahrheitsvermittlung wie die Pharma-Industrie der Förderung der Volksgesundheit diente. Also wie heute und in früheren Zeiten auch schon.
    Auf die Propagandafunktion damaliger Presseerzeugnisse wird auch in folgend vorgestelltem Buch eingegangen:

    Daniela Dahn, Rainer Mausfeld, Tamtam und Tabu – Die Einheit: Drei Jahrzehnte ohne Bewährung

    Das Jahr 1990 kann als einer der wichtigsten Momente der Nachkriegsgeschichte angesehen werden, da es einzigartige Chancen bot – sowohl für eine internationale Friedensordnung wie auch für eine erneuerte Demokratie, die dann diesen Namen verdiente. Heute wissen wir, dass diese Chancen aus geopolitischen Interessen und denen der Kapitaleigner gezielt blockiert und somit verspielt wurden. Warum war dies, entgegen den großen Hoffnungen der Bevölkerung so leicht?

    Die Leichtigkeit, mit der eine kleine Minderheit von Besitzenden Macht über eine große Mehrheit von Nichtbesitzenden ausüben kann, gleiche einem »Wunderwerk«, bemerkte zur Zeit der Aufklärung der große schottische Philosoph David Hume. Diese Leichtigkeit der Machtausübung ist seit der Antike eines der großen Rätsel der politischen Philosophie, eines, das in einer Demokratie in noch größerem Maße erklärungsbedürftig ist.

    Hume erkannte auch, wohin man den Blick zu richten hat, wenn man dieses Rätsel entschlüsseln will, nämlich nicht lediglich auf die rein physische Macht, die es auf den Körper abgesehen hat, sondern auf die Formen der Macht, die auf die Psyche zielen. Wer über Mittel verfügt, mit denen sich auf der Klaviatur des menschlichen Geistes so spielen läßt, daß Meinungen und Affekte in geeigneter Weise gesteuert werden können, verfügt über einen Einfluss, der kaum noch als Macht erkennbar ist und gerade darum eine besondere Wirksamkeit entfalten kann.
    (…)
    Im Verlauf der Ereignisse von 1989/90 gelang es, die Stimmung eines Großteils der DDR-Bevölkerung in wenigen Wochen in die vom Westen gewünschte Richtung zu lenken. Diese Monate bieten also ein paradigmatisches Studienfeld zu den sozialtechnischen Mitteln, mit denen Einstellungen und Verhalten einer ganzen Bevölkerung auf den Kopf gestellt wurden. Es geht in diesem Band folglich um die Rolle von Medien und deren Techniken der Affekt- und Meinungsmanipulation – Techniken, die sich heute gern hinter so harmlosen Begriffen wie »Perception Management« oder »Soft Power« verbergen. Es geht auch um eine partielle Rekonstruktion und Entschleierung des damaligen medialen Tamtams, mit dem sich eine freie Urteilsbildung behindern und Affekte lenken ließen. Und es geht schließlich darum, wie man emanzipatorische Alternativen, die die Stabilität der herrschenden Machtordnung zu gefährden drohten, aus dem öffentlichen Denkraum verbannen konnte. Kurz: Es geht um das Markieren von politischen Tabus. Diese Denkblockaden sind anhaltend Wirksam. Immer wieder wurde festgestellt, dass sich heute die meisten Menschen eher das Ende der Welt als das Ende des Kapitalismus vorstellen können. Die politischen Tabus, wie sie vor allem in der Nachkriegszeit in kapitalistischen Demokratien errichtet wurden, blockieren die Entwicklung von angemessenen gesellschaftlichen Lösungen für die immer bedrohlicher werdenden ökologischen, gesellschaftlichen und zivilisatorischen Notlagen, die unsere gegenwärtige Wirtschaftsordnung hervorbringt. Die Bewältigung der damit verbundenen gewaltigen probleme, die durch die Corona-Krise noch einmal scharf konturiert hervortreten, werden durch Tamtam und Tabu, also durch das Arsenal hochentwickelter Techniken des Meinungs- und Affektmanagements, der Indoktrination und Ablenkung, der Angsterzeugung und der Ächtung emanzipatorischer Alternativen, massiv erschwert. Gerade deshalb gilt es, diese Waffen immer wieder durch öffentliche Demontage ihres Zündmechanismus zu entschärfen – was hier am Exempel versucht werden soll. Der Leser wird dabei nicht, wie bei Bombenentschärfungen üblich, aus Sicherheitsgründen auf Distanz gebracht, sondern mit voller Absicht dem Risiko des Dabeiseins ausgesetzt.
    (…)
    Wie war es möglich, das in vierzig Jahren gewachsene Selbstbewusstsein einer Bevölkerung in einem Vierteljahr auf den Kopf zu stellen? Im November 1989 sprachen sich 86 Prozent der DDR-Bürger für den »Weg eines besseren, reformierten Sozialismus« aus, nur fünf Prozent für einen »kapitalistischen Weg« (erhoben von den Leipziger Instituten für Jugend- und Marktforschung).
    Diese bemerkenswerte Einmütigkeit wurde von einer Ende Dezember 1989 veröffentlichten Spiegel-Umfrage bestätigt, in der trotz Maueröffnung immer noch knapp drei Viertel der Ostdeutschen wünschten, dass die DDR ein selbständiger souveräner Staat bleiben sollte. Bei der Volksakmmerwahl im März 1990 wählten ebenso viele den Weg einer Einheit im Kapitalismus. Zu diesem Phänomen ist nicht alles gesagt. Es ist sogar fast gar nichts dazu gesagt. Ahnt man warum? Wer ein Tabu übertritt, wird selbst tabu. Denn das Übertreten ist ansteckend. Der- oder diejenige muss gemieden werden, wird zur sozialen Gefahr.
    (…)
    Schuld sind wir alle

    Ende November fordern die Jusos mehr Demokratie in der Bundesrepublik. Gerade Bayern und Baden-Württemberg könnten sich »in Sachen Demokratie von der DDR bald überholt« betrachten, wenn sie zum Beispiel nicht auch, wie an der Humboldt-Universität, die Wahl unabhängiger Studentenräte zulassen würden. Der Demokratisierungsdruck beginnt, auf den Westen überzugreifen.
    Am 1. Dezember berichtet die FAZ über den Aufruf »Für unser Land« von 36 DDR-Bürgerrechtlern und Künstlern, die sich aus Sorge vor politischer und wirtschaftlicher Vereinnahmung für den Erhalt der DDR aussprechen. Zu den Initiatoren gehören Christa Wolf und Stefan Heym. Aus dem Westen kommt prominente Unterstützung unter anderem von Günter Grass und Max Frisch. In den nächsten sechs Wochen unterschreiben über eine Million DDR-Bürger dieses Anliegen, darunter der spätere CDU-Ministerpräsident Lothar de Maizière, der die Einheit erst nach einem Besuch bei Kohl vorantreiben wird. Der Sprecher der Ost-SPD, Markus Meckel, will zu dieser Zeit auch lieber noch über Konföderation verhandeln. Er kritisiert Kohls Endziel der Wiedervereinigung, das dieser in seinem Zehn-Punkte-Programm in einer Bundestagsrede überraschend verkündet hat. Es sei zu bezweifeln, ob dies im Interesse der DDR liege und ob die Bevölkerung der DDR sie wirklich wolle, so Meckel. Der »Mauerfall« hat bei den politisch Aktiven noch keinen Fall der Überzeugungen bewirkt.
    (…)
    Die Aufkäufer sind da

    Westfirmen dürfen rechtzeitig vor Weihnachten mit Anzeigen in der DDR werben, selbst in der auflagenstärksten Zeitung Junge Welt mit ihren 1,6 Millionen Exemplaren. Die Welt berichtet, die Düsseldorfer Kemper's Deutschland GmbH, »Makler für Immobilien in erstklassigen Citylagen«, hat bereits Kontakte in der DDR und Ostberlin aufgenommen. Sie seien auf viel Interesse gestoßen. Daneben die Meldung, dass die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels »intensive strategische Planspiele über die Chancen im DDR-Markt« bestätigt. Günter Gaus warnt am Ende des Jahres in seiner »Rede an die Deutschen« (Blätter für deutsche und internationale Politik): »Während sonst Leute, die Geld haben, die Orte von Revolutionen meiden, kann man hier, wenn man sich auskennt, die westlichen Gesichter studieren, etwa im Palasthotel, wo ich wohne – die Aufkäufer sind da!«
    (…)
    Bundespräsident Richard von Weizsäcker ermahnt Mitte Dezember im DDR-Fernsehen als Erster die westdeutsche Publizistik, sie solle die Vorgänge in der DDR »nicht für hiesige Zwecke instrumentalisieren«. Die hiesigen Zwecke sind für die Konservativen der Erhalt und die Festigung des Status quo in der BRD.
    Zu Weihnachten bringt Der Spiegel Nr. 52/1989 Ergebnisse der ersten DDR-repräsentativen Umfrage im Auftrag von Spiegel und ZDF. Um zu verstehen, wie und wann Einstellungen sich dramatisch verändert haben, muss man zunächst wissen, wie die Ausgangslage war. »Die Volksmeinung in der DDR schien zur Zeit der Umfrage eindeutig zu sein: Nur 27 Prozent wollten, dass >die DDR mit der BRD einen gemeinsamen Staat bilden soll<. 71 Prozent sprachen sich dafür aus, >dass die DDR wie bisher ein souveräner Staat bleiben soll<.« 44 Prozent können sich langfristig eine Konföderation oder einen Staatenbund vorstellen. Das entsprach gar nicht der von Kohl gleich nach der Öffnung der Mauer geäußerten Gewissheit, dass die DDR-Deutschen nichts als die Einheit wollen. Da war also noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Zumal nach westlichem Maßstab ungewöhnlich viele, nämlich 53 Prozent, angeben, sie wüssten noch nicht, wen sie bei der nächsten Wahl wählen würden.

    Ein weiterer Beleg dafür, wie offen die Situation noch war. Viele neue Bürgerrechtler sind nach dieser Umfrage noch gar kein Begriff, haben also nicht dieselben Chancen wie in Ost und West bekannte Parteien. Die SED müsse auf ihre auflagenstarken Zeitungen verzichten, schlägt Der Spiegel schon mal vor. Noch ist die Bild-Zeitung nicht, wie im Westen, das meistgelesene Blatt, aber es wird nicht mehr lange dauern, bis auch diese Angleichung vollzogen ist.

    Die meisten parteilosen DDR-Bürger sind dafür, die VEB in genossenschftliches Eigentum zu überführen, manche für Privatisieren. Die meisten SED-Mitglieder sind dagegen. Nur 37 Prozent aller Befragten befürworten »ein Wirtschaftssystem ähnlich wie in der BRD«. Das ist nun wirklich erstaunlich. Hat sich doch die Meinung verfestigt, dass man in der DDR von Anfang an nichts anderes wollte als so zu leben wie im Westen. Ende 1989 war trotz Begrüßungsgeld bei offener Mauer, trotz besonderer Hilfe bei Job- und Wohnungssuche, trotz Volkszorn schürender Tatsachen und Fakes, trotz Stasi-Pranger noch keine flächendeckende Abkehr von der DDR vollzogen.

    Erstaunlich, dass 63 Prozent in der DDR mit ihren Wohnungen zufrieden sind, im Westen 79 Prozent (unter Jugendlichen äußern sich im Osten allerdings vierzig Prozent negativ.) 79 Prozent der Befragten erklären, dass sie »bestimmt hier bleiben«, fünfzehn Prozent halten es für wahrscheinlich, nur ein Prozent sitzt auf gepackten Koffern. Gerade mal sechs Prozent können noch verstehen , weshalb man heute noch wegwill, über die Hälfte versteht es gar nicht. Kaum jemand bezweifelt im Osten, dass der Lebensstandard im Westen höher, die Wirtschaft leistungsfähiger und der Umweltschutz besser ist. Aber mit ebenso großer Mehrheit sind sich die Ostdeutschen zu Weihnachten bewußt, dass sie bei der sozialen Sicherung, der Gleichberechtigung der Frauen und der Betreuung der Kinder überlegen sind. »In diesen Zahlen tritt ein Selbstbewusstsein vieler DDR-Bürger zutage«, wundert sich der Spiegel.

    Rückblickend war es schon erstaunlich, dass große Mehrheiten den Initiatoren der »friedlichen Revolution« so lange folgten. Leuten, die sie kaum kannten, die nicht professionell organisiert waren und auch weniger Medienpräsenz hatten als die Profis.

    Um diesen Stolz abzubauen, werden künftig viele Anstrengungen unternommen werden.
    (S. 8-10, 14, 15, 31, 35, 39-41)

    • Karin sagt:

      _Box, danke für die Klarstellung der Aussagen zum "Untergang" der DDR ! Das Interview war schwer zu ertragen, allein schon wg. der "flachen" Aussagen zu der Anschlußproblematik.

    • rhabarbeer sagt:

      Hallo Karin
      Hallo _Box

      ich möchte mich dem Kommentar ebenfalls dankend anschließen und ergänzen,
      daß der gute Hr. Ploppa ua in diesem Vortrag
      `Die Macher hinter den Kulissen – Hermann Ploppa spricht in Bautzen`
      youtube.com/watch?v=7SOrt4kxayo&t=42m20s
      die Art&Weise des Betruges in Vorbereitung und im Zuge der Wiedervereinigung auch am Beispiel der (Um-)Bilanzierung der Kombinate in der DDR erklärt hatte … ein `ins Licht holen` einer der betriebenen Umdeutungen als Grundlage für die Schaffung und Aufrechterhaltung der Theorie eines `DDR-Bankrott`

      Dieses Unrecht ist nicht verjährt, es `muss` nur ausgesprochen werden wollen… ;)

      …und viele Grüße in die Runde

    • _Box sagt:

      Ebenfalls besten Dank.

  10. rolha68 sagt:

    Einer der sehr, sehr wenigen schwachen, bis grob irreführenden Beiträgen hier auf apolut!
    Eva Schweizer entlarvt sich hier eigentlich ebenso, wie ihr Interviewer als eine, ehemalig und enttäuschte Antideutsche. Sie begibt sich in ihrer esotterisch wirkenden , unscharfen und vor allem nur grob andeutenden Beschreibung der Dinge von denen sie hier eher ahnungslos schwurbelt auf ein Parkett, das sie keinesfalls beherrscht. Sie springt hin und her und sagt vorallem eines häufig. "Das weiß ich gar nicht so genau" und beweist damit sogar selbst ihre Uneignung hier zu diesen Dingen ihren Senf dazugeben zu müssen.
    Sie sollte sich vielmehr einmal etwas Nachhilfestunden bei Herrmann Plopper holen.
    Eigentlich halte ich aber solche Leute für sehr gefährliche und keinesfalls zufällige Infiltrate.
    Die Eliten merken natürlich, dass ihnen die öffentliche Meinung entgleitet und steuern mit "Ikonen" dagegen, die sie eigentlich gar nicht mehr verhindern können.
    Deshalb positionieren sie sie selbst dort, wo sie als "Kritiker" anbiedern und dürfen sich in wichtig tuerischer Weise einen "Namen" machen.
    Nämlich als "intellektuelle KritikerIn", um Glaubwürdigkeit zu erwerben, um dann aber im "richtigen Moment" links oder rechts (egal) ab zu biegen, oder Nebelgranaten zu werfen.
    Das Ziel ist die Menschen zu verwirren und, oder sie zu manipulieren.
    Ulrike Guerot ist aus meine Sicht im Übrigen genau ebenfalls eine solche pseudointellektuelle Kunstfigur, die man den gerade Erwachenden als "Kritikerin" anbietet, um mit jenen die gerade einen aufkeimenden Drang zu durchschauen entwickeln, ein wenig "gassi" zu gehen.
    Letztlich m sie wieder in der Verwirrung zurück zu lassen.
    Einer Verwirrung, die zweitens Verzweiflung und dann Resignation verursachen soll. Das beste "Schlafmittel", um wieder in den "man-kann-ja-letztlich-doch-Nichts-machen-Schlaf" zu verfallen und damit aufzuhören, die anderen aufzuwecken!

    • MariX sagt:

      Hallo, rolha68 ich kann Deinem Kommentar nur beipflichten. Was für ein schwaches Gespräch und was für eine halbgare Laberei.
      Was hat das ganze Gedöns mit USA und Rassen denn überhaupt mit »anti-deutsch« zu tun? Das ist alles völlig fahrig und da hatte ich irgendwann kein Interesse mehr, mir bis ganz zum Ende anzuhören.

  11. MomentMal sagt:

    Selbst Dirk Pohlmann scheint ja zu glauben, die Propaganda des Westens hat erst in den zweitausender Jahren begonnen – zumindest, was die DDR betrifft.

    Vielleicht sollte er sich mal ein Buch von Daniela Dahn zu Gemüte führen, die ganz eindeutig belegen konnte, dass noch im Januar 1990 (nur 11% in Umfragen für Kohl's "Allianz für Deutschland", dagegen 54% für Lafontaines SPD ) die Mehrheit der DDR-Bürger für eine reformierte DDR und an eine langsame Annäherung an den Westen war. Sicher gab es "Glücksritter", die im Westen ihr Glück versuchen wollten. Aber die Mehrheit wollte die soziale Sicherheit des Ostens mit dem Warenangebot und der "Freiheit" des Westens kombinieren.
    Erst eine massive und abgefeimte Propaganda-Lügen-Kampagne des Westens (Honeckers Schweizer Konto, drohender Wirtschaftskollaps und Überschuldung/Zahlungsunfähigkeit) brachte das Wahlergebnis des 18. März 1990 zustande.

    Gerade angesichts der stattfindenden Corona- und Kriegspropaganda sollte man die Wirkung solcher Lügen nicht unterschätzen.

  12. olliBo sagt:

    ..ich weiss garnicht, worum es hier geht,Seit wann gibt es überhaupt Rassenamerikaner, es sei denn, er reitet auf nem Pferd mit ner Feder im Haar..überhaupt über die unaktiven Sammeleuropäer zu reden, die nichts ausser Kalorien sammeln gegen den dort enstandenen Silikon Valley Moloch tun.Da musste als besoffener Autofahrer noch 9 Schritte heels to toes laufen,und kein Keller, soweit überhaupt in den Saunahütten gibt, ist älter als 200 Jahre,Uncle Sam ist Ersatzgott,und Hollywood schreibt die bewaffnete Donald Duck Geschichte.der Präsi ist hirnverwest, die viertel AmerikanerIndianer*in als Quotenvitze hat voll an an der Bremse und jeder Senator ist mindestens einstelliger Milliadär durch Korruption…tztztz

  13. Andreas I. sagt:

    Das sagt mir exakt gar nichts.

  14. Bis 'schicken einen trainierten Affen' hab ich's ausgehalten.
    Himmel! Es scheint, als hätte ich in einem ganz anderen Deutschland gelebt. Auch ich war gegen die Eingemeindung der ddr. Auch ich bin gegen die Aufrüstung deutschlands. Auch ich war gegen den jugoslawienkrieg.
    Aber 'antideutscher'? Gegen die jew. Regierung gern und immer noch, aber
    'antideutsch'? Nicht die spur. Nur halt ohne schenkelklatschenden nationalismus.
    Und warum sagen Sie 'amerika' , wenn Sie die usa meinen? Schauen Sie, ich bin in Amerika geboren, aber nicht in den usa. 'Antiamerikanisch'? Nö, genausowenig.

    PD: Meinten Sie Taka-Tuka-Land? Gern geschehen. (A. Lindgren)

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      ich weiß auch nach diesem Interview nicht, was "Antideutsche" sein sollen.
      Ist mir aber im Prinzip auch egal. ;-)

      Zu sagen "Amerika", wenn USA gemeint ist, das ist ein Sprachgebrauch aus der Zeit des Kolonialismus und komischerweise stört sich fast niemand daran.

  15. eisenherz sagt:

    Was für eine resolute Frau, der selbst Herr Pohlmann kaum standhalten kann.
    Das, was sie nur hier im Gespräch sagte muss ich erst einmal verarbeiten. Darüber war selbst Herr Pohlmann ,über das Leipziger Allerlei der US-Gesellschaft, so mein Eindruck, ab und an verblüfft.
    Beispiel: Die USA fahren ihren schweren Tanker in die eine Richtung. Um aber dann, wenn es nützlich erscheint zu stoppen, 180 Grad drehen und genau in die andere Richtung zu fahren.

  16. Spatz sagt:

    An
    Eva C. Schweitzer

    Es ist beschämend, wie Sie die Zeit 1989/1990, die Problematik der DDR, jetzt nach 32 Jahren, darstellen.
    Ihre Wortwahl verrät, dass Sie genau wissen, dass die DDR der BRD nicht beigetreten ist.
    Der Wissensmangel über inzwischen historische Dokumente ist sehr bedenklich. Oder haben Sie auch * mittels „Essay“ promoviert ? (* Lauterbach)

    Verfassungskonstituierung

    Bereits im Herbst 1989 hatte jeder Haushalt einen Verfassungsentwurf im Briefkasten. Die Verfassungsdiskussion war enorm, Änderungsvorschläge umfangreich.
    Auch wenn das Internet zusehends „bereinigt“ wird, können Sie einen kleinen Hauch davon den Akten des BVerfG entnehmen.
    Dies Ihrerseits nunmehr insbesondere als „kleine Minderheit“ darzustellen, sagt sehr viel über Ihr eigenes Weltbild und tatsächlichen Charakter aus.

    Auch die Wahlfälschungen sind mittlerweile legendär.
    „… was man in der Zeitung lesen kann …“ : Darauf wollen Sie sich berufen ? Auf ein Propagandainstrument ?

    Das schreibt Ihnen ein„Bürgerrechtler“.

    ———-

    Dieser Beitrag ist als psychologische Studie einer (psychopathischen) Narzisstin empfohlen.
    Thema inhaltlich : leider nur Plattitüden … schade DP

    • hog1951 sagt:

      Genau, #Spatz!
      Frau Schweitzer hätte sich vielleicht mit D. Dahn befassen sollen, die in ihrem Buch
      "Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute“ sehr genau beschreibt, wann ein Umschwung in der Meinung der eh. DDR Buerger begann. Es zeugt einfach von Inkompetenz, wenn Sie so tut (leider hat Pohlmann auch nichts zur Aufklärung beigetragen)
      als wenn die eh. DDR Buerger wie der Esel hinter ´ner Karotte herläuft, um die Bananen im Westen abzugreifen.
      Ein anderer Schwachpunkt ist die Herleitung der Ideologie der Antideutschen. Kein Wort zu der antisowjetischen Politik China und der damit verbundenen Sozialimperialismustheorie, die die Su als den (eigentlich) gefährlicheren imperialistischen Staat erkennt.
      Daher erklärt sich ein politischer Standpunkt eines Ralf Fuecks (eh. KBW) der mit seiner Marieluise Beck in dem Thinktank „Zentrum Liberale Moderne“ Gruene transatlantische Träume pflegt.
      Hier ( in der chinesische Aussenpolitik) liegt die Wurzel des SU bzw. Russenhasses. Und der damit verbundenen Affinität zu den USA. Wenn wir uns das Spektrum der DE Politiker anschauen, so erkenne ich keinen, der nicht antideutsch ist bzw. denkt.

      mfG

    • Andreas I. sagt:

      Hallo,
      naja, wenn sie die letzte DDR-Wahl so sieht, dann ist das halt ihre Sichtweise.
      Aber was die Geschichte der "Antideutschen" mit dieser Zeit zu tun haben soll, bleibt ungeklärt. Wer damals gegen Militarismus und/oder die "Wiedervereinigung" in dieser Form war, der war "Antideutscher"?! Komische Logik, das ist mir zu hoch. :-)
      Darunter, dass 1990 die alte BRD NICHT grundlegend reformiert wurde, leiden alle Deutschen (okay bis auf die Quands und Kladens vielleicht), die totale Lähmung durch veraltete unfähige Strukturen … also wer für "Wiedervereinigung" in dieser Form war, hat den Deutschen Schaden zugefügt, war also im Wortsinn "antideutsch".

    • hog1951 sagt:

      Moin, #Andreas I, die Antideutschen sind eine Strömung im pol. Spektrum. Nicht jeder, der einzelne oder alle Positionen vertritt, muss aber auch antideutsch sein. Fuer mich ist ein wesentlicher Punkt, dass die Antideutschen (AD) ein heiliges Verhältnis zu Israel hat. D.h., wenn Menschen sich ueber die rassistische Politik gegen die Palästinenser äussern, so kommt der Widerspruch von den AD direkt. Sie machen auch nicht Halt vor Israeliten oder eh. KZhäftlingen wie die kuerzlich verstorbene Esther Bejarano.
      Eine ganz andere Dimension erhält deren Ideologie, wenn eine gedankliche Verbindung hergestellt wird von Juden, die in den USA leben und zur Kapitalbesitzenden Klasse gehören, und der Kritik am Kapitalismus. Folgerichtig wird das dann von den AD als Antisemitismus gebrandmakt.

      mfG

    • Andreas I. sagt:

      Hallo hog1951,
      okay das wäre eine Definition, was "Antideutsche" sind, aber daraus entstehen ja wieder Fragen.
      Links ist, für die Unterdrückten und gegen die Unterdrücker zu sein.
      Deswegen kann eine Haltung für die Unterdrücker und gegen die Unterdrückten (eine pro-israelische Haltung) nicht ohne weiteres im linken Spektrum entstanden sein.
      Und wem nützt es?
      Israels Politik nützte bisher nur USA (Petrodollar).
      Alles sehr merkwürdig.

    • hog1951 sagt:

      Moin, Andreas I, ja in der Tat ist es auch fuer mich merkwuerdig! Vor allem, nachdem in der Linken schon Jahre lang eine Politik der Unterstuetzung der Palästinenser massgeblich war. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Einfluss der herrschenden Ideologie das Drehbuch geschrieben hat.

      mfG

  17. Jack-in-the-Box sagt:

    Die „antideutsche Jugend“ (Wir impfen euch alle!) ist längst so etwas wie die Avantgarde der „Einheitspartei“ und erfüllt brav die ihnen zugewiesenen Aufgaben. Längst hat Deutschland von links bis rechts die große Einigkeit erreicht, die Willem II noch so ausgedrückt hat: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche!“.
    Von links nach rechts sind wir versöhnt und kennen nur noch ein Ziel: „Putin muss weg!“ (u.a. Biden), bei welcher Gelegenheit Deutschland nun „wieder etwas werden kann“, indem „wir“ aufrüsten und aufrüsten (extra 100 Milliarden aus dem Nichts, nukleare Teilhabe etc.), wie man das seit Hitlers Kriegsvorbereitungen nicht mehr gesehen hat, während „wir“ gleichzeitig mit der Ausrede der Sanktionen die eigene Wirtschaft (und Kultur) zugrunde richten, um uns (EU) als Konkurrenz der Amerikaner aus dem Feld zu nehmen, und unseren Status als US-Kolonie ein für alle Mal zu zementieren.
    Bleibt noch die AfD, die gelegentlich aufmuckt, doch als Vertreter des Neoliberalismus werden die auch noch „eingebucht“, dauert noch ein wenig, ehe sie mit CDU/CSU eine Koalition bilden können.
    Und so sind wir denn „ein einig Volk“ wie nie zuvor.

  18. zivilist sagt:

    vage, vage. 'links blinken, rechts abbiegen' , 'am Wind zickzack segeln', das bleibt hängen

    Einerseits gibt es große Verwirrung bei der politischen Orientierung, kein Marx- Kompass, überhaupt kein Kompass.

    Es gibt aber anti- Persönlichkeiten, gescheiterte Sozialisation, die man wunderbar instrumentalisieren kann, wenn man 'teile & herrsche' spielt. Gibt es andere Antis? Anti Franzosen? Anti Syrer ? Nee, geht gar nicht, weil in anderen Staaten die Nation einpositiver Wert ist, Deutschland ist da die Ausnahme.

    Wie so oft werden die Briten zu wenig beachtet, 'white race' ist britische Denke, in den USA lediglich aufgefächert. 1/32 ist übrigens Ur-ur-ur-ur-Großvater, wenn man pro Generation 30 Jahre rechnet 150 Jahre.

    Nordstaaten waren Industrieland und brauchten Arbeiter, allenfalls Hausklaven, Südstaaten waren Agrarland und brauchten Sklaven. Nach der Sklavenbefreiung gab es große Probleme mit freien Arbeitern und der neuen Konkurrenz der befreiten Sklaven, Für die Südstaaten gab es dann Dampfmaschinen (> Max Eyth).

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