Das Europäische Parlament hat am Dienstag (10.02.2026) erstmals umfassend den digitalen Euro unterstützt und die Position des EU-Rates zu einer Währung mit Online- und Offline-Funktionalität bestätigt. Mit 443 von 631 Stimmen verabschiedete es Änderungen zum jährlichen EZB-Bericht 2025, die den digitalen Euro als Ergänzung zu Bargeld und privaten Diensten fordern, um die monetäre Souveränität der EU zu stärken, den Binnenmarkt zu festigen und Abhängigkeit von US-Anbietern wie Visa- oder Mastercard zu reduzieren.
Dieser Schritt markiert einen Kurswechsel: Frühere Vorschläge fokussierten nur auf Offline-Zahlungen. Die Abstimmung hat keine legislative Kraft, zeigt aber klare Mehrheiten in Gruppen wie EVP, S&D, Renew, Grünen und Linken – trotz Kritik von Banken und Teilen der Rechten. Eine finale Gesetzesabstimmung ist für Mai geplant; Einführung frühestens 2029, Pilot 2027 möglich.
Experten wie Laura Casonato von Positive Money Europe nennen es einen „großen Erfolg“ für sicheres digitales Zentralbankgeld. Geopolitische Spannungen zu den USA treiben das Projekt voran.
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Bildquelle: FilipArtLab / shutterstock
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