KenFM am Set: Ergebnisse der Griechenlandnothilfe

Sobald in unseren Medien von Terrorismus die Rede ist, erscheinen vor unserem inneren Auge Bilder von zerfetzten Leibern, in Schutt und Asche gelegten Straßenzügen, religiös motivierten Kämpfern, die mit Kalaschnikow in der Hand willkürlich töten. Dieser Terror erschüttert uns deshalb so nachhaltig, weil wir ihn bewusst mit entsprechenden Bildern präsentiert bekommen. Gäbe es diese Bilder nicht, wäre dieser Terror für uns schlicht unsichtbar.

Wer diese mediale Mechanik des Auftauchens oder Verschwindens von Ereignissen erkannt hat, ahnt, warum das Elend, das sich aktuell in Griechenland abspielt, ohne entsprechende Bilder auskommen muss. Auch diese Bilder würden uns extrem empören, doch die Frage nach den Tätern wäre schnell zu beantworten. In Griechenland sind es nicht Bombenteppiche und marodierende Banden, die z.B. das Gesundheitssystem ruiniert haben – nein. In Griechenland wird der Terror durch die Finanzmärkte ausgeübt. Gier als Motor.

Die massiv angestiegene Säuglingssterblichkeit und die hohe Jugendarbeitslosigkeit sind das Produkt von Playern aus der Hochfinanz. Hausgemacht. Die Sterbehilfe am Staat wurde von der Troika beschlossen. Hinter verschlossenen Türen.

Während auch Deutschland in Syrien für Demokratie Bomben lässt, wurde diese in Griechenland durch Merkel & Co abgeschafft. Vorsätzlich. Im Auftrag der Märkte. Mit tödlichen Folgen. Auch das ist eine Form von Terror, nur dass unsere Medien alles tun, um diesen Terror der Märkte vor uns unsichtbar zu machen.

Als KenFM Euch im Sommer 2015 mit der Griechenland-Nothilfe dazu aufrief, den leidenden Griechen zu helfen, gelang es uns innerhalb weniger Wochen, die 250.000€-Marke zu durchbrechen. Das Geld wurde vor allem in Medikamente und Medizintechnik investiert, aber auch in Räumlichkeiten für soziale Projekte und Flüchtlingshilfen.

Ihr habt mit Eurer Spende Menschenleben gerettet. DANKE!

Unsere kurze Reportage wird Euch zeigen, dass Ihr Teil eines Prozesses seid, der den Bürgern Griechenlands weit mehr als nur physisch hilft. Ihr, die Spender, habt den von den Finanzmärkten Erniedrigten wieder Hoffnung und Stolz gegeben. Solidarität ist die neue Währung dieser Menschen, und diese Währung sollte in ganz Europa als Parallelwährung eingeführt werden. Ihr müsst dafür nicht an den Automaten, ihr dürft Euch vor allem nicht zu Automaten machen lassen.

Der Film entstand im Rahmen unserer zweiten Griechenlandreise im Mai 2016. Die gezeigten Projekte haben sich bis heute weiter prächtig entwickelt. Solidarität statt Sachzwang. Respekt satt Rendite. Menschen statt Märkte.

 

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