HIStory: Die Daseinsberechtigung der NATO aus dem Geist falscher Narrative

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von HIStory.

Das westliche Militärbündnis NATO gibt es jetzt schon seit dreiundsiebzig Jahren. Der Nordatlantikpakt wurde uns immer als notwendiges Übel verkauft. Als Verteidigungsbündnis gegen die finsteren Mächte des Kommunismus. Die Anfänge der NATO waren alles andere als vielversprechend. Immer wieder mussten die unwilligen „Partnerländer“ mit mehr oder minder sanfter Gewalt in das neue Militärbündnis geschubst werden.

Heute ist die NATO mit Abstand das größte und mit Verlaub gesagt: aggressivste Militärbündnis der Welt. Die NATO fühlt sich mittlerweile so stark, dass sie es nicht nur mit Russland, sondern sogar mit der Volksrepublik China aufnehmen will. So sagt es jedenfalls der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Doch gehen wir jetzt zurück zu den Anfängen der NATO, und schauen einmal, welche Begründung dieses Militärbündnis seine eigene Existenz rechtfertigt, und ob uns das überzeugt. Wir erkennen drei Gründungs-Narrative der NATO:

Narrativ Eins: Man hätte ja gerne nach dem Zweiten Weltkrieg in Frieden und durchaus im gemeinsamen Haus Europa leben wollen. Leider aber sei die Sowjetunion unter Generalissimus Stalin derart aggressiv, kriegslüstern und unkooperativ gewesen, dass man sich bedauerlicherweise bis an die Zähne aufrüsten musste.

Ja, wirklich? Musste „der Westen“ sich gegen den Ansturm der Bolschewiken hochrüsten?

Nun, versetzen wir uns in die 1940er Jahre. Im Abwehrkrieg gegen die Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan arbeiteten die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien mit der Sowjetunion zusammen, um diese Aggression niederzuringen. US-Präsident Franklin Delano Roosevelt beauftragte 1944 seinen Finanzminister Henry Morgenthau mit der Planung einer Nachkriegs-Weltordnung. Zusammen mit Regierungsvertretern aus 44 verbündeten Staaten im Kurort Bretton Woods in Neuengland wurden UNO, Weltbank, IWF, sowie die Welthandelsorganisation GATT aus der Taufe gehoben. Jetzt kommt‘s: Die Sowjetunion sollte selbstverständlich führendes Mitglied dieser Weltordnung werden. Dem IWF sollte die Sowjetunion als drittgrößter Einzahler angehören. Auch direkt nach dem Krieg wurde in den USA ernsthaft erwogen, den Sowjets sechs Milliarden Dollar als Wiederaufbau-Kredit zu gewähren und Stalins Reich in die neue Weltordnung zu integrieren. Man ging davon aus, dass die UdSSR nicht länger kommunistisch sei, sondern vielmehr nationale Interessen vertrete und Realpolitik betrieb wie alle kapitalistischen Länder. Dann jedoch beschlossen die maßgebenden Strategen der USA, Stalin die Tür vor der Nase zuzumachen und die Kriegsverbündeten zukünftig als Todfeinde zu behandeln.

Doch: waren denn die USA und Großbritannien auf der einen Seite, und die Sowjetunion auf der anderen Seite, überhaupt Kriegsverbündete? Tauschten sie ehrlich und offen ihre Erkenntnisse und Absichten aus? Davon kann leider überhaupt keine Rede sein. Zwar hatten die USA durch ihr Lend-Lease-Programm nicht nur Großbritannien sondern auch der Sowjetunion großzügig mit Geld und kriegswichtigem Material unter die Arme gegriffen. Die Hauptlast des aufreibenden Bodenkampfes trugen die Soldaten der Roten Armee fast ganz alleine – mit unvorstellbaren Verlusten an Menschenleben. Es entstand sogar der Eindruck, dass die Westmächte erst einmal zuwarteten, wer im Kampf der beiden Diktaturen obsiegen würde: die Wehrmacht oder die Rote Armee?

Anstatt die Sowjets durch eine Front im Westen zu entlasten, überredete Churchill den US-Präsidenten Roosevelt, eine Front von Nordafrika über Italien aufzurollen, um dann die Rote Armee im Balkan und im Baltikum daran zu hindern, weiter nach Westen vorzurücken. Tatsächlich begann die Invasion in der Normandie erst im Sommer 1944 – als nämlich die Rote Armee die Wehrmacht im Eiltempo gen Westen trieb. Trotz allem blieben die ausgeruhten und gut genährten GIs an der deutschen Grenze stecken. Die Rote Armee verlor beim Entlastungsangriff auf Berlin dagegen 300.000 Soldaten.

Dass die Sowjetunion faktisch alleine den Bodenkrieg gegen die Nazis auszufechten hatte, forderte eben jenen extrem hohen Blutzoll. Um der kollektiven Amnesie des Westens einmal nackte Zahlen über den großen Brand im Osten erneut zuzuführen: 28 Millionen zivile und militärische Todesopfer hatte die Sowjetunion zu beklagen. 31.000 Fabriken wurden in Schutt und Asche gelegt; dazu 65.000 Quadratkilometer Gleisanlagen; 2.900 Maschinen und Traktorstationen; 20 Millionen Schweine; sieben Millionen Pferde; 17 Millionen Rinder; sechs Millionen niedergebrannte Gebäude, die wiederum 25 Millionen Menschen ohne Obdach buchstäblich im Regen stehen ließen; 40.000 Krankenhäuser; 84.000 Schulen; 43.000 öffentliche Bibliotheken. Alleine im kleinen Weißrussland verschwanden 209 Städte einschließlich der Hauptstadt Minsk komplett von der Erdoberfläche.

Kann man unter solchen Umständen überhaupt noch ans Angreifen denken?

So kommt auch ein Bericht des US-Geheimdienstes OSS im Jahre 1945 zu der Schlussfolgerung, die Sowjetunion könne gar nicht an einen Angriffskrieg denken, da die Infrastruktur an ihrer Westfront ausgelöscht sei. Die Soldaten seien erschöpft und mit polizeilichen Aufgaben ausgelastet. Die technische Ausstattung der Roten Armee sei veraltet und die Hälfte ihres Fuhrparks bestünde nach wie vor aus so genannten Panje-Wagen – also: musealen Pferdekutschen! Auch der Geheimbericht NSC-68 des Nationalen Sicherheitsrates der USA von 1950 gibt unumwunden zu, dass die Sowjetunion an Wirtschaftskraft und militärischer Stärke nur ein Viertel des Potentials der Westmächte zur Verfügung hat.

Wie sieht es also mit der gefühlten Angriffslust der Sowjetunion aus? So beklagte der ehemalige britische Premierminister Churchill in seiner Rede an der Winchester-Universität im amerikanischen Fulton 1947, Stalin habe einfach ganz kackfrech die Länder des späteren Warschauer Paktes durch einen Eisernen Vorhang vom Rest der Welt abgeschnitten. Eigenmächtig habe er die sowjetische Grenze nach Westen verschoben. Litt Churchill unter Gedächtnisschwund? Er selber traf doch mitten im Krieg in Moskau mit besagtem Stalin diese Verabredung.

Wie Schüler warfen sie sich Kassiber zu, auf denen stand, wieviel Prozent der Westen und wieviel Prozent der Osten von einzelnen Ländern bekommen sollte. Dass eine solche prozentuale Aufteilung praktisch nicht durchzuführen war, leuchtete allen Beteiligten ein. Konsens bestand jedoch darüber, dass der Wille der betroffenen Nationen und Völker keine Rolle spielen sollte. Auf diese Weise wurden die politischen Eliten im Osten gewaltsam auf Stalin-Linie gebürstet. Und im Westen, keineswegs unblutiger, entsprechend auf USA-Linie gestriegelt. Der Unwille der Griechen zum Beispiel, sich geostrategisch einem bestimmten Lager zuordnen zu lassen, wurde im so genannten Griechischen Bürgerkrieg mit einem Blutzoll von 160.000 Toten, Napalm-Attacken auf Partisanen und Zwangsadoptionen von Partisanenkindern (Paidomazoma) bezahlt. Weder Stalin noch Churchill, und schon gar nicht Truman, trugen bei ihrer geopolitischen Arrondierung Samthandschuhe. Der Vorwurf der gewaltsamen geopolitischen Flurbereinigung durch Stalin darf also getrost als einseitig und heuchlerisch verworfen werden.

Narrativ Zwei: die Rote Armee habe auch nach dem Ende der Kampfhandlungen über 4.5 Millionen Soldaten unter Waffen gehalten. Die USA dagegen hätten ganz friedliebend ihre Streitkräfte auf 1.5 Millionen Soldaten heruntergefahren. Dem ist nicht zu widersprechen. Es gibt aber triftige Gründe, warum Stalin die akute und sehr reale Gefahr eines erneuten Angriffskrieges gegen sein Land zur Kenntnis nahm und folglich seine Streitkräfte in voller Alarmbereitschaft hielt. Da war zum einen die von Churchill in Auftrag gegebene Planung für die Operation Unthinkable. sofort nach der deutschen Kapitulation sollten 100.000 Wehrmachts- und SS-Soldaten neu bewaffnet und zusammen mit den westalliierten Streitkräften in einen Krieg gegen die Sowjetunion ziehen. Die Planung dirigierte Sir Hastings Lionel Ismay. Der avancierte später zum ersten Generalsekretär der NATO. Von Ismay stammt das klassisch gewordene Bonmot: die NATO sei dazu da, „die Russen [aus Europa] rauszuhalten, die USA reinzuholen und die Deutschen dauerhaft unten zu halten.“

Angeblich wollte man die Sowjets aus Polen vertreiben, und dann stehenbleiben. Es heißt aber in Ismays Memorandum unmissverständlich: „Das zentrale oder auch politische Ziel besteht darin, Russland den Willen der Vereinigten Staaten und des Britischen Empires aufzuzwingen … es hängt ab von der russischen Entscheidung. Wenn sie den Totalen Krieg haben wollen, dann können sie ihn bekommen.“ Diese Goebbels-Sprache gegen eine Nation, die nicht zuletzt die Briten vor der Schmach einer Niederlage gegen Hitler bewahrt hatte, ist unterirdisch. Zum Segen für den Weltfrieden wurde der Kriegstreiber Churchill bei der Parlamentswahl im Sommer 1945 durch einen Erdrutschsieg für die Labour-Partei aus dem Amt gejagt und somit von seinem Vorhaben abgehalten, da weiterzumachen wo Hitler aufhören musste.

Doch auch die neue USA-Regierung war um keinen Deut besser. Hatte Präsident Roosevelt sich noch fair und gewissenhaft an die Vereinbarungen mit der Sowjetunion gehalten, benahm sich sein Nachfolger Truman weniger Gentleman-like. Truman war auf Druck diskreter Herrschaften aus dem New Yorker Council on Foreign Relations 1944 zu Roosevelts Vizepräsidenten gemacht worden. Roosevelt-Nachfolger Truman erwies sich als „gelehriger Schüler“ der weisen Männer aus dem Council.

Der außenpolitische Azubi Truman ließ zunächst die japanischen Großstädte Hiroshima und Nagasaki mit zwei verschiedenen Typen von Atombomben einäschern – über 250.000 Todesopfer waren zu beklagen. Truman log die eigene Bevölkerung an, bei den Bombenzielen handele es sich um Militärbasen. Die Einäscherung der beiden Städte geschah, obwohl Japan längst zur Kapitulation bereit war. Der makabre Waffentest an lebenden Objekten war der Ausgangspunkt für eine ganze Reihe geheim gehaltener Angriffsszenarien gegen das Sowjetreich.

Direkt nach dem Tod von Roosevelt beauftragte dessen Amtsnachfolger Truman den legendären General Dwight D. Eisenhower mit der Entwicklung des Plan Totality. Zeitnah zum Abwurf der beiden Atombomben in Japan sollte den Sowjets dieser Totalitätsplan zugespielt werden. Die noch vor Nuklearregen Ungeschützten sollten sich erschrecken, um sodann vor diesem Bluff klein beizugeben. Zwanzig Städte in der Sowjetunion sollten mit Atombomben ausgelöscht werden. Tatsächlich verfügten die US-Streitkräfte 1945 gerade mal über jene beiden in Hiroshima und Nagasaki eingesetzten Atombomben. Es fehlte auch noch ein Flugzeug. Oder eine Rakete, um Bomben im sowjetischen Territorium abwerfen zu können. Das sollte sich jedoch bald lösen lassen. Im Jahre 1949 konnten die Amerikaner mit ihrer Operation Dropshot einen atomaren Vernichtungsschlag für das Jahr 1957 schon ernsthaft ins Auge fassen. Dieser 1977 veröffentlichte Geheimplan sah vor, einhundert Großstädte in der Sowjetunion mit 300 Atombomben und 29.000 „hochexplosiven“ Phosphorbomben auszulöschen und dabei neben gigantischen Opfern an Menschenleben auch 85% der sowjetischen Industrieproduktion lahmzulegen.

Da mit Gewissheit Stalin durch seine hocheffiziente Feindaufklärung von diesen durchaus ernst gemeinten Plänen wusste, musste er als Regierungschef darauf bestehen, das einzig relevante Abwehrpotential seines rückständigen Riesenreiches ständig bereit zu halten – nämlich die gigantischen Reserven der Infanterie. Diese Dauermobilisierung eines Millionenheeres als Rechtfertigung für die Existenz der NATO anzuführen, ist intellektuell unredlich.

NATO-Narrativ Nummer drei: Der Ostblock habe die deutsche Spaltung herbeigeführt und auf diese Weise „den Westen“ leider gezwungen, sich mitten in Deutschland mit seinen Waffen aufzustellen.

Auf den letzten Kriegskonferenzen der „Großen Drei“ in Teheran, Jalta und Potsdam herrschte Einigkeit, das Deutsche Reich in seiner militaristischen und imperialistischen Struktur zu zerschlagen. Ein erneutes demokratisches Deutschland sollte von unten her aufgebaut werden. Einstweilen sollte der paritätisch besetzte Alliierte Kontrollrat anstelle einer deutschen Regierung die großen Entscheidungen treffen. Territorial wurde Deutschland in vier Teile zerlegt – allerdings sollte das entmilitarisierte Gebiet von allen vier Alliierten gemeinsam regiert werden. Der Konsens wurde jedoch auf der Londoner Sechsmächtekonferenz 1948 in aller Stille beerdigt. Denn die Sowjetunion und ihre neuen Satellitenstaaten waren von dieser Konferenz ausgeschlossen.

Stattdessen stimmten sich hier die USA, Großbritannien, Frankreich sowie die Benelux-Staaten über den zukünftigen Status der drei westlichen Besatzungszonen ab. Als bei der Alliierten Kontrollratssitzung am 20. März 1948 der sowjetische Marschall Sokolowski von seinen westlichen Partnern gerne Genaueres über die Ergebnisse der Londoner Sechsmächtekonferenz erfahren wollte, schwiegen diese ihn ebenso vielsagend wie höhnisch an. Woraufhin Sokolowski und seine Mitarbeiter die Konferenz verließen und dort auch nie wieder gesehen wurden.

Sicher war den Sowjets nicht entgangen, dass sich derweil in den Westzonen entscheidende Dinge und unwiderrufliche Entwicklungen abspulten. Denn bereits seit dem September 1947 druckten und prägten die American Note Company in New York und das Bureau of Engraving and Printing in Washington D.C. die neue Währung exklusiv für die Westzonen. Gesamtumfang dieses Lebenselixiers: 5.7 Milliarden Deutsche Mark. Und das alles unter höchst konspirativen Umständen, sorgfältig konfektioniert für die Bedürfnisse der Westzonen. Am 20. Juni 1948 regnete die neue Valuta in die Schürzen der westdeutschen Bürger. Die Sowjets stoppelten improvisatorisch eine eigene neue Notwährung zusammen, wobei teilweise alte Geldscheine einfach neu überdruckt wurden, begleitet von Spott und Hohn der Öffentlichkeit. Richtig blamabel war sodann Väterchen Stalins Rache: er ließ das unter alliiertem Kommando stehende Westberlin einsperren. Das ist in den Geschichtsbüchern als Berlin-Blockade festgehalten. Diese perspektivlose Verzweiflungstat trieb die Westberliner nunmehr komplett in das Lager der Amerikaner, die mit ihren Rosinenbombern auf der ganzen Linie punkten konnten.

Jetzt ging es den Sowjets nur noch darum, eine Bewaffnung der neuen Bundesrepublik Deutschland zu verhindern oder zumindest solange wie es ging hinauszuzögern. So bot der gealterte Stalin im Jahre 1952 in seiner Deutschland-Note an, seine gerade im Gegenzug gegen die Bundesrepublik gegründete DDR zu opfern, wenn sich der Westen mit einem neutralen und militärfreien Gesamtdeutschland anfreunden würde. Stalins Nachfolger Chruschtschow und Malenko gingen 1954 sogar noch einen Schritt weiter. Sie boten an, in die NATO einzutreten! Die Sowjets koppelten ihr Beitrittsangebot mit dem Vorschlag, die USA sollten sich in diesem Falle auf einen Beobachterstatus zurückziehen. Das ging nun gar nicht. Den Hausherrn vor die Tür schicken? Im Jahre 1955 war dann der Beitritt der Bundesrepublik in die NATO nicht mehr aufzuhalten. Erst zu diesem Zeitpunkt gab die UdSSR ihre Zurückhaltung auf und gründete ihrerseits den Warschauer Pakt, das Militärbündnis der Satellitenstaaten Moskaus. Als nun allerdings im Jahre 1958 Chruschtschow mit seinem Berlin-Ultimatum keck die Westmächte aufforderte, ihre Truppen aus Westberlin abzuziehen, geschah das bislang Unvorstellbare: die Westmächte versuchten die Sowjets zu besänftigen. Denn 1957 demonstrierte der Sputnik-Schock, dass von nun an die Sowjets mit ihrer neuen Semjorka-Interkontinentalrakete R-7 Atombomben mitten in die USA transportieren konnten.

Entsprechend konziliant gestimmt trafen sich die Außenminister aller vier Siegermächte, also der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Sowjetunion zum ersten Mal seit langem, und zwar zur Genfer Konferenz 1959. Aus einer Position der Stärke heraus konnte der russisch-ukrainische Polterer Chruschtschow nach dem U2-Vorfall seinen Counterpart Eisenhower mehrmals öffentlich demütigen.

Der Bau der Berliner Mauer wiederum legte für alle erkennbar den Finger in die Wunde der miserablen wirtschaftlichen Verfassung des Ostblocks. 1964 versuchte Chruschtschow dennoch ganz ungeniert, die Bundesrepublik aus dem NATO-Bündnis herauszulocken. Er schickte seinen Schwiegersohn Alexej Adschubej, seines Zeichens Chefredakteur der einflussreichen Zeitung Iswetija, zu den Spitzen der westdeutschen Wirtschaft und Politik. Sein Angebot ähnelte Gorbatschows Offerte zwanzig Jahre später: Preisgabe der DDR zugunsten einer nach Osten ausgeweiteten BRD, die ihre Bundeswehr behalten durfte. Sie sollte allerdings aus der NATO ausscheren und neutral werden. Im Gegenzug sollte die mächtige westdeutsche Industrie der Sowjetunion bei der Modernisierung ihrer Anlagen, besonders im Chemiesektor, tatkräftig unter die Arme greifen. Die westdeutsche Presse berichtete damals ausführlich und durchaus wohlwollend über diese Abwerbung von der NATO durch den Sowjetherrscher. Jedoch bereits im Oktober 1964 sollte Chruschtschow gestürzt und durch die Doppelherrschaft von Kossygin und Breschnew ersetzt werden. Damit war diese Wiederauflage des Rapallo-Vertrages aus der Weimarer Republik, und damit auch die Wiedervereinigung Deutschlands, für lange Zeit vom Tisch.

Was lernen wir aus alledem? Die Behauptung, es sei die Sowjetunion gewesen, die die deutsche Teilung betrieben und damit die Remilitarisierung Deutschlands unvermeidlich gemacht habe, entbehrt jeder Grundlage. Zudem ist die NATO nicht als Reaktion auf eine Aggression der Sowjetunion entstanden. Die NATO ist kein Defensivbündnis. Die NATO ist selber unverkennbar ein Offensivbündnis. Dieser Faden zieht sich, immer weiter verstärkt, unerschütterlich in die Jetztzeit hinein.

Wir lernen aus der Vergangenheit, wie wir die Zukunft besser machen.

Quellen:

<1> Bernd Greiner, Die Morgenthau-Legende – Zur Geschichte eines umstrittenen Plans. Hamburg 1995. S.147ff

<2> https://www.heise.de/tp/features/Der-Klub-der-Weisen-Maenner-3419681.html

<3> https://linkezeitung.de/2018/09/27/charles-chaplin-und-die-zweite-front/

<4> Diese, zurückhaltend ausgedrückt, ambivalente Haltung des Westens gegenüber der Sowjetunion hat der ehemalige sowjetische Botschafter Valentin Falin in einer faktengetränkten Dokumentation dargestellt: Valentin Falin: Die Zweite Front – Interessenkonflikte in der Anti-Hitler-Koalition. München 1995.

<5> Diese Zahlen nannte der sowjetische Außenminister Molotow auf der Moskauer Konferenz von 1947: „Er bemaß sie [diese Zahlen] niedrig, um nicht gar zu armselig zu erscheinen …“ So Jörg Friedrich in Yalu – An den Ufern des Dritten Weltkriegs. Berlin 2007. S.52.

<6> So der Befund der US-Geheimdienste in einem Memorandum vom 6.1.1945. Joachim Guilliard: 1949-91: Kurze Bilanz einer kriegerischen Geschichte. In: Tobias Pflüger u.a.: Kein Frieden mit der NATO – Die NATO als Waffe des Westens. Informationsstelle Militarisierung e.V. Tübingen 2009. https://www.imi-online.de/2009/02/15/die-nato-1949-91-kur/ siehe auch: Christopher Simpson: Blowback – America`s Recruitment of Nazis and its Effect on the Cold War. New York 1988. S.56 Die Kavallerie der Sowjetunion wurde erst 1953 aufgelöst.

<7> https://usacontrol.wordpress.com/?s=NSC-68

<8> https://en.wikipedia.org/wiki/Percentages_agreement

Bildquellen:

https://commons.wikimedia.org

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Kommentare (16)

16 Kommentare zu: “HIStory: Die Daseinsberechtigung der NATO aus dem Geist falscher Narrative

  1. Ginganz sagt:

    Lieber Herr Ploppa,
    haben Sie nicht noch einen weiteren Anlauf Chruschtschows vergessen? – Er ist doch auch 1960 mit einem 5? Punkte-Plan nach Paris gereist der unter anderem vorsah:
    – gemeinsame Wahlen in Ost und West
    – Entnazifizierung !SIC! – da haben wir es wieder! – in Ost und West
    – Rüstungsbeschränkungen
    – Neutralität Deutschlands
    Aber das hat den US-Generälen ja überhaupt nicht gepasst, das diese erst einmal ihre Atombombe weiterentwickeln wollten… Und dann haben sie einen dermaßen fiesen Dreh gefunden Chruschtschow so zu verärgern, dass er das ganze Treffen dann boykottiert hat. – Und niemand weiß WAS es gewesen ist – denn das Maul haben sie alle gehalten…
    Dazu gibt es auch einige Arbeiten von gabyweber.com
    Vielleicht haben Sie ja eine Idee womit man Chruschtschow so ärgern konnte…?

    • Ginganz sagt:

      Fazit also: NICHT die Russen haben die deutsche Teilung erzwungen, sondern die USA mit genau denselben perfiden Methoden, wie sie JETZT Russland den Krieg mit der Ukraine aufgezwungen haben!

  2. FreedomRider sagt:

    Stimmt was Herr Ploppa da referiert, das hat mir auch ein alter Major und Hobbyskipper nach ner guten Runde Caiphi auf einer Vulkaninsel mitten im Atlantik vor 20Jahren in einer langen Sommernacht so dargestellt. Er sagte auch dass sie die Indianer töten mussten, weil sie zum arbeiten nicht zu gebrauchen waren

  3. zurfall sagt:

    Wie war es tatsächlich und was wird uns heute von den Mainstreammedien erzählt. Man könnte es auch Gehirnwäsche nennen. Unater diesem aspekt muß man wohl die heutige Ukrainekrise sehen. Wir haben einen Bösen und nur Verteidiger und Ewigverfolgte. So lange die Gelder in die richtigen Kassen fließen geht dieses Spiel so weiter. Sehr gut zusammen gefasster Beitrag von Herrn Ploppa.

  4. Alex C sagt:

    Naja wieso sollte man auch mit Stalin einen Pakt schließen. Durch Stalin sind viele Millionen Menschen gestorben.
    Davon mindestens 7 Millionen Ukrainer.
    Nach den Ankündigung Jelzins dass Russland langfristig in die Nato einteten möchte sollte auch die Natoosterweiterung keine Rolle mehr spielen.
    Nur würde die Nato so eine Pseudodemokratie wie sie Putin errichtet hat niemals aufnehmen. Dort wo Opposition verhaftet wird, kritische Medien verboten werden und Journalisten ermordet werden kann man nicht unterstützen.
    Jetzt wird noch die russische Gesellschaft gesäubert und mit Z hat man das neue Hakenkreuz. Russland entwickelt sich zu Nazi Russland mit Putin an der Spitze.

    • "Nur würde die Nato so eine Pseudodemokratie wie sie Putin errichtet hat niemals aufnehmen. Dort wo Opposition verhaftet wird, kritische Medien verboten werden und Journalisten ermordet werden kann man nicht unterstützen."
      Der war echt gut …
      Bist du so naiv oder soll dein Beitrag provozieren ?
      Bei ersterem gibt es Abhilfe. Fang mal an weniger Leitmedien aber dafür mehr Daniele Ganser zu konsumieren.

    • _Box sagt:

      Ich schätze hier ist eine aktuelle Leseempfehlung trefflich. Dieser Tage tut das Not und sie passt wirklich sehr gut:

      Der längste Krieg in Europa seit 1945 – Augenzeugenberichte aus dem Donbass

      31. März 2022 um 10:48 Ein Artikel von Ulrich Heyden

      Der Autor und Journalist Ulrich Heyden hat die international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seit 2014 mehrmals besucht. Er analysiert in seinem neuen Buch „Der längste Krieg in Europa seit 1945“, warum der Konflikt in der Südostukraine entstand und warum das Waffenstillstandsabkommen “Minsk 2” immer wieder gebrochen wurde. Das Fazit des Autors: Die Ukraine könnte als neutrales Land zwischen Russland und dem Westen in Frieden leben. Jeder Versuch, das Land auf eine Seite zu ziehen, wird es zerreißen. Wir veröffentlichen hier die Einleitung des Buches. Von Redaktion.
      (…)
      Statt Fakten, Stimmungsmache

      Nach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine spielten die großen Medien in Deutschland keine gute Rolle. Sie heizten die Stimmung gegen Russland weiter auf, indem sie unterstellten, Russland werde möglicherweise weitere osteuropäische Länder überfallen. Von Diplomatie war keine Rede mehr, nur noch von Aufrüstung. In Deutschland lebende Russen waren das erste Mal seit dem Kalten Krieg wieder mit verächtlichen Äußerungen im Alltag konfrontiert.

      Die Situation wurde von den Medien auch falsch gewichtet. Es wurde behauptet, in der Ukraine habe der „erste Krieg in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg“ begonnen. Tatsächlich war es die NATO – unter Beteiligung der deutschen Luftwaffe – die 1999 im Kosovo-Krieg Ziele in Serbien bombardierte. Das war der erste Krieg in Europa seit 1945.

      Auch verschwiegen die deutschen Politiker und großen Medien, dass der Krieg in der Ukraine 2022 begann, sondern bereits 2014. Im Februar 2014 fand in Kiew – angeführt von rechtsradikalen, militanten Gruppen – ein Staatsstreich statt. Der amtierende Präsident Viktor Janukowitsch wurde unter Morddrohungen aus Kiew verjagt.

      Zwei Monate später, am 14. April 2014, schickte der geschäftsführende nicht-gewählte ukrainische Präsident Aleksandr Turtschinow Truppen in den Donbass. Sie sollten im Rahmen einer „Antiterroristischen Operation“ die Separatisten aus Regierungsgebäuden in Donezk und Lugansk vertreiben.

      Diese „Operation“ kostete bis heute 14.000 Menschen das Leben. 5.000 Menschen starben in der Volksrepublik Donezk, 4.000 in der Volksrepublik Lugansk [3] und 5.000 Menschen in dem von Kiew kontrollierten Teil des Donbass.

      Ich habe mit den Menschen im Donbass gesprochen

      Dieses Buch handelt von dem nun schon acht Jahre andauernden Krieg im Donbass. Es handelt von Menschen, deren Dörfer und Städte von der ukrainischen Armee und rechtsradikalen Freiwilligen-Bataillonen beschossen wurden, von Kindern, die am Geräusch erkennen, um was für eine Granate oder Rakete es sich handelt und woher geschossen wird, von freiwilligen Kämpfern, die sich an der „Kontaktlinie“ zur Zentralukraine tief in die Erde eingegraben haben und gelegentlich auch zurückschießen. Mein Buch handelt auch von Ärzten, die direkt an der Demarkationslinie in einem Krankenhaus arbeiten, ungeachtet des Geschützdonner, der immer wieder von der ukrainischen Seite herüberhallt.

      Ich habe den Bewohnern der Volksrepubliken zugehört, wo sie sich auch gerade befanden, in Schulen und Kindergärten, auf Straßen, in von Geschossen zerlöcherten Häusern, an den Grenzübergängen zur Ukraine oder in den Amtsstuben von Lugansk und Donezk.

      Warum ich dieses Buch geschrieben habe? Weil die großen deutschen Medien über den Krieg im Donbass nur aus der Sichtweise Kiews berichten.
      (…)
      Man muss kein Anhänger von Wladimir Putin sein, um festzustellen, dass Rechtsextremismus und Ultranationalismus in der Ukraine von staatlichen Stellen gefördert werden und einen starken Einfluss auf die Gesellschaft haben. Es gibt viele Beispiele mit denen man diese These belegen kann. Die für mich eindeutigsten Beispiele sind der bis heute nicht von staatlichen ukrainischen Stellen geahndete Brandanschlag auf das Gewerkschaftshaus von Odessa am 2. Mai 2014 und die schon acht Jahre dauernde „Anti-Terror-Operation“ im Donbass.
      (…)
      Die Falschdarstellungen deutscher Medien

      Die wichtigsten Falschdarstellungen über die Ukraine in den deutschen Medien sind meiner Meinung nach Folgende:

      Von den deutschen Medien wird konsequent verschwiegen, dass die Ukraine ein multinationaler Staat ist. Bei der Volkszählung 2001 nannten 67 Prozent Ukrainisch und 29 Prozent der Befragten Russisch ihre Muttersprache [11].

      Verschwiegen wird auch die Zwangsukrainisierung der russischen Bevölkerung in der Ukraine nach 2014. Seit Januar 2021 darf in der Ukraine im öffentlichen Raum nur noch Ukrainisch gesprochen werden. Russisch-Unterricht gibt es nur noch bis zur vierten Klasse.

      Die deutschen Medien und Politiker übernehmen immer mehr die neue ukrainische Geschichtsschreibung, nach der die Hungersnot (ukrainisch: Holodomor) in der Ukraine Anfang der 1930er Jahre ein Mittel von Stalin war, die ukrainische Bevölkerung wie bei einem Völkermord zu vernichten. Im Februar 2022 legte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock Blumen am Holodomor-Denkmal in Kiew ab. Dabei ist in der Geschichtswissenschaft allgemein bekannt, dass es in der Zeit nach der Zwangskollektivierung schwere Hungersnöte nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Südrussland und im sowjetischen Kasachstan gab.

      Warum, so frage ich, hat bis heute kein einziger deutscher Politiker Blumen am Gewerkschaftshaus von Odessa niedergelegt, wo am 2. Mai 2014, nachdem ukrainische Ultranationalisten Feuer gelegt hatten, 42 Regierungskritiker starben?

      Der einzige Bundestagsabgeordnete, der in Odessa mit Angehörigen der im Gewerkschaftshaus Umgekommen gesprochen hat, war Andrej Hunko von der Partei Die LINKE, der Odessa 2014 mehrmals besuchte [12]. Warum wurde er von keinem deutschen Fernsehsender eingeladen, um als Augenzeuge über seine Gespräche mit den Angehörigen und die schleppenden Untersuchungen zum Brand zu berichten?

      Frank-Walter Steinmeier, der Odessa Ende Mai 2014 – damals als Außenminister – besuchte, und angeblich einen Kranz am Gewerkschaftshaus niederlegen wollte [13], nahm von seinem Vorhaben Abstand, nachdem Igor Paliza, der Vorsitzende der Gebietsverwaltung von Odessa, ihm davon abgeraten hatte. Eine Kranzniederlegung könne neue Unruhen auslösen, hatte Paliza gewarnt.

      Sowjetführer vergrößerten die Ukraine

      Deutsche Medien und Politiker verschwiegen, dass der Ukraine, die bis zur Oktoberrevolution zum russischen Kaiserreich gehörte, von sowjetischen Führern Territorien angegliedert wurden. 1922 wurden vom sowjetischen Russland auf Initiative von Lenin der sowjetischen ukrainischen Republik Teile des Donbass abgetreten, die früher zum russischen Zarenreich gehörten.

      Im Westen bekam die Ukraine 1939 durch den Hitler-Stalin-Pakt von Polen die Gebiete, Lwiv, Iwano-Frankiwsk und Ternopil. Im Süden bekam die Ukraine 1954 – auf Anweisung von Sowjet-Führer Chruschtschow – die Krim geschenkt.

      Als die Post-Maidan-Regierung im Februar 2014, einen Tag nach dem Staatsstreich, der russischen Sprache – in den Gebieten mit hohem russischen Bevölkerungsanteil – den Status einer zweiten offiziellen Sprache – neben dem Ukrainischen – entzog, war das der Auslöser für den „russischen Frühling“ in der Südostukraine.

      Im russischsprachigen Südosten der Ukraine hatte sich schon seit der orangenen Revolution 2005 und den Zwangsukrainisierungs-Maßnahmen unter Präsident Viktor Juschtschenko Unzufriedenheit unter den russischsprachigen Ukrainern angestaut. Während des „russischen Frühlings“ wurden dann in Charkow, Donezk und Lugansk offizielle Gebäude besetzt. Doch den Grund für diese Besetzungen verschwiegen die großen deutschen Medien.
      (…)
      Bundeswehr sitzt im ukrainischen Verteidigungsministerium

      Bereits vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine wurde überdeutlich: Deutschland ist im ukrainischen Bürgerkrieg Konfliktpartei. Die großen deutschen Medien und die deutsche Politik schweigen zur Verfolgung der Opposition in der Ukraine, zum Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa, zu den Morden an Oppositionellen und zur Abschaltung von vier oppositionellen ukrainischen Fernsehkanälen 2021.

      Berlin schickte massiv Finanzhilfe in die Ukraine, ohne diese an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen. Seit 2014 wurden von Deutschland 1,8 Milliarden US-Dollar an Wirtschaftshilfen bereitgestellt und „Programme zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit und zur Korruptionsbekämpfung in der Ukraine unterstützt“, wie es in einer Stellungnahme der Bundesregierung heißt. „Als Mitglied der Europäischen Union und als deren größter Beitragszahler hat Deutschland die ukrainische Regierung seit 2014 mit 17 Milliarden Euro finanziell unterstützt.“

      Weit fortgeschritten ist die Verzahnung zwischen der Bundeswehr und dem ukrainischen Militär. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, erklärte am 6. Februar 2022 in der ARD-Sendung ‘Anne Will’ überraschend: “Das deutsche Verteidigungsministerium hat seine strategischen Berater in unserem Verteidigungsministerium seit Jahren sitzen und arbeiten und die deutsche Seite ist bestens informiert, was wir brauchen und was wir nicht brauchen.”

      Mit seiner Äußerung wollte Melnik klarstellen, dass Deutschland sehr genau wisse, was die Ukraine außer Helmen an militärischem Gerät brauche. Melnik zeigte mit seiner provokativen Äußerung, dass er nicht nur als Diplomat unterwegs ist, sondern auch als Antreiber, welcher der Bundesregierung Nachhilfeunterricht in anti-russischer Politik gibt.

      Bisher galt es als offenes Geheimnis, dass Berater aus den USA und Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienst CIA in den ukrainischen Regierungsinstitutionen sitzen. Dass aber die Bundeswehr „strategische Berater“ im ukrainischen Verteidigungsministerium sitzen hat, ist eine Neuigkeit, welche die Bundesregierung wohl gerne unter den Teppich gekehrt hätte.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=82491

    • rhabarbeer sagt:

      Danke _Box

      für die Ergänzung
      und vor allem an Ulrich Heyden für das Buch.

      …und viele Grüße in die Runde

  5. zivilist sagt:

    Noch zu den Atombomben gegen Japan.

    Am vergangenen Montag mußte ich feststellen, daß es unter passionierten Spaziergängern keineswegs bekannt ist, daß es die königliche Luftwaffe war, die Königsberg zerstört hat. Das war eine militärisch so sinnlose Aktion, wie die Zerstörung Dresdens, es diente einzig dem Zweck, den Russen, mit denen WC nicht wirklich befreundet war, zu zeigen, wo der Hammer hängt, der Terminus Abschreckung wurde erst später populär. Unter meinen Ahnen ist eine Englischlehrerin, die das zweifelhafte Glück hatte, beide Angriffe zu überleben, leider nur sie selbst, denn wichtige Familiendokumente, die sie bei sich gehabt haben muß, sind auf ihrer Flucht verloren gegangen.

    Die Atombomben auf Japan waren analoge Kriegsverbrechen durch die USA. Ohne eine Lieferung von U-235 und deutsches know how durch das U-Boot U-234 an die USA hätten diese nicht ohne Invasion am Verhandlungstisch in Japan sitzen können und hätten nicht mit den in der Region dafür aufgetürmten Ressourcen in Korea einmarschieren können, das sich zu dem Zeitpunkt bereits selbst von der japanischen Kolonialherrschaft befreit hatte, was die USA freilich nicht anerkannten. Japan arbeitete übrigens auch an der Atombombe und zwar an einem Ort, der gemäß alliierter Absprache in den russischen Zuständigkeitsbereich fiel und der übrigens auch, wie Oak Ridge, mit der Stromquelle der Wasserkraft gesegnet war.

    Soviel ist sicher.

    Es gibt neue Informationen, die sich noch nicht zu einem schlüssigen Bild zusammenfügen und die ich im Moment zu recherchieren nicht die Zeit habe. U-234 war für Japan bestimmt, also müßte seine Route die Nordostpassage gewesen sein, der Kurs nach den USA ist aber ein völlig anderer, wie war da die Chronologie ? Bormann sei derjenige gewesen, der diese Umleitung von bombenfähigen Material und know how nach den USA erreicht hat, offiziell ist er in Berlin umgekommen, was sogar per DNA Test bewiesen worden sei und nachdem alle Opfer des bei Shankesville verdampften Verkehrsflugzeuges so identifiziert werden konnten und auch die Opfer von mh-370, wissen wir, wie zuverlässig solche Tests sind. Bormann sei ein britischer Agent gewesen, der Hitler gegen die 'jüdische' Atombombe einnahm. Wo fand die Anreicherung des Urans per Gaszentrifuge – einem Verfahren, das dem US Amerikanischen haushoch überlegen war – statt? Auch diese Aktivität wird bis heute von den USA geheim gehalten.

  6. zivilist sagt:

    Mal wieder Dank, Herr Ploppa.

    Wie wir schon wußten, ist die NATO ein Britisches Projekt und wie erst wenige wissen, ist der in Deutschland von Geheim General Holtherm (Tom LAUSEN – Samuel ECKERT ab Minute 28) geführte Corona Krieg ein Gladio Projekt und Gladio sind die geheimen NATO Strukturen der westeuropäischen Halbinsel. Folglich ist es richtig, die Spuren des globalen Corona Krieges bis in die City of London zurückzuverfolgen, wie ich das jetzt weiter mit der GRAND JURY tun werde .

  7. So langsam aber sicher passt der letzte Satz irgendwie nicht mehr, sonst würde es ja besser.

  8. Zara Trusta sagt:

    Fundamental
    Gut zusammengefasst…
    unbedingt teilen..

  9. FizzyIzzy sagt:

    Wer sind die "Donors on the Hill" von denen der Senior Advisor spricht und in deren Interesse es ist, den Krieg zu verlängern??…
    https://thegrayzone.com/2022/03/18/pentagon-doug-macgregor-russia-ukraine-war/

  10. Jack-in-the-Box sagt:

    "die Deutschen dauerhaft unten zu halten.“ sah bereits die Merkelregierung als eine ihrer vornehmsten Aufgaben. Doch wirklich und endgültig den Krieg gegen die deutsche Bevölkerung zu gewinnen schafft erst unser gegenwärtiges Triumvirat. Wie es aussieht, wird die fleißige Umsetzung der amerikanischen Sanktionen der deutschen Wirtschaft endgültig das Genick brechen. Aber nicht nur das. Merkels rund 1000 Milliarden "für Corona", die Erhöhung des Kriegsbudgets mitsamt dem Zuckerguss von 100 Milliarden extra, die bis 2029 ausreichend eingekauften Impfstoffe usw. usw., als das gnadenlose Hinauswerfen von unendlich vielem Geld als Staatsziel und damit die deutsche Schuldenknechtschafft für Generationen, führen zum bekannten: "WIR SCHAFFEN DAS!".

    • Wie sagte einst schon Margaret Thatcher sinngemäß: "Jetzt haben wir den Deutschen schon 2 Kriege beschert und die stehen immer noch … "
      Cecil Rhodes, Lord Esher, Alfred Milner und der Rest der elitären Clubgründer wären Stolz auf diese Genialität, Deutschland von innen heraus sich selbst zu zerstören. Endlich wird erreicht, was 1891 seinen Anfang nahm.

  11. Ursprung sagt:

    Grossartig, der Ploppa.
    Er stellt mal so eben alle Luegen der westdeutschen Politlakeien beim Analkriechgang in anglosaechsischen Verbrecherfiguren bloss, die damals landauf- landab in der BRD den Schulkindern vorgesetzt wurden- bis heute.
    Auch Hitler war schon deren hinterhaeltiger Kretin gewesen. Russen haben offenbar wie auch ich und alle Normalos grosse Probleme, so infam denken zu koennen, wie o.a. Verbrecherkreise Teufelswerke laufend durchzufuehren versuchen.
    Es stimmt Fallons wissenschaftliches Vermessungsergebnis, dass in gesellschaftlichen Fuehrungsfiguren eine per Hirnscans feststellbare soziopathologische Schwerverbrecherneigung vorherrscht, die teilweise bis 100 % geht.
    Daher die Verbrecher. Daher Kriege.

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