Tod und Spiele!

Von Ken Jebsen.

Stell dir vor, es Krieg und alle Welt kriegt es mit. Die Leitungen, die von der NSA zum Bürger führen, sind keine Einbahnstraßen. Sie führen auch wieder zurück. Also vom Bürger zur NSA.

Machmal sind diese Bürger aber auch King, wenn es um den Cyberspace geht.

Ukrainischen Hackern ist es offensichtlich erneut gelungen, nach dem Eindringen in die Datenleitungen von Vitali Klitschko und UN-Botschafterin Victoria Nuland, sich auf die Kommunikationsnetze der USA Zugriff zu verschaffen.

Sie konnten eine Mail zwischen dem Ukrainischen General Igor Protsys und Jason P. Gresh abfangen. Gresh arbeitet in der US-Botschaft in Kiew und ist ebenfalls hoher Uniformträger. Ein Oberstleutnant.

Aus der kurzen Kommunikation geht hervor, dass die USA zusammen mit Teilen des Ukrainischen Militärs alles daran setzten, um die Situation auf der Krim eskalieren zu lassen.

Was konkret geplant wird, geht aus der Mail nicht hervor. Fest steht: Das Pentagon ist involviert. So schreibt Jason P. Gresh:

Ihor,

Events are moving rapidly in Crimea. Our friends in Washington expect more decisive actions from your network.
I think it’s time to implement the plan we discussed lately. Your job is to cause some problems to the transport hubs in the south-east in order to frame-up the neighbor.
It will create favorable conditions for Pentagon and the Company to act.
Do not waste time, my friend.

Respectfully,
JP

Jason P. Gresh
Lieutenant Colonel, U.S. Army
Assistant Army Attaché
U.S. Embassy, Kyiv
Tankova 4, Kyiv, Ukraine 04112
(380-44) 521 – 5444 | Fax (380-44) 521 – 5636“

Offiziell unternimmt die USA alles, um die Situation auf der Krim zu stabilisieren. Die Homepage der US-Botschaft in Kiew verkauft der Öffentlichkeit, dass man vor allem auf den Dialog setzen würde. So heißt es konkret:

„We call on the Russian Federation to de-escalate the conflict in Crimea and other parts of Ukraine immediately, withdraw its forces back to their pre-crisis numbers and garrisons, begin direct discussions with the Government of Ukraine, and avail itself of international mediation and observation offers to address any legitimate concerns it may have. We, the leaders of the G-7, urge Russia to join us in working together through diplomatic processes to resolve the current crisis and support progress for a sovereign independent, inclusive and united Ukraine.“http://ukraine.usembassy.gov/statements/g7-ukraine-03122014.html

Fakt ist: Der NATO ist nicht zu trauen. Sie hält sich nie an ihre Vereinbarungen. In etwa das Versprechen 1990 an Gorbatschow, nach dem Zusammenbruch der UdSSR, auf einen Ausbau der NATO Richtung Moskau zu verzichten. Washington hat dieses Versprechen mit der NATO-Osterweiterung achtfach gebrochen.
http://de.wikipedia.org/wiki/NATO-Osterweiterung

Selbst Politiker, die in Deutschland als Erzkonservativ gelten, wie zum Beispiel der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl, halten das Verhalten der EU und der NATO gegenüber Russland für nicht vertretbar und ein Spiel mit dem Feuer. Der Mann, der selbst noch Krieg im eigenen Land miterlebt hat, sagte:

Die Krise um die Ukraine mache – leider – einmal mehr deutlich, dass sich die Menschen in Europa keineswegs in Sicherheit wiegen dürften. Krieg sei nicht zwingend eine Frage der Vergangenheit.

Was immer uns die offiziellen Medien schon in Kürze mitteilen werden, wenn es in der Ukraine kracht, wir können sicher sein, dass es nicht der Wahrheit entsprechen wird.

Das alles riecht nach der Vorbereitung eines Anschlags unter falscher Flagge, um diesen dann Russland in die Schuhe zu schieben. Im Anschluss wird die NATO vorgeben, reagieren zu müssen.

NATO-Geheimarmeen haben auf diese perfide Art und Weise 40 Jahre lang in Europa Politik gemacht.

Die USA nehmen einen Krieg mit Russland billigend in Kauf, um ihren Machtbereich auszuweiten. Sollte es bei diesem Krim-Krimi zu Einsatz von Kernwaffen kommen, da Putin sich in die Ecke gedrängt fühlt und mit konventionellen Waffen der NATO unterlegen ist, wird man in Washington das tun, was man während des gesamten Kalten Krieges immer als Teil des Plans in Kauf genommen hätte. Große Teile Europas werden dann als verstrahlt aufgeben werden müssen.

Hauptsache, der Russe ist vernichtet. Das alles geschieht vor den Toren Berlins. Es ist die Gegenwart. Und wir sehen zu, als sei es ein Videospiel oder eine Doku über den Zweiten Weltkrieg.

Die Krim-Krise ist jetzt. März 2014. Die Eskalation scheint gewollt. Und mittendrin: DU!

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