TEASER! Kaiser & Lenz – Neues Format auf apolut ab 13. November 2021!

Neues Format auf apolut ab 13. November 2021!

Der Volksmund sagt: Eigentum verpflichtet. Was bedeutet das konkret? Zum Beispiel für Menschen, die im großen Stil Wohnraum gegen Miete zur Verfügung stellen?

Sollte der Staat die Anzahl der Wohnungen, die ein Einzelner besitzen darf, begrenzen oder überlässt man in einer kapitalistischen Gesellschaft alles am besten dem sogenannten Markt?

Gunnar Kaiser ist der Meinung, je mehr sich der Staat einmischen darf, desto größer ist der Schaden für alle Beteiligten. Der Staat könne nie so flexibel, nie so gerecht sein, wie der Markt und seine Individuen.

Anselm Lenz hingegen vertritt die Auffassung, dass derjenige, der alles dem Markt überlässt, vor allem Superreiche und Großgrundbesitzer in die Lage versetzt, ihre Marktmacht zu missbrauchen. Hier könne nur ein früh eingreifender Staat kapitalistische Exzesse verhindern. Lenz spricht sich für das sogenannte „menschliche Maß“ aus.

Die Frage, die beide Kontrahenten beschäftigt: Wo verläuft die Grenze für individuellen Besitz? Muss es, um das Individuum zu schützen, eine Obergrenze für Reichtum geben, die der Staat regelt? Oder aber wäre ein solch mächtiger Staat schlichtweg übergriffig und im Hinblick auf die Freiheit des Individuums eine große Gefahr für unsere Gesellschaft?

Das Format „Kaiser & Lenz“ kommt nicht ohne einen unsichtbaren Mediator, eine Art Schiedsrichter aus. Diese Rolle übernimmt Jens Lehrich. Seine unvermittelten Zwischenfragen sind das Salz in der Suppe, die Kaiser & Lenz binnen 45 Minuten gemeinsam auslöffeln müssen.

Apolut wünscht Ihnen guten Appetit!

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Kommentare (33)

33 Kommentare zu: “TEASER! Kaiser & Lenz – Neues Format auf apolut ab 13. November 2021!

  1. Tanja sagt:

    Eine großartige Idee, ein tolles Format. Meinungsbildung ist durch die Altmedien schwer möglich, entweder man nickt ab oder ist dagegen. Das findet hier statt. Und zu den kritischen Kommentaren: Wollen wir einen "Kampf" sehen=? Eine reale Auseinandersetzung? Oder reicht es nicht, wenn zwei gebildete Menschen in eloquenter Sprache verschiedene Positionen darstellen?
    Danke und ich freue mic h auf eine Fortsetzung!

  2. Hallo!

    Zuerst: schon in Zeiten von KenFM war das Bildformat so schrecklich. Jetzt wird es weiter geführt. Warum nicht 16:9 oder 16:10. Dieser kleine Streifen am Bildschirm ist furchtbar für mich.

    Jetzt zum Inhalt von Kaiser&Lenz. Das distanzierende „Sie“ ist mir als erstes unangenehm aufgefallen. Als nächstes ist das Thema „Eigentum und Staat und Privat“ eng mit der Daseinvorsorgepflicht des „Staates“ verbundenen. Auch der „Staat“ ist Eigentümer. Da sagt aber niemand: „Das ist Allgemeingut!“.

    Verpflichtet Eigentum tatsächlich? Ein eindeutiges „Ja!“ meinerseits. Es geht eben nicht um 3.000 und eine Wohnung und auch nicht um natürliche Landnutzung (Indianer). Es geht darum, dass es Menschen gibt, die Land besitzen und zwar egal wie sie zu diesem Besitz gekommen sind. Da kam der Hinweis von Lens gerade noch rechtzeitig, dass seit mehr als 600 Jahre immer die gleichen Leute (Dynastien ?) die „Reichen“ sind, die vererben!

    Eine Gesellschaft ohne Eigentum ist nicht möglich. Die Frage ist, ob Besitz gleich Eigentum ist oder ob es da etwas gibt, was die zwei Begriffe, die ja etwas beschreiben, was „mir gehört“, tatsächlich gleichgestellt werden können. Sie haben beide – Kaiser und Lenz – versagt. Den Unterschied konnten sie nicht herausarbeiten und nicht klar benennen. Es wäre so einfach gewesen:

    Inhaber – zum Beispiel einer Gaststätte (oder eines Hotels) – ist der Pächter (Mieter). Besitzer – zum Beispiel – ist die Brauerei (oder Hotelkette). Eigentümer der Brauerei und/oder der Hotelkette ist ein gemeinsamer Konzern. Das hätte herausgearbeitet werden müssen.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein funktionierendes Miteinander möglich ist, wenn sich Eigentum dem Allgemeinwohl verpflichtet. Und das völlig freiwillig.

  3. Die These, dass es kein andauerndes Monopol gibt, wäre zu überdenken. Wer ist, zum Beispiel, der größte Anteilseigner von Vonovia SE und Deutsche Wohnen? Die Antwort dürft eigentlich niemanden mehr überraschen – BlackRock. Die spannende Frage ist, wer ist der größte Anteilseigner von BlackRock? Dieses Spiel kann man mit jeden Bereich der Wirtschaft durchexerzieren, das Ergebnis ist in den meisten Fällen gleich. Der Kreis oder besser die Pyramide schließt/endet beim gleichen Player. Monopol seit Jahrhunderten durch widerrechtlich angeeignetes Vermögen.

  4. Liebe Freunde,
    ein grossartiges Format fuer einen grossartigen Austausch. Potentiell.
    Leider scheitert es komplett beim Thema "Privateigentum", weil diese Frage extrem auf unsere heutige Argumentationsweise reduziert wird.
    Wir koennen nur dann einen besonderen Nutzungsanspruch auf etwas erheben, wenn wir es auch selbst herstellen. Damit faelt alles heraus, was nicht durch uns Menschen entstanden ist wie Land, Wasser, Pflanzen, Pilze und die anderen Tierarten.
    Und selbst als Tischler, wenn wir Moebel herstellen, verwenden wir Holz, das nicht durch uns entstanden ist. Nur die Zeit, das Holz zu formen, koennen wir vorlegen.
    Und generell gilt, dass wir menschen nichts produzieren, sondern nur Substanzen der Natur formen. Das gilt auch fuer technische Systeme.
    Wir sehen, der Spielraum ist sehr eng bei aller Fuelle von Substanzen, die uns umgeben.
    Und noch zu den Indigenas ueberall. Sie kannten und akzeptierten kein Privateigentum ausserhalb ihres intimen bereichs. Es stand allen zur verfuegung. Das galt auch fuer die Germanen und Teutonen. Erst im 12. Jahrhundert wurde es aus Grossbritannien eingeschleppt auf dem west-europaeischen festland.
    Privateigentum ist immer ein Instrument elitaerer Herrschaftsformen. Wie auch alle Rechtssyteme. Es ist ein schmaler Grat, auf dem ihr wandelt.

  5. Susalie sagt:

    Vielleicht sollten wir bei allen Menschen das Giergen entfernen.
    Dann hätten wir ein Geben und Nehmen. Einfach fair und dem
    Gewissen folgend. Schönes neues Format. Danke dafür.

    • Liebe(r) Susalle, ich weiss zwar nicht, was "Giergen" ist, stimme dir trotzdem sehr zu. Und wenn wir beim Geben und Nehmen ein Wertkalkuel anwenden wollen, um Fairness zu erreichen, dann bietet sich dafuer unsere aufgewendete Zeit an.

  6. berndfeurich sagt:

    Ich wohne in einer Kleinststadt im Osten und zahle 240 € für 50 m². Würden Sie in Berlin die selben Preise haben, wäre es Ihnen vermutlich völlig egal wie viele weiteren Wohnungen Ihr Vermieter noch besitzt. Vielleicht würden Sie Ihn sogar loben und preisen, was er doch für ein wichtiges und ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft ist. Es geht also nicht um den Besitz des Vermieters, sondern um den Preis, den Sie dafür zu zahlen haben. Der wiederum ergibt sich im Wesentlichen aus Angebot und Nachfrage. Dafür sind aber nicht die Mietpartner zuständig, sondern die Politiker und die EZB.
    Des weiteren, wenn Sie sagen, du hast mehr Wohnungen, wie du selber brauchst und das wäre nicht rechtens, so müsste man dieses Prinzip ja auch auf alle anderen Bereiche der Wirtschaft anwenden – Gleichbehandlungsgrundsatz. Wenn du also mehr Maschinen hast, wie du selber bedienen kannst, mehr Autos verleihst als du selber fahren könntest usw, dann werden diese Dinge enteignet. Und so sind wir irgendwann wieder im Sozialismus, wo allen alles gehört und keiner verantwortlich ist. Und ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung berichten, dass war kein guter Zustand.
    Des weiteren, wenn Sie die Wohnungen enteignen, entstehen dadurch keine neuen Wohnungen. Es verringert also nicht die Nachfrage und vergrößert nicht das Angebot. Wieso sollte das eine Lösung sein. Vielleicht reduziert es Ihre Mietlast – Glückwunsch. Aber das kann ja nur durch Subventionen geschehen, also auf kosten der Allgemeinheit, auf Kosten derer die gar nicht in Ihrer Wohnung leben.
    Und jetzt bin ich wieder bei meiner Wohnung. Sie kostet 240 € für 50 m², allerdings erhalte ich auch als händeringend gesuchter Erzieher/Pfleger kaum mehr als den Mindestlohn. Ich hatte auch schon zwei Jahre lang keine Hausärztliche Grundversorgung wegen Überlastung des Gesundheitssystem, lange vor Corona. Das Problem sind doch nicht die Wohnungsbesitzer. Das Problem sind wir, bin Ich, unsere Gesellschaft, unsere Art zu leben, zu denken zu handeln. Jeder dem das Hemd näher ist, als die Jacke.

    • Lieber berndfeurich,
      nicht die Frage des Besitzes oder Eigentum steht im Zentrum, sondern dass wohnen auch die Herstellung von Wohnraum beinhaltet. Eine Gesellschaft, die so organisiert wird, dass wohnen getrennt wird von der Grundbedingung der Existenz eines Wohnraums, das ich 2. thermische Huelle fuer geschuetzte Raeume nenne, kann jeden Unsinn entstehen lassen. Es ist eine Dogmatik, auf der eine Fuelle von Erscheinungsformen aufgebaut werden kann.
      Wenn wir dann die kleine Basis, das private Eigentum an gemeinsamen Ressourcen, wegziehen, faellt der ganze Ueberbau zusammen.
      Und da sind wir sofort bei Rechtssytemen angekommen, die zu ihrer Durchsetzung die physische Gewalt der staatlichen Konstrukte notwendig machen.
      Der Preis fuer Wohnraum setzt die Trennung von Herstellung, Verwaltung und Nutzung voraus.

  7. Norbert sagt:

    Ich habe mich so gefreut auf die Auseinandersetzung! Aber warum wird nicht von Anfang an unterschieden zwischen: Besitz/Eigentum und GELIEHEN (von der Natur/vomLeben/von der Zukunft). Natürvölker sehen – nach meinem Kenntisstand – sich selbst als Teil der Natur!

  8. Die Diskussion ist gut und wichtig. Es gibt allerdings neben der sozialistischen und kapitalistischen Argumentation auch eine demokratische Argumentation.

    Im Kern geht es dann nicht mehr um Besitz und Eigentum, sondern um den Unterschied zwischen Reichtum und Vermögen.

    An dieser Stelle zitiere ich mangels anderer Fundstellen mich selbst:

    "Eine Demokratie muss Eigentum fördern, da es die Bürger ins Vermögen setzt frei und unabhängig ihrer Arbeit, ihrem Leben und ihren gesellschaftlichen Aufgaben nach zu kommen.

    Eine Demokratie muss auf der anderen Seite Reichtum verhindern, da dieser normale Bürger der Gewalt reicher Bürger unterwirft. "

    Die Unterscheidung bezieht sich auf die unterschiedliche Wortherkunft der beiden Begriffe. Vermögen umfasst Besitz/Eigentum und Können, während der Begriff reich seiem Ursprung nach mächtig bedeutet.

    Die Frage der Grenzziehung zwischen Reichtum und Vermögen bleibt natürlich bestehen, aber es zeichnet sich bei dieser eine Lösung ab, denn im Grunde geben sich hier die Reichen mit ihrem Drang zur Machtausübung selbst zu erkennen,.

    In einer Demokratie darf Reichtum die Gleichheit der Stimmgewichte nicht zu stark beeinträchtigen. Wird der Einsatz von geldwerten Mitteln zur politischen Einflussnahme in unverhältnismäßiger Weise beobachtet, dann handelt es wohl um Reichtum.

    Wird dies nach Artikel 18 Grundgesetz als Kampf gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung erkannt, was es meiner Meinung nach darstellt, erlaubt es dieser Artikel auch heute schon, den Reichtum auf Vermögen zurück zu stutzen. Wobei der Artikel etwas ungenau nur den Begriff Eigentum verwendet.

    Bei dieser Sichtweise geht es nicht mehr um Sozialismus versus Kapitalismus, sondern nur noch um die Frage einer funktionsfähigen Demokratie.

  9. FreedomRider sagt:

    Ich finde die staatl. Reformen und die Menschenexplosion hier sind schuld an dem Dilemma.
    Hab in meinem ganzen Leben nie mehr wie max. 250 € für Miete bezahlt und das immer so um die 80-100qm.
    Man konnte mit den Vermietern immer einvernehmlich verhandeln. Gut speziell Berlin mag ne Abzockerstadt sein, aber ein Bekannter lebt dort und zahlt für seine 180qm- Wohnung, Zumindest bis vor 2 Jahren auch nur sieben fuffzig warm

  10. Lesetipp für Anselm Lenz und Gunnar "Marie Antoinette" Kaiser: economy4mankind.org/vermoegensbeschraenkungen und /vision.

    Niemand, der 20 oder mehr Wohnungen oder ein riesiges Vermögen besitzt, hat dafür "hart gearbeitet". Entweder hat er andere für sich arbeiten lassen, oder er hat von jemandem geerbt, der andere für sich arbeiten ließ. Mieten sind immer eine Umverteilung von denjenigen, die so gut wie nichts besitzen, an diejenigen, die zu viel besitzen. Für diejenigen, deren Vermögen und Einkommen zu gering ist, muss die öffentliche Hand Wohnungen bauen und zum Selbstkostenpreis vermieten, siehe economy4mankind.org/umsatzprovisionseinnahmen

  11. wasserader sagt:

    Wir haben global die größte Kapitalkonzentration der Geschichte .
    Kapitalkonzentration=Machtkonzentration .
    Es ist beinahe belanglos ob die Machtkonzentration über Kapital oder Sozialismus entsteht .
    Machtkonzentration führt zu Machtmissbrauch .
    Es ist folgerichtig wenn heute das Internationale Kapital den Weg der Machtausweitung über sozialistische Bürokratie und Bevormundung eingeschlagen hat .

  12. Nevyn sagt:

    Da fällt mir die alte Schwabenweisheit ein: "Schaffe, net schwätze!"
    Fangt einfach an.

  13. Der obige Ankündigungstext beginnt mit einer glatten Falschaussage:

    Das GRUNDGESETZ sagt: Eigentum verpflichtet, und wenn der Volksmund das wirklich übernommen hätte, weil im Bewusstsein des Volkes fest verankert wäre, dass übermäßiges Eigentum dem Individuum strikt Verantwortung den Mitmenschen gegenüber abverlangt, dann wäre die Situation auf dem Wohnungsmarkt sicherlich eine andere.

    Da aber selbst die Grundgesetzverteidiger etwas verteidigen, das sie nicht kennen, dann muss man sich wohl auch nicht über einen Staat wundern, der seine Macht missbraucht.

  14. helli-belli sagt:

    das "Schöne" ist doch, dass wir ja gerade sehen dürfen "wie gut" der Kapitalismus und sein "freier Markt" funktioniert …

    Lt der Analyse von Yanis Varoufakis gibt es mittlerweile fast gar keinen Markt und damit auch keinen "Kapitalismus" mehr: er spricht vom "Techno-Feudalismus" als dem neuen, "real existierenden System"
    ( https://www.youtube.com/watch?v=Ghx0sq_gXK4 )

    … und für Yanis' Analyse ist es völlig ausreichend beim aktuellen Stand des Systems, beim "Ist-Status" zu bleiben um ihr schlichtweg beipflichten zu MÜSSEN – wenn man den Trend gedanklich aber nun weitergeht und die nächsten anstehenden Systemrelevanten Änderungen im Zuge der Digitalisierung, insbesondere der "Digitalisierung des Arbeitsmarktes" / "New Work" mit einbezieht, dann wird sehr schnell klar, dass es so wie bisher gar nicht weitergehen KANN.

    Einfaches Beispiel:
    A) standortverteilte / remote Zusammenarbeit wird das "New Normal".
    1.) schon alleine wegen der anfallenden Daten aus Kommunikation & Zusammenarbeit, welche zukünftig zur Optimierung & KI-Unterstützung genutzt werden können – sowie
    2.) der offensichtlichen Vorteile wie die "bestmögliche Fachkraft für die jeweiligen Aufgaben" oder
    3.) Kosteneinsparungen, da Mitarbeiter aus regionen mit geringeren Lebenshaltungskosten eingesetzt werden können…

    führt zu B) "normale" Mitarbeiter aus Ländern mit hohen Lebenshaltungskosten können ihre Lohnhöhe "am Markt" nicht mehr durchsetzen.
    → wenn ich die Fachkraft aus Osteuropa zu monatl. Gesamtkosten in Höhe der Mietkosten des Mitarbeiters in Frankfurt oder München erhalte: wieso soll ich einen Vermieter mit durchfüttern?
    … und auch die restl. Preise sind wohl im Mittel mit ~30% Kapitalkosten belegt: wieso soll ich diese Kapitalerträge welche primär durch die Anhäufung von Produktivkapital und durch diese Anhäufung generierte Angebotsknappheit provoziert wurde. (bei Wohnraum ebenso wie bei Unternehmen: wie Varoufakis auch ausführt, kaufen gerade auch die Tech-Giganten jedes StartUp welches die entspechende "traction" aufweist sofort auf ("found and sell" ist bereits eine etablierte Strategie, um diese Riesen ein wenig zu melken – von selber bekommen die doch nix mehr auf die Reihe, da sich die Mitarbeiter gegenseitig im Wege stehen…) )…
    … jedenfalls haben diese Reduktionen auf der Angebotsseite natürlich steigende Preise zur Folge – und sofern diese Preissteigerungen regional sind, verlieren die Menschen die dort wohnen nun rapide an Wettbewerbsfähigkeit.

    → die "Standortfrage" wird nun zum "per capita thing"…

    Richtig: das hat gerade erst angefangen – insbesondere auch angefeuert durch den "Homeoffice-Zwang" dank "Corona" …
    … aber: "die Geister die ich rief', werd ich nun nicht mehr los" wird sich in ~10 Jahren so mancher sagen …

    … und logo: DAS wurde alles bereits vor Jahren gedanklich durchgespielt.
    Die Lösung: Grundeinkommen.
    … erst über ein BGE welches die Menschen von ihren Lebenshaltungskosten entkoppelt werden diese ihre Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangen.
    Man wird aber schlecht warten können, bis die Leute "draußen" sind – um dann hier mit einer Umstellung beginnen zu können…
    … und daher wurde die "kontrollierte Sprengung" initiiert… um A) die Kontrolle zu behalten und B) nicht zu lange warten zu müssen, bis "China" die westl. Systeme endgültig abgehängt haben wird …

    I) CBDC
    II) BGE, finanziert via CBDC (ebenso wie Pensionen, Renten, Beamte, staatl. Investitionen usw)
    III) eine "Resourcensteuer" an den Stellen der Horte wird fällig sein müssen.
    → "das, was ich via CBDC an Frischgepresstem ins System hineinschiebe und was nicht in F&E und "Wachstums-Investitionen" investiert wird sondern gehortet wird (zB nicht Hausbau – aber Hauskauf), das wird mit entsprechend hohem CBDC-Abzug unattraktiv gemacht." … wie ein gutes gesetz müssen die regeln hierfür klar – aber situativ & dynamisch anwendbar sein. klar: ich kann einem Wein & Spirituosenladen nicht mit einer Ressourcensteur auf sein Whiskeylager kommen (ob das Business Fake ist, werden die Daten aus dem CBDC ja schnell hergeben) – aber wer meint, er müsse Autos, Häuser oder Rohstoffe sammeln, der muss für diese Verknappung des Angebots dann eben blechen. Und das aufkaufen & Plattmachen der Konkurrenz hätte dann auch ein Ende. … ja: auch das "Bayern-München Modell" (ich kaufe nicht nur das, was ICH brauche – sondern vor allem eben auch das, was die Konkurrenz bräuchte) könnte dieser Regelung zum Opfer fallen …

    … wir müssen endlich weg von dieser feudalen Eigentumsgesellschaft und hin zu einer Leistungsgesellschaft.
    und dank der Digitalisierung und ihrer Transparenz bin ich da eigentlich ganz zuversichtlich, dass sich dies angetrieben durch die "unsichtbare Hand des Marktes" am Ende doch wieder einstellen wird.

    … und mich würde es nicht wundern, wenn einer der Treiber hin zur "agilen Wettbewerbsgesellschaft" ausgerechnet INDIEN sein wird.
    … den Indern traue ich es am ehesten zu, dass sie die geltenen "Intelectual Property Rights" für ihr "kybernetisches kollaborations-Big-Grid" in einer Art und Weise ausgestalten, dass Wissen dort frei verfügbar und von jedermann nutzbar sein wird.
    … clever ausgestaltet wäre auch eine systemimmante "Innovationsabgabe an die Erfinder" realisierbar: man darf alles nutzen, das System schlägt einem sogar die verfügbaren Möglichkeiten und Best Practices inklusive der Pläne, Code-Snippets, Dokumentationen und der protokollierten kollaborativen Entstehungsprozesse proaktiv zur Verfügung: bei der Nutzung wird einem dann allerdings automatisch ein Umsatzanteil (direkt beim Bezahlvorgang via CBDC an der Kasse) abgezogen und den eigentlichen Erfindern und Innovationstreibern sowie deren Organisationen gutgeschrieben.
    … es ist ja ab nun alles protokolliert … die Frage: "wer hat's erfunden?" erübrigt sich daher. Digital Workspace statt Patentanwalt.

    … jeder, der kreativ arbeiten möchte und auch als Individuum identifiziert und entspechend monetär belohnt werden möchte, wird dann über kurz oder lang sich in eben diesem System einloggen und dort seiner kreativen Arbeit nachgehen.

    PS: und dieses aktuell etablierte Modell, bei welchem man sich im Wissen dass andere eine Ressource sicherlich benötigen werden man sich diese nun aneignet, um dann dank seiner Möglichkeiten diese knappen Güter aufzukaufen gerade dadurch dann eine zusätzliche Knappheit erzeugt – um darauf basierend und auf der Notsituation und Zwangslage der anderen nun einen Gewinn dabei erzielen zu können…
    … dieses "Modell" wäre bei der Anwendung geltenden Rechts übrigens eine Straftat. "Wucher".
    … die Idee, dass man diese Wucherei da sie weitverbreitet ist nun mit so Konstrukten wie "Ortsüblichkeit" legalisiert ist passend zur Situation in diesem Land und zum System insgesamt.

    … das Schöne dabei ist: es wird nun sehr bald ein Ende haben.

    … das Problem dabei ist: das New Normal" könnte auch Komponenten eines Social Credit System beinhalten & ein CBDC-BGE-System könnte (und wird wohl) so ausgestaltet sein, dass es jene die auch heute das Sagen haben weiterhin beim Machterhalt unterstützt…
    … aber auch hier gibt es einiges an Licht im Schatten: die Möglichkeiten der Digitalisierung bzgl. der "Freien Medien" in der Kombination, dass die sogenannte "Mitte der Gesellschaft" welche sich gut im System positioniert hat nun aufs Abstellgleis muss (Änderung der Distributionskanäle sowie andere Konsolidierungsmöglichkeiten im Zuge der Digitalisierung machen deren "Arbeitseinsatz" einfach überflüssig), werden auch hier einiges an politischem Druck aufbauen …
    … klar: in der Vergangenheit hat dies dann all zu oft sehr direkt in den Krieg geführt …
    … und gerade in Deutschland wäre die Fallhöhe und damit der veränderungsdruck auch diesesmal wieder besonders hoch …
    … faschistisch genug scheinen die Landleute ja nach wie vor zu sein…

    "Führer befiehl': wir folgen dir!"

    Richtig: mangels Führer fällt diese Option wohl flach.
    Zumindest in Deutschland – und wohl auch in ganz Westeuropa.

    … und dass sich diese ganze Plandmie nun nicht in Luft auflösen wird, sondern dass das dicke Ende und das "New Normal" – evtl. auch in der "New World Order" niederschlagen werden, das ist zwar aus meiner Perspektive nicht sicher – aber doch sehr wahrscheinlich.

  15. Rob Kenius sagt:

    Freier Markt und starker Staat sind kein Widerspruch. Das zeigt uns China. Als dritte Zutat benötigen wir noch echte Demokratie. Am besten Direkte Demokratie.

    Der Staat kann den Markt regulieren, indem er flexible Parameter setzt. Ein Beispiel sind Steuern. Nicht Erbschaftssteuer ja oder nein, sondern wie hoch? Progressiv? Und über welchen Zeitraum gestreckt? Mit welcher unteren Schwelle?

    Wenn der Staat schnell reagiert und seine eigenen Fehler korrigiert, kann man so in die Zukunft starten. Am schnellsten mit online-Abstimmungen:
    Direkte Digitale Demokratie.

    Rob Kenius, kritlit.de

    • Hallo Rob,

      in einer Demokratie ist der starke Staat durch eine schwache Regierung (die ja eigentlich gar keine Regierung sondern eine Verwaltung ist) definiert.

      Gegen einen starken demokratischen Staat hat hier vermutlich niemand etwas einzuwenden :-).

      Eine direkte digitale Demokratie allerdings ist eine echte Horrorvorstellung. Nicht wegen dem 'direkt', sondern wegen dem 'digital'. Es gibt bei einer Bevölkerung von über 60 Millionen Stimmberechtigten schlicht keine Möglichkeit eine Abstimmung digital so durchzuführen, dass dem Ergebnis vertraut werden kann. Bei 100 Stimmberechtigten kann man noch überblicken, ob das Ergebnis dem wahrgenommenen Stimmungsbild entspricht und hat so eine nicht optimale, aber existente Kontrollmöglichkeit.

      Direkte Demokratie – Super, aber aufwendig. – Kann trotzdem klappen.

      Direkte digitale Demokratie – Nicht nachprüfbare Abstimmungsergebnisse – Keine Demokratie.

      Aber es muss und sollte ja auch nichts schnell und flexibel entschieden werden, schon gar nicht bei der Gesetzgebung. Im Gegenteil sollte die Gesetzgebung in der Menge irgendwie gedeckelt werden, damit nicht ein Gesetz während eines Jahres 5 mal geändert wird – oder wie oft wurde das IFSG im laufenden letzten Jahr geändert? Die Regeln, welche das Gemeinwesen regeln, dürfen sich nicht ständig ändern. Regeln, die sich ständig ändern, sind keine mehr, Deshalb finde ich direkte Demokratie OHNE DIGITAL gut. Es kann der Demokratie nur gut tun, wenn Regeln langsam und mit Bedacht geändert werden.

  16. Überall „Chaos“ und „Probleme“ und man hat keine andere Erklärung dafür, als böse Absichten von bösen Menschen. Wenn man etwas von Makroökonomie verstehen will, muss man nur den ersten Ökonom verstehen, der schon vor 2000 Jahren wusste, wie die soziale Frage zu lösen ist:
    Jesus von Nazareth:
    https://www.swupload.com//data/Jesus-von-Nazareth-der-Oekonom-211111.pdf

  17. Querdenker sagt:

    Also, ich mag Gunnar Kaiser sehr. Seine Philosopischen Beiträge sind oft brilliant. Seine Rezession zur Prechts Buch "Von der Pflicht" war großartig. Aber seine These zum freien Markt ist doch, um es vorsichtig zu sagen, sehr naiv. Wer, beispielsweise, soll denn die notwendige Transparenz sicherstellen die ja schon in der Theorie für einen freien Markt vorausgesetzt wird, wenn dies nicht der Staat tut. Die Markteilnehmer werden doch nicht von selbst für Transparenz sorgen, wo wäre denn da der Anreiz.

    Aber ich freue mich auf das neue Format, denn mit Anselm Lenz bekommt der Gunnar Kaiser einen würdigen Gegenpart :-)

    P.S. Vielleicht darf ich hier noch kurz mein persönliches Empfinden äußern, warum viele so gegen den Staat wettern. Ich glaube, dass diejenigen, die immer einen sehr reduzierten, nur für die Kernaufgaben Sicherheit und Recht verantwortlichen Staat wollen, immer unseren aktuellen Staat al abschreckendes Beispiel vor Augen haben. Aber diese Staat ist gekapert von Lobbyinteressen, Kapital und auch radikalen Idilogien. Von dieser Art Staat will sicher, außer den Nutznießern, keiner mehr.
    Nur, es sollte doch offenkundig sein, dass eine Gesellschaft in irgendeiner Form auch organisiert sein um nicht "Wild-West" Verhälnisse zu haben, wo sich der Stärkere oder schlimmer noch der Skrupelosere immer durchsetzt. Und diese Organisation des Gemeinwesens nennt man eben Staat.

  18. Karin sagt:

    Fass : "Wenn heutzutage auch oft gleichgesetzt sollte man sicher erinnern, dass der DDR- Staat doch deutlich verschieden vom BRD Staat war. "
    Das neue Format wird sicher interessant, aber Ideen, die gerade aus dem genannten Unterschied geboren werden könnten, können die drei "Wessis unter sich" wohl leider nicht entwickeln.

    • Querdenker sagt:

      Ja, da ist was dran. Ich hätte mir auch einen anderen Moderator als Jens Lehrich gewünscht, jemand, der zumindest das neokapitalistische Konzept schon sehr verinnerlicht hatte. Ob er sich mittlerweile einen genügend großen Abstand dazu erarbeiten konnte werden wir sehen. Lassen wir uns also überraschen …

    • Fass sagt:

      @ Karin
      hihi, schön geschrieben, aber dafür haben wir ja das Forum, um ein paar weiterführende Ideen einzuwerfen, die ggf geprüft und in der liberal-sozialen Debatte beleuchtet werden können.

  19. Ein spannendes Format. Ich freue mich drauf!

    Wir haben ja auch dazu gelernt. Wir fangen klein an und machen dann immer weiter… Viele gute Ideen können so bekannt und vielleicht umgesetzt werden. Ken hatte mit seinen Formaten schon einige gute Ideen dazu beigetragen. Erstarren wir
    nicht und kommen ins Handeln.
    Ein paar Gedanken meinerseits.
    Genossenschaften sind eine gute Grundlage
    für das Wohneigentum, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und der Tauschhandel bietet sich an. Eine Gemeinschaft mit vielen Berufen, die sich gegenseitig unterstützen und kulturell bereichert.
    Ein Netzwerk analog und vor Ort.
    Das ist auf dem Land und in den Stadtteilen mit einer individuellen Lebensform meines Erachtens auch gut möglich.
    Die Frage ist, wie finden sich die Netzwerker? Wer beschreibt die Interessen.
    Einige Gedanken in den Abend und Danke an die beiden Mutmacher.

  20. Ralle002 sagt:

    Irgendwo bekomme ich das völlige Gruseln, weil das Ausmaß der Finanzkrise immer bösartiger wird und es ist auch nicht erkennbar, dass die Politik, die Gesellschaft etc. aus alten Denkmustern rauskommen.

    In den letzten Jahren sind etwa in meiner Heimatstadt mehrere teure Wohnsiedlungen entstanden. Dann gibt es in der gesamten Umgebung immer mehr Pflegeheim-Neubauten, etwa auch von der Diakonie finanziert. Die Unterbringung etwa in den vielen neu hinzugekommenen bonitas-Wohngruppen in meiner Nähe kostet pro Bewohner ca. 2.150 EUR pro Monat, was ich bei einer dortigen telefonischen Anfrage mal herausgefunden habe. Das Geld bezahlt der Staat wie immer mit immer mehr Schulden, deren spätere Rückzahlung nicht vorgesehen ist.

    Dann gibt es in meinen Nachbar-Orten immer mehr leer stehende Firmengebäude, zudem sehr wenige hundert Meter von mir entfernt ein mehrstöckiges langjährig leerstehendes Klinikgebäude oder etwa wenige hundert Meter weiter eine durch eine neue Umgehungsstraße weitestgehend überflüssig gewordene breite Durchgangsstraße, für deren Rückbau aber das Geld fehlt.

    Etwa beim Fußball gibt es die nicht besonders niedrigen Spielergehälter, die mit völlig beliebigen Geldsummen bezahlt werden, wodurch es immer mehr Geld in der Welt gibt, wodurch Deutschland ganz sicher auch Flüchtlinge oder etwa auch die Abholzung von Regenwäldern verursacht.

    SZ, 11. November 2021
    "Ich war da auch nie ein Pharisäer"
    Der frühere Bayern-Boss verteidigt die Geschäfte der Münchner mit dem Emirat. Das eingenommene Geld sei wichtig, um teure Spieler bezahlen zu können.

    Herr Gellermann müsste eigentlich auch diese Talkrunden im Ersten unter die Lupe nehmen:

    Sendung vor zwei Wochen:
    Scholz und Habeck: Ist Rot-Grün-Gelb finanzierbar? | Anne Will
    In dieser Sendung spricht etwa der Wirtschaftsjournalist Rainer Hank von Umverteilung und dem Ausbau des Sozialstaates, den es aber immer gegeben habe, wenn die Sozialdemokaten regiert hätten.
    Er erwähnt etwa auch die kapitalgedeckte Aktienrente.
    Darüber hinaus hätte man den Sozialdemokraten die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gar nicht zugetraut.

    Die Anne Will Talkshow ist wie immer eine fernsehtechnisch extrem professionelle Sendung. jedoch selbst mit Olaf Scholz und Robert Habeck keinesfalls mit Talkgästen besetzt, die die Probleme jemals lösen könnten:

    Olaf strahlt. Der Robert von den Grünen spricht ein wenig über den Kohleausstieg und im Übrigen würde Olaf Scholz ganz sicher ein Klimakanzler.
    Etwa Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin beim DIW Berlin, sagt noch etwas im Zusammenhang mit dem Mindestlohn.

    Wenn man dann aber etwas mehr hinter unserem Finanzsystem her recherchiert, was aber die wenigsten von uns machen werden, dann bekommt man das völlige Gruseln:

    Statistisches Bundesamt:
    Pro-Kopf-Verschuldung steigt im Jahr 2020 auf über 26 000 Euro

    Bei diesen Pro-Kopf-Schulden handelt sich jedoch nur um einen Nominalbetrag, der aber nicht besonders aussagekräftig ist, weil die Rückzahlung dieser vielen Schulden praktisch gar nicht vorgesehen ist, was etwas mit der besonderen Funktionsweise unseres Schuldgeldsystems zu tun hat.

    Welt, 02.01.2019
    Deutsche besitzen 6,2 Billionen Euro – und haben ein Problem

    tagesgeld.info, 24.09.2021
    Bilanzsumme der EZB liegt bei über acht Billionen Euro

    Welt (Video), 20.10.2021
    AMPEL-DEBATTE: Lindner über EEG-Umlage, zukünftige Finanzminister und Olaf Scholz | WELT Interview

    Christian Lindner spricht in dieser Klima-Debatte etwa von den Steuererhöhungen, die ausgeschlossen worden seien. Dann müsse die Schuldenbremse erhalten bleiben.

    Wiens Finanzchef Gernot Blümel will dann eben auch Lindner als Amtskollegen.

    So ganz nebenbei plant dann die Bundesbank einen Neubau, der etwa eine Milliarde Euro kosten soll.

    Im Moment erinnert der Raum Köln an die Edelweiß-Piraten:
    Am 10.11.1944 seien von diesen sechs Personen auf einem Bahndamm in Köln Ehrenfeld durch den Strang hingerichtet worden.

    Rassismus dürfe es nie wieder geben.
    Hierzu:
    Den Nationalsozialismus hat es aber nicht deshalb gegeben, weil es eher zufällig Rassismus gab.
    Vielmehr hatte das Bankensystem den Weltkrieg benötigt und der Rassismus war nur das Mittel zur Destabilisierung, aber keinesfalls der Kriegs-Auslöser.
    Jetzt sorgt die EZB mit ihrem vielen Gelddrucken zwar bis auf weiteres noch für den Systemerhalt, jedoch ist dieser nur deshalb möglich, weil unser Geld immer mehr zum Zwang und zur Illusion wird.
    Der Staat leistet immer mehr sinnlose Ausgaben, während für Hartz IV-Empfänger eine mehr als groteske Anhebung ihrer Leistungen allenfalls infrage kommt. Schließlich könnten Hartz IV-Empfänger auch arbeiten. Wenn sei dies gar nicht machen, dann müssten sie selbst schuld gewesen sein.

  21. Fass sagt:

    Klingt nach einem interessanten Format. (Auch wenn man Konsequenz manchmal übertreiben kann (und JL das sicher gut moderiert) aber wäre es wirklich zuviel verlangt gewesen, das hätte KJ übernommen?)

    Nun gut, zunächst die Frage des freien Marktes .. "Der Staat könne nie so flexibel, nie so gerecht sein, wie der Markt und seine Individuen."
    ist nicht hinlänglich offengelegt, das es keinen freien Markt gibt, da der eine Partner strategisch und der andere emotional agiert (srategisches Unternehmen mit Marketing versus Konsument)? Damit kann es ohne staatliches Eingreifen keine Chancengleichheit im Markt geben.

    Wenn heutzutage auch oft gleichgesetzt sollte man sicher erinnern, daß der DDR Staat doch deutlich verschieden vom BRD Staat war. Staat ist sozusagen nicht gleich Staat. Wir müssen hin zu wir sind der Staat und das ist unser Land! oder an welcher Stelle sollen wir den Schutzschirm aufstellen gegenüber dem global und strategisch agierenden Großkapital? Etwa beim Einzelbürger? Oder geben wir den Gestaltungsanspruch auf?

    Interessant finde ich die Frage des gesicherten Wohnraumes. In Anbetracht der Schwabschen Grundsicherungspläne bin ich unbedingt für Wohnraumsicherung dinglicher Art: vlt so- Die Gemeinde/Stadt kennt die Anzahl ihrer Einwohner in etwa – entsprechender Grund und Immobilien in kommunalen Besitz mit lebenslangem Wohnrecht gegen kleine prozentualen Verdienstanteil und Arbeitsstunden.
    Zweitwohnung/Ferienwohnung kann auch privat errichtet werden.

    • Ursprung sagt:

      Das scheint mir als bisherige Rahmendenke. Geht schon mit "Staat" los, von dem es bisher nirgendwo ein legales Exemplar nach Kantscher Analyse gibt. Insofern Sie dem einreisseden Korporatismus wehren wollen, waere ich voll bei Ihnen. Bruete auch ueber Abwehr dazu. Hilfskonstruktion koennte GEMEINWOHL werden. Das koennte durchaus ganz schnell kommen: sobald ein paar mehr den eugenischen Holocaust hinter der Coronaluege erkennen werden.

    • Fass sagt:

      @ Ursprung
      Als ich Gemeinwohl gern vertieft hätte, war alles schon ins Digitale verschoben und so ist mir das Konzept nach wie vor unklar. Wer und wonach einigt man sich, welche Parameter mit welcher Gewichtung in der Gemeinwohlbilanz erscheinen? Das scheint mir außerordentlich mißbrauchsanfällig bzw einfach nur mit großem Fehlerpotential belastet. Kann aber gut sein, ich habe das Konzept einfach nur noch nicht richtig verstanden.
      Immerhin gab es auf kenFM mal jemanden der SpardaBank, der sich als Teilnehmender bekannt hat.

  22. Ursprung sagt:

    Scheint die naechste Ablenkungsshow gegenueber dem Kantschen Souveraen, uns werden zu sollen.
    Fragt sich nur, ob das den designierten Akteuren Kaiser, Lenz, Lehrich klar ist. Oder ob die Hoffnung auf mehr beruflichjournalistische Aufmerksamkeit in der Oeffentlichkeit deren weltanschauliches Engagement ueberrundet.
    Der Teaser macht schon misstrauisch: was hat "Staat" mit sowas zu tun, solange dem jegliche kantsche Legitimitaet fehlt und somit nix als Provisorium ist bis mal, hoffentlich, Demokratie eines Tages kommt?

  23. berndraht sagt:

    wenn ich die Themenexposition recht verstehe, dann waren wir mit Ludwig Erhard und der sozialen Marktwirtschaft schon mal weiter. In der alten BRD war die Philosophie des Kompromisses zwischen beiden Polen das, was man den Rheinischen Kapitalismus nannte. Das waren bis etwa Mitte der siebziger Jahre im Kalten Krieg in den fetten Jahren die Kompromisslinien einer ökonomischen Prosperität, deren Ergebnisse – wenngleich unterschiedlich verteilt – doch alle teilhaben ließen. Dazu passten die innenpolitischen Reformen etwa unter Willy Brandt. Dann übernahmen zunehmend die Marktradikalen unter den Neoliberalen die Zügel. Es wurde immer aggressiver incl. der militärischen Option der EU jenseits des Völkerrechts. Die beiden Pole einer solchen Kontroverse sind also keine wirkliche Innovation. Vielleicht gelingt es dennoch, dem Themenbereich mit aktuellen Bezügen zur aktuellen gesellschaftlichen Lage und Entwicklung Leben einzuhauchen, das über bekannte historische Positionen hinausweist.

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