Pandemie-Panik!

Alle sind gefährdet, viele haben Angst, Ende offen.

Ein Zwischenruf von Wolfgang Bittner.

Bis vor Kurzem dachte ich, ein freier unabhängiger Mensch zu sein. Aber seit einigen Monaten wird mir befohlen, was ich zu tun und zu lassen habe. Aufgrund eines grippeähnlichen hochansteckenden Virus mit der Bezeichnung COVID-19 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 11. März 2020 eine Pandemie ausgerufen. Danach wurde die Bevölkerung mit Horrormeldungen über die Viruskrankheit bombardiert und die Obrigkeiten schritten zu drakonischen Zwangsmaßnahmen. An einzelnen Orten wurde Quarantäne angeordnet, ich muss wenigstens 1,50 Meter Abstand von meinen Mitmenschen einhalten und mich beim Betreten von Supermärkten, Läden, Restaurants, Verkehrsmitteln usw. maskieren, sogar bei Bankbesuchen.

Auch in öffentlichen Gebäuden herrscht Abstands- und Maskenpflicht, obwohl die Beamten und Behördenangestellten gern im Homeoffice sind und kaum einer direkt ansprechbar ist. Wenn ich meinen Ausweis, Reisepass, Führerschein verlängern oder mein neues Auto anmelden möchte, muss ich mir per Mail einen Termin geben lassen (dauert zwei bis drei Monate), jegliche Anträge sind per E-Mail zu stellen, kaum jemand ist erreichbar. Der Eindruck verfestigt sich, dass diejenigen, die sowieso schon faul waren, in der Corona-Krise noch fauler geworden sind. Verantwortungsbewusst stellen sie ihre Masken zur Schau, halten 1,5 bis 2 Meter Abstand von ihren Mitmenschen und bleiben am liebsten zu Hause, was immer sie dort machen.

„Zahlen Sie bitte unbar!“, steht am Eingang zum Supermarkt. Deswegen zahle ich in letzter Zeit an den Ladenkassen bar, obwohl ich vorher zumeist mit Kreditkarte bezahlt habe. Damit will ich dazu beitragen, dass der Staat nicht das Bargeld abschafft, nur weil es virenbelastet sein könnte oder der Mafia damit eventuell Transaktionen erleichtert werden. Die Regierung nutzt die fortdauernde Corona-Krise als Chance, alles das ins Gespräch zu bringen, was vorher von der weitaus überwiegenden Mehrheit abgelehnt wurde. Und die Bevölkerung, über Jahrhunderte darin eingeübt, ist im Großen und Ganzen gehorsam.

Neulich wurde ich an einer offenen Bushaltestelle angerempelt, weil ich meine Schutzmaske nur über den Mund und nicht über die Nase gezogen hatte. Als ich mich damit entschuldigte, dass ich nicht das Kohlendioxyd einatmen wolle, wurde ich als Verschwörungstheoretiker beschimpft. Panik ist angesagt, wohin man schaut. Sogar im Wald begegne ich Spaziergängern mit Atemschutzmasken. Angeblich schwirren überall diese Viren herum, um unsere Nasen, Münder und Lungen zu befallen. In unserer Nähe wurde nach einem Infektionsfall ein ganzes Hochhaus tagelang polizeilich abgesperrt, und wer es wagte, zum Einkaufen von Lebensmitteln über einen Zaun zu steigen, musste Strafe zahlen und kam in Zwangsquarantäne.

Niemand weiß Genaues über das Virus, doch die Medien melden täglich neue Zahlen von positiv Getesteten, und je mehr getestet wird, desto höher werden die Zahlen. Nachdem im Fernsehen Lastwagenkolonnen mit Särgen und Massengräber in Brasilien gezeigt wurden, haben selbst gute Freunde und Familienmitglieder panische Angst davor, unheilbar an Leib und Gliedern zu erkranken, eine Gehirnschädigung zu erleiden oder qualvoll am Virus zu sterben.

Alles ist anders geworden. Beim Friseur muss ich mir vor dem Schneiden die Haare waschen lassen, die Nähstube an der Ecke hat zugemacht und das gemütliche Café ist pleitegegangen. Wie hier und da zu hören ist, mussten viele Kleinunternehmen Konkurs anmelden. Von den sogenannten Solo-Selbständigen im Kulturbereich, die mangels Einnahmen aufgeben mussten, wird kaum gesprochen. Merkwürdigerweise erfahren wir auch nichts über die normalen Krankheitsverläufe der an COVID-19 Erkrankten oder darüber, dass es im Verhältnis zu anderen Jahren mit Grippeepidemien keine Übersterblichkeit gibt.

Inzwischen fragen sich immer mehr Menschen, wie es weitergehen wird. Sicher ist, dass eine Wirtschafts- und Finanzkrise bevorsteht und dass es immer neue „Infektionswellen“ und neue Arten von Viruserregern geben wird, die rigide staatliche Zwangsmaßnahmen zur Folge haben werden. Wir müssten uns damit abfinden, heißt es, das diene unserem Schutz. Offensichtlich müssen wir uns auch damit abfinden, dass die Politik zum Vorteil der Finanz- und Wirtschaftseliten so bleibt wie zuvor und die Sanktionen, Aggressionen und Kriegsvorbereitungen weitergeführt werden.

Ein befreundetes Ehepaar, Rentner mit Vorerkrankungen, hat sich in ihre Hütte im Schrebergarten zurückgezogen. Sie bauen Kartoffeln und Gemüse an, sind der Meinung, dass uns schwere Zeiten bevorstehen. Andere Freunde würden gerne flüchten, nachdem die Grenzen wieder geöffnet sind, womöglich nur kurzfristig. Aber wohin? Nicht einmal eine Insel in der Südsee, die nicht verseucht, hochwassergefährdet oder abgeschirmt ist, gäbe es als letzte Zuflucht.

Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner lebt in Göttingen. 2019 sind von ihm der Roman „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“ sowie das Sachbuch „Der neue West-Ost-Konflikt – Inszenierung einer Krise“ erschienen.

Siehe auch: https://kenfm.de/im-gespraech-wolfgang-bittner/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: David Fuentes Prieto / shutterstock

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