Nato-Gipfel ahead

Von Bernhard Trautvetter.

Dieser Tage wird die Nato-Abschreckungs-Propaganda im Umfeld des Warschau-Gipfels vom 8. und 9. Juli verstärkt; sie werden zeigen, was strategische Kommunikation ist. Das geschieht so heftig, dass auch in der SPD Warnungen vor der Eskalation anheben.

Beispiel für die Abschreckungs-Propaganda:

http://www.welt.de/politik/ausland/article154915724/Mit-Staerke-und-Abschreckung-auf-Russland-reagieren.html

Russland mit der Krim „ist Schuld“, wenn wir (der Westen – die Nato…) jetzt unser gesamtes Kriegspotential ausbauen….

Vergessen wird, dass der Nato-Staat Türkei Nordzypern militärisch und illegal besetzt hält, vergessen auch die Drohnenkriege. Die heftigsten und meisten Völkerrechtsbrüche seit dem Ende des Kalten Krieges gingen von Nato-Staaten aus. Aber wegen Russland „muss“ sogar das Nuklearpotenzial für weit über 1000 Mrd. $ „modernisiert“ werden. 1 Mrd. ist wie bekannt 1.000 Millionen.

Wie weit die „Modernisierung“ genannte Weiterentwicklung gehen kann und wird, wenn wir uns dem nicht entgegenstellen – der Phantasie sind hier wenig Grenzen gesetzt – dazu dieses Gedicht:

 

11 : 55

Der digitale Krieg durch das Netz
folgt einem unbekannten Gesetz.
Der Soldat drückt nicht einmal mehr einen Knopf
das macht nun der elektronische Kopf.
Die Waffe ist ein elektronischer Trojaner,
das Ziel überrascht alle menschlichen Planer.
Wenn das Kraftwerk explodiert,
die Hoffnung verglüht,
das Leben unter den tausend Sonnen am Himmel
aufhört zu atmen,
ehe die Erde in Schutt und Flugasche auch tagsüber eisig verdunkelt.
Nur noch Satelliten im Orbit
überleben die Hölle hier unten.
Sie funken Nachrichten und Befehle nach unten,
die ungehört in die Unendlichkeit
drei Mal kurz drei Mal lang drei Mal kurz

Das zu verhindern braucht das Leben
Menschen, die wie Dich und mich,
die den Geheimnissen der Planer den Schleier entreißen,
die das Unsichtbare erklären, ehe es zu spät ist,
die den Befehl verweigern, denn ihr ‘Nein’
ist ein ‘Ja’ zum Dasein in dieser immer noch so wunder-vollen Welt.

Wenn wir Seit an Seit den Mut alle Tage leben,
die Todessspirale mit Kopf, Herz, Seele und Hand
umwandeln wie Schwerter in Pflugscharen,
dann verlieren auch Pyrrhus-Sieger Lust am Tod vermeintlicher Feinde.
Dann gibt es doch noch Zukunft
am Rande des Abgrunds
So verdammt kurz vor zwölf.

Dann aber hoffentlich für immer

 

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Auch interessant...

Kommentare (5)

Hinterlassen Sie eine Antwort