Missing Link: Ola Tunander zu angeblich russischen U-Booten vor Schwedens Küste

Geschichte wiederholt sich doch. Die wohl erfolgreichste Operation der psychologischen Kriegführung aller Zeiten, die im Auftrag von Reagan und Thatcher von der britischen und amerikanischen Marine inszenierte „Schwedische U-Boot-Affäre“ der 80er Jahre, erlebt gerade eine Neuauflage.

Damals wie heute sollen angeblich russische U-Boote in schwedisches Hoheitsgebiet eingedrungen sein.

Damals wie heute handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine Fälschung, eine Inszenierung von Realität, um eine Änderung der Außen- und Sicherheitspolitik gegen den Willen einer sozialdemokratischen Regierung durchzusetzen.

In den 80er Jahren gelang das offenbar mit der Unterstützung einer kleinen Gruppe der höchsten schwedischen Offiziere, die ihren sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Olof Palme hassten und misstrauten, und mit den USA und Großbritannien gegen ihre eigene Regierung konspirierten.

Vor knapp 35 Jahren, im Oktober 1981, lief das sowjetische U-Boot S363 etwa 30km vor dem schwedischen Marinehauptquartier Süd in Karlskrona auf Grund. Selbst die Umstände dieser Strandung waren extrem merkwürdig, wie Dirk Pohlmann in seiner Arte-Dokumentation „Täuschung – Die Methode Reagan“ berichtete.

Hier der Link zum Arte-Vorgängerfilm „In feindlichen Tiefen“, der 2005 ausgestrahlt wurde. Er ist vor kurzem flächendeckend in YouTube gelöscht worden. Etwa ab Minute 30 geht es bereits um die schwedische U-Boot-Affäre: http://www.veoh.com/watch/v18441658GwzZ7j5e

Hier der Link zur Arte-Doku „Täuschung – die Methode Reagan“, die auch bereits mehrfach in YouTube gelöscht wurde, obwohl Arte die Verbreitung seiner Filme im Internet duldet:
https://www.youtube.com/watch?v=r98lEzIlp8k

Diese Ouvertüre des gestrandeten russischen U-Bootes führte dazu, dass die hunderten U-Boot Sichtungen der frühen 80er Jahre in schwedischen Hoheitsgewässern den Sowjets untergeschoben werden konnten.

Heute steht fest, dass es kein einziges Indiz mehr für sowjetische U-Boote gibt, dafür aber immer mehr für britische, amerikanische und Italienische U-Boote. Es handelte sich um eine Täuschungsoperation der USA und Großbritanniens gegen Schweden. In der Fachsprache PsyOps – Psychological Operations, psychologische Kriegführung.

Mit der U-Boot-Affäre wurde die Entspannungspolitik Olof Palmes, Willy Brandts und Egon Bahrs, ihre sogenannte „Gemeinsame Sicherheitspolitik“, torpediert. Ein Deeskalationsinstrument, das heute ideal geeignet wäre, um die Konflikte zwischen Russland und der NATO zu entschärfen. Wenn man es denn wollte.

Letztlich führte sie zur Diskreditierung von Olof Palme. Bereits in den 70er Jahren hatte CIA Gegenspionagechef James Jesus Angleton Palme bei schwedischen Geheimdiensten als KGB Agent denunziert. In dieser aufgeheizten Atmosphäre wurde die Ermordung Olof Palmes 1986 möglich.

Der angebliche Einzeltäter Christer Petterson, der wegen des Palme Mordes verurteilt wurde, musste später freigesprochen werden. Der wahre Täter und seine Hintermänner sind bis heute unbekannt.

Viele Spuren weisen in die schwedischen Sicherheitsorgane.

Seit 2014, seit der Ukraine-Krise, gibt es jetzt erneut geheimnisvolle U-Boot-Sichtungen vor der Küste Schwedens. Erneut soll es sich um russische U-Boote handeln, so heißt es.

Erneut wird eine auf falschen Tatsachen beruhende Berichterstattung in die Welt gepumpt. Jetzt wird auf Grundlage der russischen Bedrohung ein NATO-Beitritt Schwedens diskutiert.

Vor wenigen Tagen nun hat der schwedische Verteidigungsminister im öffentlich-rechtlichen Radio zugegeben, dass ihm seit September 2015 bekannt ist, dass sich beide angeblich sicheren Sichtungen von russischen U-Booten als Fehler herausgestellt haben.

Im einen Fall war es ein schwedisches U-Boot, im anderen wahrscheinlich ein deutsches.

Warum hat die schwedische Regierung so lange geschwiegen?

Ein deutsches U-Boot soll beteiligt gewesen sein.

Nach Monaten von Anschuldigungen gegen das Russland Putins schweigt die deutsche Presse – ausnahmslos. Die deutschen Medien haben die dubiosen Anschuldigen nicht kritisch hinterfragt, jetzt verschweigen sie auch noch die Tatsachen. Ein Medienskandal. Ein Totalversagen. Oder schlimmeres.

KenFM übernimmt deshalb stellvertretend für die versagenden deutschen Medien die Aufklärungsarbeit und hat sich mit RT und Sputnik in Verbindung gesetzt – dort besteht Interesse an einer Aufklärung.

In einer jetzt anlaufenden Kette von Telefon- und Videointerviews werden wir die Wahrheit der Ereignisse in Schweden ans Licht bringen. Wir arbeiten, so schnell wir können.

Als Auftakt ein Telefoninterview, dass Dirk Pohlmann für KenFM mit Prof. Dr. Ola Tunander geführt hat, Forschungsprofessor am norwegischen Friedensforschungsinstitut PRIO.

Ola Tunander, der früher auch an amerikanischen Militärakademien unterrichtete, ist ein Spezialist für Marinestrategie und der weltweite beste Experte für das Thema der schwedischen U-Boot-Zwischenfälle.

Er war ziviler U-Boot-Experte der 3. schwedischen Untersuchungskommission, die von der Regierung und dem Verteidigungsminister eingesetzt wurde und bearbeitet das Thema seit mehr als 20 Jahren.

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