Meine nicht gehaltene Rede auf der Berliner Pfingstdemo | Von Ernst Wolff (Podcast)

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Der indische Philosoph Krishnamurti hat einmal gesagt: „Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine zutiefst kranke Gesellschaft angepasst zu sein.“ Wie krank unsere Gesellschaft ist, haben wir in den vergangenen 14 Monaten erlebt:

Politiker, die jahrzehntelang dafür gesorgt haben, dass die Gesundheitsversorgung in unserem Land systematisch abgebaut wurde, haben im Frühjahr 2020 eine 180-Grad-Kehrtwende vollzogen und uns im Namen der Gesundheit historisch einmalige Maßnahmen aufgezwungen.

Diese Maßnahmen haben allerdings nicht bewirkt, dass die Krankheit eingedämmt, die Versorgung der Bevölkerung verbessert oder das Gesundheitssystem saniert wurden. Im Gegenteil: Die Krankheit hat sich weiter ausbreiten können, der Gesundheitszustand der meisten Menschen hat sich auf Grund der Maßnahmen verschlechtert und es hat zahllose vermeidbare Kollateralschäden gegeben.

Dafür aber haben die Maßnahmen Nebenwirkungen gehabt, die alles, was wir je gesehen haben, in den Schatten stellen: Noch nie sind im Namen der Gesundheit solche wirtschaftlichen Schäden angerichtet worden wie in den zurückliegenden vierzehn Monaten. Betriebe wurden lahmgelegt, Lieferketten zerbrochen, mittelständische Betriebe zu hunderttausenden in Existenznot getrieben und ganze Wirtschaftszweige weitgehend zerstört.

Noch schlimmer als bei uns waren die Folgen in den Entwicklungs- und Schwellenländern: Der Lebensstandard von mehr als eineinhalb Milliarden Menschen ist drastisch gesenkt und über 100 Millionen Menschen sind durch die Maßnahmen zum Hungern verurteilt worden.

Am oberen Ende der sozialen Skala dagegen sahen die Nebenwirkungen ganz anders aus:

Noch nie wurden „Rettungsgelder“ in solcher Höhe und solchem Umfang wie 2020 vergeben. Noch nie ist der Börsenwert der Top-Digitalkonzerne so rasant gestiegen und noch nie haben die großen Vermögensverwalter der Welt solche Summen eingenommen wie 2020. Während die globale Realwirtschaft die schwerste Rezession seit Menschengedenken durchgemacht hat, haben die Finanzmärkte Riesensummen in die Hände von Großinvestoren und Ultrareichen gespült.

Aber was steckt dahinter? Wie kann es sein, dass man hinter der Fassade des gesundheitlichen Schutzes der Bevölkerung die größte Vermögensumverteilung von unten nach oben vornehmen konnte?

Die Antwort lautet: Wir sind 2020 am Ende eines historischen Prozesses und damit an einem Wendepunkt in der menschlichen Geschichte angekommen, und es ist nicht die Politik, die über den zukünftigen Kurs der Welt entscheidet, sondern ausschließlich eine andere – unendlich viel mächtigere – Kraft, nämlich der digital-finanzielle Komplex.

Dieser digital-finanzielle Komplex hat sich in den zurückliegenden 40 Jahren wie ein Krebsgeschwür über die gesamte Welt ausgebreitet und sämtliche Bereiche unseres Lebens durchdrungen. Zu seinen wichtigsten Vertretern zählen die großen IT-Konzerne wie Microsoft, Apple, Google, Amazon und Facebook, die internationalen Großbanken, die Vermögensberatungen wie BlackRock und Vanguard und die Zentralbanken.

Der Aufstieg des digital-finanziellen Komplexes hat zu einem historisch einmaligen Konzentrationsprozess von Geld und Macht in immer weniger Händen geführt. Noch nie in der gesamten Geschichte der Menschheit haben so wenige Menschen so viel besessen wie heute. Noch nie haben sie so viel Macht ausgeübt wie in den vergangenen Jahren und noch nie haben sie diese so rücksichtslos eingesetzt wie in den vergangenen 14 Monaten.

Der Grund für diese Verschärfung der Gangart besteht darin, dass das System, das dem digital-finanziellen Komplex zu so viel Geld und so viel Macht verholfen hat, 2020 in sein Endstadium eingetreten und mit den herkömmlichen Methoden nicht zu retten ist. Und genau das wissen diejenigen, die an den Schalthebeln der Macht sitzen. Deshalb verfolgen sie zurzeit eine Agenda, die mit Gesundheit nichts zu tun hat.

Diese Agenda besteht darin, das bestehende System in seinem Todeskampf bis auf den letzten Tropfen auszupressen und zu plündern und gleichzeitig im Hintergrund ein neues System vorzubereiten.

Die Plünderung des Systems erleben wir seit Monaten durch die immer neuen Einschränkungen, die vor allem den Mittelstand in die Knie zwingen und ihn in eine immer größere Abhängigkeit von der digitalen Plattformökonomie treiben. Außerdem durch die permanente Einspeisung neuen Geldes, das fast ausschließlich in die Hände der ultrareichen Profiteure der Krise fließt und dabei die Inflation anheizt, die den Spekulanten hilft, ihren Schuldenberg abzutragen, aber gleichzeitig die arbeitende Bevölkerung schleichend enteignet.

Von dem neuen System – der Einführung digitaler Zentralbankwährungen – erfährt die Öffentlichkeit so gut wie nichts. Und das, obwohl die großen Zentralbanken alle unter Hochdruck daran arbeiten. Mit dieser Währung wird man das Konsumverhalten der Empfänger gezielt steuern, ihnen das Sparen unmöglich machen und sie zwingen können, das Geld zweckgebunden innerhalb vorgegebener Zeiträume auszugeben. Man wird Wohlverhalten belohnen, Kritiker dagegen bestrafen und sogar von allen Finanzströmen abschneiden können.

Digitales Zentralbankgeld wird der Kern eines gesellschaftlichen Zwangsregimes sein, das weitgehend ohne offene Gewalt auskommen wird, weil es jede Opposition bereits im Keim ersticken kann. Digitales Zentralbankgeld ist ein fast perfektes Mittel zur Kontrolle, zur Manipulation und zur Konditionierung der Bevölkerung. Seine Einführung bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die am tiefsten in unser Leben eingreifende Währungsreform aller Zeiten. Eine Welt mit digitalem Zentralbankgeld ist nichts anderes als ein digital-finanzielles Gefängnis, in dem für Freiheit und Demokratie kein Platz mehr ist.

Sind wir dieser Entwicklung hilflos ausgeliefert? Oder haben wir noch eine Chance, den Alptraum einer Welt der vollständigen Versklavung durch das Geld zu verhindern?

Ich bin fest überzeugt, dass wir nicht nur die Chance haben, diesen Alptraum zu verhindern, sondern, dass diese Chance noch nie so groß war wie in unserer Zeit, und zwar aus folgendem Grund:

Das gegenwärtige höchst undemokratische, ungerechte und sozial zerstörerische System funktioniert nur deshalb, weil die Mehrheit der Menschen es nicht durchschaut. Würden die Menschen es massenhaft durchschauen, wäre es auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten.

Da dieses System aber nur durch immer schärfere Zwangsmaßnahmen am Leben erhalten werden kann, werden in der vor uns liegenden Periode immer mehr Menschen damit in Konflikt geraten. Das aber bedeutet, dass sie auf Grund der entstehenden Probleme nach Auswegen suchen werden.

Wir treten also in eine geschichtliche Epoche ein, in der die Aufklärung über die tatsächlichen Strukturen unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft bei sehr vielen Menschen auf offene Ohren stoßen wird.

Nutzen wir also diese historische Chance und treiben wir diese Aufklärung trotz aller Zensur, aller Verbote und aller Einschüchterungen voran – und setzen wir es uns zum Ziel, uns, unsere Kinder und unsere Enkel vor der Einkerkerung in einem digital-finanziellen Gefängnis zu bewahren und zukünftigen Generationen ein Leben in Würde und in Freiheit zu ermöglichen.

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