Kaiser & Lenz #5 – Rechts oder Links: Was heißt das heute noch?

Rechts oder links? Was repräsentieren diese politischen Schubladen in Zeiten der totalen Verwirrung noch? Wenn sowohl Politiker klassischer konservativer Parteien, als auch das linke Establishment, jeden, der die Maßnahmen der Regierung in Zeiten von Corona kritisiert, als rechts, oder noch perfider, als rechtsradikal bezeichnet. Was ist dann die ursprüngliche Bedeutung dieses Begriffes noch wert?

Wie links im ursprünglichen Sinne kann eine Politik noch sein, die sich seit 1999 mit dem Angriffskrieg gegen Jugoslawien einverstanden erklärt hat, die diesen Krieg mit gehisster rot-grüner Flagge geradezu leidenschaftlich forderte.

Brauchen wir neue Begriffe, um uns politisch wieder zurechtzufinden, und vor allem verlässlicher zu orientieren.

Oder aber waren Begriffe wie rechts und links seit ihrem ersten Einsatz stets dazu gedacht, den politischen Gegner zu diffamieren und die Gesellschaft zu spalten?

Ist es Zeit, sich von den Kampfbegriffen recht und links endgültig zu verabschieden, oder im Gegenteil, sollten diesen Zuordnungen vor allem wieder im ursprünglichen Sinne kalibriert werden?

Für was stand mal der Begriff rechts und für was stand links und sind die für sie stehenden politischen Lager tatsächlich nicht mehr existent?

Kaiser und Lenz nähern sich diesem Thema auf gewohnt sprachlich hohem Niveau und bieten dem politisch Interessierten die Möglichkeit, sich seine eigene Perspektive zum Thema zu erarbeiten.

Nicht nur nachplappern oder zitieren, sondern selber reflektieren und vor allem neu denken. Wo stehe ich, der Konsument dieser Folge? Bin ich rings? lechts? Oder weder noch?

Inhaltsübersicht:

00:05:00 War Platon rechts oder links?

00:11:47 Linke Werte

00:13:49 Was bedeutet “konservativ”?

00:22:44 Der Marktplatz der Ideologien

00:27:00 Geht es immer um Kontrolle?

00:36:40 Gut und Böse: Was soll das sein?

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Kommentare (37)

37 Kommentare zu: “Kaiser & Lenz #5 – Rechts oder Links: Was heißt das heute noch?

  1. Bernd_45 sagt:

    Im Kern geht es doch um die Ungleichheit. Ich bin eben nicht so wie der oder die andere. Warum ist nicht das Ziel, jedem nur zu helfen, so zu sein, wie er ist. Wer einteilt, der bevormundet, der verringert die Freiheit.

  2. daniho sagt:

    Ich konnte bis zum Schluss nicht einschätzen, ob Herr Lenz ernsthaft oder satirisch argumentiert hat. Wenn es ernst gemeint war, dann wirkte es auf mich lachhaft. Kaiser hat um Längen bessere Argumente geliefert.

  3. amadeus sagt:

    der linke gibt gern
    der rechte nimmt gern.
    der linke beherrscht sich
    der rechte beherrscht andere
    der linke hat fragen
    der rechte weiß schon alles
    der linke ist wie das licht
    der rechte wie die dunkelheit

  4. Andreas I. sagt:

    Die beiden schätze ich sehr. Gunnar Kaiser ist der erste Liberale, bei dem ich das Gefühl habe, dass mit ihm eine kritische Diskussion über liberale Ideolopgie fruchtbar sein könnte. Lenz sowieso …
    Aber irgendwie, zumindest für mich funktioniert dieses Format mit den beiden NICHT.

  5. Die Linke verstehe ich im klassischen Sinne als eine Kraft zur Umverteilung von Macht innerhalb der Menschheit, die Rechte eher als eine zur Konzentration. Letztere scheint im Laufe der Geschichte wohl eher auf Konzentrationen der Macht für ein bestimmtes Volk, und entsprechend gegen ein anderes gerichtet worden zu sein waren. Die Linke war also im klassischen Sinne eher "antinational".
    Innervölklich geschah die Umverteilung aber nicht immer (wie man meinen sollte) von unten nach oben, sondern erfolgte oft im Zuge der Machtsicherung von oben nach unten. (herrsche und teile)
    Gleichermaßen wurde sie (wenn von unten nach oben) zumeist von jener machttechnisch Minderheiten-Bevölkerungsschicht angetrieben, die nach oben strebte. Sie bediente sich der Waffe der Logik und der Analyse um bestehende, eher durch Gefühle entstandene, bestehende Machtkonstrukte zu hacken.
    Es ist also ein dynamisches Konstrukt, mit dem man es bei dieser Dualismus-Konstellation von Rechter und Linker zu tun hat. Es ist kein physikalisch vorgebener Dualismus, sondern ein eher spiritueller, welcher permanent "wandert". Pulsgebend sind hier bestimmte Charaktere, nämlich die sogenannten Machtmenschen. Und nicht zuletzt kommt hier auch der ureigene, archetypische Dualismus von Mann und Frau mit ins Spiel. Eine Frau wird sich i.d.R. immer für denjenigen Machtmenschen entscheiden, der das Wohl der Menschheit vor das der Natur stellt (es sei denn, er befindet sich auf dem Weg von unten nach oben).
    Die durch das Alter geprägten Entwicklungsstufen des Menschen generell spielen aber sicherlich auch eine große Rolle. Ein junger Mensch strebt mehr zur Macht als ein alter.
    Es geht hier also wohl im Endeffekt um die unterschiedlich gestalteten Charaktere des Menschen, und wie sie sich im Laufe seines Lebens entwickeln. Der Dualismus Machtkonzentration/Machtverteilung scheint mir aber in Bezug auf Rechts und Links grundlegend zu sein.
    Indem Herr Kaiser den Sprung in eine andere, naheliegende Dualität wagt (Tradition/Innovation, Regel/Freiheit, 24:00) zeigt er gedanklich ja auch die Notwendigkeit der beiden unterschiedlichen Pole, die sich ja in diesem Universum bedingen, damit Energie überhaupt zustande kommt.

  6. hubert sagt:

    DAS MANIFEST DER DEZENTRALITÄT
    1, Alles was im kleinen geregelt werden kann hat vorrang.
    2.Wenn Gewinne auf kosten der Dezentralität erwirtschaften werden , müssen diese an dezentrale abgeführt werden.
    3.Wenn diese nicht abgeführt werden ,wird das Geschäft/ Unternehmen aufgelöst.(Undezentrales Kartell)
    4.Subsitiarität ist Teil der Dezentralität
    5……………………..
    6……………………….

  7. hubert sagt:

    Es wird Zeit für das" Manifest der Dezentralität" !!
    nun ist bei Globalsozialistischen ( oder–faschistischen) Bestrebungen kein Umhin ,wenn man dezentral —national sein möchte…ist man dann National ?
    Ist man nicht ,weil man will auch Land und Stadt und Stadtteil und Dorf und Familie und und und…
    Es gibt soviel dezentrales in der Natur…wo sind die Naturwissenschaftler diese zu entdecken und zu formulieren ?
    lechtsmichrings und so..

  8. Eines der größten Verwirrungen in der heutigen Zeit, diese Verwirrung wurde aber schon seit zeitgeschichtlichen Zeiten von vielen verschiedenen Machtausübenden ( Linken, Mittleren und rechten Mächtigen ) befördert und das immer zu ihren jeweiligen Interessen gebeugt und definiert, darum muss sich als erstes geeinigt werden welche Definition aus welcher Zeit legt Ihr denn zu Grunde. Wenn es bis zur Aufklärung und zur Beseitigung des Feudalismus ( franz. Rev. ) zurück gehen soll, dann ist das Bürgertum links und der Adel und die Feudalherren ( Junker ) rechts, denn der Ruf Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit kam ja vom Bürgertum ( den Besitzenden von Produktionsmitteln ) die damit ihre Interessen bekundeten, natürlich da auch als Schlachtruf, gemeint waren aber ihre Interessen, die da waren: Freiheit der Märkte ( Abschaffung der Feudalen Regularien, die der Entwicklung der Industriellen Produktion entgegenstanden, die Entwicklung der Produktivkräfte behinderten ). Brüderlichkeit, da meinten sie damals das sie Brüderlich die Arbeit mit den Lohnabhängig beschäftigten teilten, Arbeitskraft gegen Lohn, das war da brüderlich, weil der Mensch nicht mehr im direkten Abhängigkeitsverhältnis zum Lehnsherren stand, der Arbeiter konnte sich die Arbeit und den Arbeitsort aussuchen, nicht aber konnte er gestalten das Verhältnis Lohn zu Arbeit, dass bestimmte ab da ein neuer Markt und dieser wurde von den Arbeitskraftkäufern bestimmt, das war dann auch schon der Sargnagel des Kapitalismus der aber erst später entdeckt wurde. Gleichheit bedeutete für sie , dass die Bürgerlichen vorm Gesetz gleich sind gegenüber des Adels und des Klerus, das Gemeine Volk war da nicht gemeint, das hatte zu gehorchen und wurde in die entstehenden Fabriken getrieben und in den Schulen und Kasernen zum Gehorsam transformiert. ( Das läuft auch jetzt noch genau so ). Nach jetziger Sichtweise ist das natürlich nicht mehr links, denn spätestens mit Marx und folgenden Ökonomen wurde die Wissenschaftliche Grundlage des Funktionierens des Kapitalismus erstellt, mehr nicht ! Aus dieser bis dahin wissenschaftlichen Grundlage wurden von Verschiedensten Ideologen Möglichkeiten durchdacht die zur Überwindung des Kapitalismus führen sollten, es aber bisher nicht taten. ( Lenin, Stalin, Mao, Breschnew, Kastro, Thälmann, Liebknecht, Luxenburg und andere bis hin zu Polpott, Jeng Sari ). Das macht es eben faktisch unmöglich von den Linken zu sprechen. Ich gehe da mit Herrn Lenz mit, es so zu definieren, Links ist, den gesellschaftlichen Fortschritt voran zu treiben, mit den Ziel die Lebensverhältnisse aller Menschen von ökonomischen Zwang zu befreien, dass soll bedeuten das alle menschenwürdig leben können ohne den ständigen Druck und Angst das Einkommen zu verlieren ( Industriestaaten ) oder so schwierig dieses zu generieren das keine Lebensqualität mehr möglich ist ( Entwicklungsländer ). ( Im Gegensatz zum Kommunismus nicht gleich leben, sondern individuell und Freiwillig ). Die dazu notwendigen Veränderungen in der Gesellschaft können nur durch alle davon Betroffenen geändert werden ( Basisdemokratie ) nach den die Machtfrage geklärt ist. Wird die Macht auf alle Individuen verteilt, dort müssen die Menschen gleich sein, ist es Links. Das ist erst noch zu entwickeln wie wir das machen, dazu gibt es keine fertigen ideologischen Konzepte ( alle früheren führten in die Irre und wurden zu Diktaturen) sondern müssen als lebendiges Wesen angesehen werden, das sich ständig den sich verändernden Bedingungen anpasst, da kommt mir die 3 Gliederung der Gesellschaft in den Sinn, aber selbst sie ist auch kein fertiges Konzept, sondern muss sich ständig entwickeln, eben wie ein Organismus. Die bisherigen Linken Ansätze scheiterten doch daran, dass die Macht der einen Gruppe durch die Macht einer anderen ausgetauscht wurde, die Machtapparate und Kontrollinstanzen wurden dann einfach umgedreht, indem die Köpfe der alten Mächtigen entfernt und die neuen Köpfe aufgesetzt wurden, besonders deutlich lässt sich das an den Polizeien und Geheimdiensten erkennen bis hin zur Diktatur ( UdSSR, DDR, VR China u.a. ) . Bleibt die Macht bei einer kleinen Gruppe oder wird von einer anderen Gruppe der vorherigen entrissen ist das Rechts, denn das bedeutet immer Interessendurchsetzung einer kleinen Gruppe gegenüber der Machtlosen Mehrheit, das ist alt, Rückwerts gewandt und führt die Menschheit nicht aus der Krise sondern verschärft sie, denn dazu sind immer Macht Organe und Kontrollorgane nötig. Es wird also nichts nützen für die Allgemeinheit wenn die Macht den militärischen Industriellen Komplex durch die Macht des Pharma, Big Data Komplex entrissen wird ( Corona ) und dann sich beide Komplexe vereinen und dabei einige Ineffiziente Spieler ausstoßen ( Ukrainekrieg zu 3. Weltkrieg ? ) und danach der Klimatisch Grünen Energie Komplex die Macht an sich reißt oder sich mit den vorherigen vereinigt ( Schwab Großer Neustart ), für die Masse wird es ein erbärmliches leben werden mit Kontrollmechanismen gegenüber die der DDR und UdSSR ein Kinderspielzeug waren. ( Ich weis von was ich da rede, miterlebt ). Das ist zutiefst rechts, denn selbst wenn das das Klima retten sollte ( was es nicht tun wird ) uns als Menschen rettet so etwas nicht, sondern führt dann in die nächste Katastrophe/ Revolution. Diese Zyklen werden so lange anhalten bis die Menschheit als ganzes begreift das die Macht geteilt werden muss, jedes Individuum erhält einen gleich großen Anteil, unabhängig von jeglichen anderen Bedingungen , und jedes Individuum hat dann aber auch die Pflicht sich in die Gestaltung der Gesellschaft einzubringen, dieser geistigen Sprung ist die Herausforderung der jetzigen Krise, das sehe ich heute als Links an und das ist nicht SPD und Linke und gleich garnicht Grüne, Das ist " Die Basis " wenn sie es denn selbst begreift.

    • Andreas I. sagt:

      Exakt.
      Links war alles mögliche, aber immer im jeweiligen Moment der Geschichte fortschrittlich und immer für die schwächeren.
      Rechts war und ist immer Besitzstandswahrung bis Besitzstandsvermehrung, nicht nur materiell, auch juristisch usw..

    • daniho sagt:

      Ich finde die Diskussion darüber, wie man links und rechts definiert, müßig.
      Was Ihren Lösungsvorschlag angeht, die Macht auf alle zu verteilen, so kann man einen funktionierenden Markt genau so definieren. Dass es eben keine zentrale Steuerung gibt, sondern alle Marktteilnehmer genau so agieren, wie es für sie selbst optimal ist. Da hätten sie also die Lösung für das Problem.
      Nun gibt es aber ein Folgeproblem in diesem System und das ist die fortschreitende Akkumulation des Kapitals und damit das "Abdriften" in einen Zustand, wo die Macht sehr ungleich verteilt ist. Im Prinzip müsste man lediglich diesen Vorgang verhindern. Ansonsten gibt es an der Marktwirtschaft meiner Meinung nach nichts auszusetzen.

  9. adnil rummut sagt:

    Ob diese Analyse https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/linke-selbstbespiegelung des Linksseins anno 1992 nicht bereits hinreichend den Zustand dieser, wenn auch bürgerlich amüsanten Diskussion trifft?!
    Das Urteil kann sich jedeR Interessierte selbst bilden.

  10. adnil rummut sagt:

    Lechts oder rinks ist leicht zu velwechsern. (Ernst Jandl)

  11. es gibt eine anarchistische linke eine sozialdemokratische linke und eine kommunistische linke.welche hat heute recht beziehungsweise am meisten oder am ehesten recht?
    was ist links?für gleiche rechte für alle menschen zu sein ist links.dieses ziel aus welchem grund auch immer nicht zu befürworten ist rechts.
    wie kann die linke in der zukunft siegen.was sind dafür die voraussetzungen und wie können sie geschaffen werden?

  12. The great Reset

    Im Grunde nur die geisteskranke Phantasie eines alten Mannes der niemals dazu genötigt wurde erwachsen zu werden. Das Sternzeichen Widder ist da sehr anfällig.

    Anselm Lenz wird von diesem bedauernswerten Schicksal verschont bleiben, denn sein Diskurs mit Gunnar Kaiser zeigt ihm deutlich die Lücken seiner Standpunkte auf, an deren Scheinwahrheit er sich klammert.

    Gunnar Kaiser wird genötigt, seine komfortablen gemütlichen Gemeinplätze zu verlassen und die Dinge zu konkretisieren.

    Vorbildlich!

    • Dies wäre eigentlich der normale "Arbeitsgang" im deutschen Bundestag. Stattdessen Macht- und Wirtschaftsinteressen geleitete Selbstverblendung, Wirklichkeitsausblendende selbstverherrlichende Lobhudelei dessen Sing-Sang verkommen und vergammelt bis in den Himmel stinkt.

      Wenn eine Minderheit dann um die Ecke kommt und die Löcher in der Mondlandschaft markiert, die man irrig für blühende Landschaften verkennt, sind immer die anderen Schuld.

      Die anderen schuldigen sind natürlich die kleinen Randgruppen, die nie am hausgemachten Chaos, das sich seit jahrenzehnten wie die Scheiße im Plumpsklo meterhoch aufgehäuft hat, die Hauptschuld tragen und deswegen auch so verächtlich sind und man sich im denunzieren einig ist.

      Wer andere denunziert will eigentlich nur vom Thema ablenken – ein Eingeständnis der eigenen Inkompetenz.

  13. Die erste Welt ist ein logistisches und energiepolitisches Desaster nahe dem Infarkt und dient nicht als Vorbild für den Great Reset.

    Ziel des Great Reset ist es, die dritte und die zweite Welt jeweils in eine weitere erste Welt umzubauen (und da sind sich die herrschenden realexistierenden Linken und Rechten einig).

    Lebensmittel werden von weit her zu Fabriken transportiert und dort zu Fertiggerichten oder Vorprodukten verarbeitet und verpackt und von dort zum Verbraucher. Wasser und Heizenergie wird aus der Ferne zum Endverbraucher gepumpt. Müll und Abwasser wird vom Endverbraucher zum Müllverbrennungswerk und zum Klärwerk befördert. Dagegen kann ein Subsistenzlandwirt gesundes Essen vor seiner Haustür pflücken. Es wird auch nicht in Fabriken mit Arbeitskraft und Maschinenkraft verarbeitet und verpackt. Wasser kann er mittels Regen gewinnen, Brennstoff kann er in seinem Garten einsammeln. Müll hat er nicht viel. Das bisschen organischen Abfall, den er hat, sowie sein Abwasser kann er als Dünger nutzen. Er spart also massig Arbeitskraft und Ressourcen inklusive Energie.

    Fraglich ist, ob wir genügend Ressourcen haben, um die dritte Welt in eine weitere erste Welt umzubauen oder ob man diese nicht besser ressourcen- und manpowerschonend suboptimal/provisorisch und nur partiell umbauen sollte. Zumal ein Umbau in eine erste Welt lange dauern würde und wir insofern dem Bevölkerungswachstum hinterherhinken würden.

    Zudem hat die erste Welt den Preis, dass sie ihre Bürger erst einmal viel Geld bzw. Arbeitskraft kostet für Dinge, die man in der dritten Welt oft gratis hat (wie für Dach über dem Kopf, Essen, Wasser, Heizenergie, Müllentsorgung, Abwasserentsorgung).

  14. Ach ja, was ich noch sagen wollte… Dieses Videoformat finde ich KuL. ;)
    Zum Glück heusst es nur Kaiser und Lenz, obwohl der Lehrich da auch noch bei ist… Aber KuLuL klingt weniger cool. ;)

  15. Andi Jack sagt:

    Als der Markt noch Links war
    Das rechts und links heute so widersprüchlich erscheinen hat mit dem Wandel der Anhänger von links und rechts zu tun. Libertäre Anhänger des freien Marktes waren im 18. Jahrhundert politisch links orientiert, während libertäre heute politisch rechts orientiert sind.

    Zitat:
    "… die politischen und ökonomischen Theorien des freien Marktes- die heute mit den Libertaristen und der politischen Rechten verbunden werden – (waren) ursprünglich Teil einer egalitaristischen und fortschrittlichen Agenda (…) : "

    Die ökonomischen Freiheiten und freien Märkte waren den sozialen Hierarchien in Wirtschaft, Politik, Religion, Gesellschaft und Familie entgegengesetzt. (…)
    Indem man die Monopole (…) der Kirche und der Presse, die Monopolisierung des Stimmrechts durch die Reichen und die Monopolisierung der Macht in der Familie durch die Männer beseitigt, würden weit mehr Menschen in der Lage sein, persönliche Unabhängigkeit zu erlangen und Männer und Frauen ohne Herren zu werden.
    Erst im 19. Jahrhundert löste sich das Denken des freien Marktes aus seinen frühen egalitaristischen Verankerungen und bewegte sich allmählich davon weg. Elizabeth Anderson: Private Regierung: 2019, S. 8-9

    Demgegenüber sind libertäre heute weder egalitaristisch noch sind sie für eine Begrenzung der Macht z.B. großer Unternehmen durch demokratische Mitbestimmungsrechte.
    Siehe z.B. auch die Forderung libertärer Anhänger das Allgemeine Wahlrecht einzuschränken und an das Eigentum zu knüpfen. Der Vergleich zum 18. Jahrhundert ist hier sinnvoll, da seinerzeit der politisch rechts stehende Adel, etc. die Demokratisierung (Aufstand der Massen), ablehnte.
    Insofern passt hier auch der Vergleich: rechts = oben und links=unten

  16. Herr Lenz sagt (hier jedenfalls, weil ich denke, dass das Alles gescriptete Meinungen sind, um ein Streitgespräch zu inszenieren), dass die Links die Klugen und Guten sind, während sich Rechts die ganzen Dummen und Schlechten sind. Das kann man auch direkt sagen, da braucht man keine Begriffe, wie Links, Rechts, Links-Liberal, Rechts-Konservativ, Links-Faschistisch, Rechtsextrem, Neurechts, Altlinks zu. Das ist nämlich das Problem auf beiden Seiten gibt es Gute, Schlechte, Dumme und Kluge. Ich jedenfalls bin und bleibe (Achtung: Oximoron) Liberal-Faschist und das bedeutet, ich gehe erstens, wie der Grönnemeier keinen Meter nach Rechts und zweitens auch keinen Meter nach Links, was Leute, wie Grönnemeier und hier auch der Herr Lenz schon gar nicht mehr können, denn sie stehen an einer Wand, wo es nicht weiter nach Links geht! Was die Mächtigen machen, ist mir vollkommen Hupe, soweit sie mich nicht belästigen (was sie btw. seit geraumer Zeit – auch schon vor Corona – jedoch tun). Wenn mir einer tut, was ich nicht will, dann wird er nur einmal aufgefordert, dies zu unterlassen – dann folgen Konsequenzen, denn nach meinem Glauben ist dies mein gutes Recht. ;)
    Und was ist das für ein Argument? Kriegstreiberei geht von Rechts aus? 1998 waren es Links-Grüne, die Jugoslawien mit zerbomt haben, Herr Lenz. Haben Sie dass vergessen (nein, natürlich nicht… ein deutliches Zeichen dafür, dass diese Diskussion gescriptet ist ;) )?

    • _Box sagt:

      Nicht wirklich ein Oxymoron und offen gestanden reihen sich hier nur Begriffe aneinander, bei denen man sich einen Sinngehalt selbst basteln oder es auch sein lassen kann. Etwas Entwirrung, da auch mal wieder die "Mitte" beansprucht wird:

      Da sich der real existierende Neoliberalismus, der ökonomisch eine Extremform des Kapitalismus darstellt, als ein revolutionäres Transformationsprojekt versteht, dessen Programmatik sich allein aus »Naturgesetzlichkeiten« des »freien Marktes« ergebe, ist er gleichermaßen gegen Konsevatismus und Sozialismus gerichtet und könnte damit im traditionellen linearen politischen Koordinatensystem von Konservatismus – Mitte – Sozialismus einen Anspruch auf die politische Mitte erheben. Mit gleichem Recht jedoch auch der Faschismus, der ebenfalls explizit als eine Konterrevolution gegen emanzipatorische Errungenschaften der Aufklärung konzipiert wurde und sich gegen Konservatismus und Sozialismus richtete. Hier zeigt sich wieder die inhaltliche Unbestimmtheit der Ideologie der Mitte, durch die sie sich in besonders flexibler Weise für Manipulations- und Indoktrinationszwecke benutzen lässt. Obwohl der Neoliberalismus nach allen Kriterien eine Form des Extremismus darstellt, hat er es, anders als der Faschismus, vermocht, seinem explizit und aggressiv antidemokratischen Projekt die Maske des Demokratischen zu geben, und sich trotz seines Hasses auf die Demokratie, seiner autoritären und totalitären Ansprüche, seines Sozialdarwinismus uns seines Hasses auf die Armen, als Teil der politischen Mitte zu etablieren.

      Der traditionelle Liberalismus als Ideologie einer politischen Mitte verfügte noch über ein gewisses emanzipatorisches Potenzial durch seinen Universalisierungsanspruch der von ihm formulierten Freiheitsrechte. Zugleich wies er jedoch ein Doppelgesicht auf, da diese liberalen Rechte nur als Partikularrechte verstanden wurden, die sich problemlos mit Rassismus, Sklaverei, Sozialdarwinismus und Kolonialismus in Einklang bringen ließen. Der Neoliberalismus hingegen hat bewusst jeden emanzipatorischen Universalisierungsanspruch aufgegeben; er enthält vielmehr die universelle antiemanzipatorische Forderung einer autoritären Unterordnung unter seine Fiktion freier Märkte. Durch seine Markttheologie hat er die Konzeption einer autoritären und totalitären Form von Gesellschaft naturalisiert und damit universalisiert. Damit stellt der Neoliberalismus eine der extremsten Formen der Gegenaufklärung dar.

      Während der klassische Liberalismus, der ein ambivalentes und aufgrund seines Elitismus eher ablehnendes Verhältnis zur Demokratie hat, zumindest in Form seiner Ideologie einer liberalen Demokratie die demokratische Maske beibehält, entledigt sich gegenwärtig der real existierende Neoliberalismus zunehmend der demokratischen Maske. Nach seinem Siegeszug geht er dazu über, vollends auf demokratische Rhetorik zu verzichten und seinen autoritären, radikal antidemokratischen Charakter offen zu zeigen. Auch hier findet sich, wenig überraschend, ein großer Chor bereitwilliger Intellektueller, die mit einem Verweis auf die »Komplexität« der modernen Welt und eine »Unterkomplexität« der Demokratie, dafür passende Rechtfertigungen liefern.
      (Die extreme Mitte, Wer die westliche Welt beherrscht. Eine Warnung, Rainer Mausfeld, S. 142/143)

      Sie sehen, sie haben lediglich zwei antidemokratische Ideologien verklammert, die mal mehr, mal weniger offenkundig, ihren elitistischen Charakter verschleiern.

      Ergänzend ist anzumerken, es läßt sich gut beobachten wie sensationell gut Neoliberalismus und Faschismus miteinander korrespondieren, Terrorregime plus Marktradikalismus.

      Schließlich und ohne zu sehr in die Details zu gehen. Die Vorarbeit zur Vernichtung Jugoslawiens wurde durch die Kapitaldienstleister CDU/CSU-FDP (christ-liberal) geleistet. Ausgeführt schließlich durch die Kapitaldienstleister SPD/Grüne (öko-sozialdemokratisch). Sie sehen also man kann unter diversen Etiketten antreten und potztausend, man wurde hereingelegt. Die praktizierte Politik von SPD und Grünen war radikal antilinks. Eben ganz so wie bestellt.

      Wer zahlt, schafft an.

      Das ist eben der Nachteil an einer Anschein- oder Fassadendemokratie. Die Funktionseliten sind nicht an einen Wählerwillen gebunden, nur an die Zuwendungen von entgegengesetzter Seite. Pardon an ihr Gewissen. Welches auch immer.

    • @_Box:
      *"Nicht wirklich ein Oxymoron und offen gestanden reihen sich hier nur Begriffe aneinander, "*
      Bei Liberal-Faschist reihen sich nicht nur Begriffe aneinander, sonder es reihen sich *gegensätzliche* Begriffe aneinander – nämlich liberal und faschistisch. Das ist afaik exakt das Kennzeichen eines Oxymorons. ;)
      Heir geht es aber eigentlich um die politische Richtungen Links, Rechts, Mitte (liberal). Bis zu einem gewissen Zeitpunkt (wobei ich selber nicht auf dem Schirm habe, wann sich das geändert hat) konnte man dies in DE gelassen in 5 Blöcke teilen – Rechts-Extrem (z.B. NPD), Rechts-Liberal (z.B. CDU/CSU), Liberal (FDP), Links-Liberal (z.B. SPD oder Die Linke) und Links-Extrem (z.B. DKP). Man kann sogar noch an den jeweiligen Enden Rechts-Faschistisch und Links-Faschistisch anfügen, aber alle Parteien, denen man dies bisher vorwerfen konnte, wurden vom Verfassungsschutz verboten und Diese schafften es afaik auch nicht annähernd in den Bundestag. Und jetzt stellen wir uns mal die Frage, wo man die AfD einordnen könnte. Vermutlich irgendwo zwischen NPD und CDU/CSU, aber niemals außerhalb dieses Bereiches. Wenn nun sogar die CDU/CSU die AfD viel weiter Rechts als sich selbst einstuft, müsste sie unheimlech weit in die politische Mitte rücken und dann wäre eigentlich Alles inkl. Links-Liberal die politische Mitte und das nennt man afaik Neoliberalismus. Nur leider ist das nicht mehr liberal, sondern stark linkslasitg mit Hang zum Extremen, wobei man aber das Extreme dort (z.B. das Hochhalten des Kapitalismus) eher aus dem rechten Lager kannte – deswegen bedeutet Rechts und Links politisch auch nichts mehr. Die Mitte fehlt nun ganz oder kommt evtl. gerade in Form der Partei "die Basis" wieder. Ein neues rechts-liberales Bündnis könnte in Zukunft die Farben Himmelblau-Bunt haben (Koalition von AfD und Basis). Zuletzt darf man sich auch noch fragen, wieso sich die "Rechten" im 3. Reich Nationalsozialisten nannten. Wir wissen Alle, was sozial eigentlich bedeutet… worauf ich hinaus will… Kann es sein, dass Nationalsozialismus in etwa das Selbe ist, wie "America First" (nur halt "Germany First")?

    • _Box sagt:

      Die Begriffe Liberalismus, Faschismus wurden hinreichend erläutert und ergeben kein Gegenteil. Eine Wiederholung ändert daran nichts. Des Weiteren bleiben sie bei der sinnbefreiten Aneinanderreihung von Begrifflichkeiten.

      Hier zum Spielen:
      https://wortgenerator.de/index.php

    • Andreas I. sagt:

      @ Nicht Von Bedeutung
      "Kriegstreiberei geht von Rechts aus? 1998 waren es Links-Grüne, die Jugoslawien mit zerbomt haben,"

      Bedeutet das
      A dass Kriegtreiberei links ist ?
      oder
      B dass SPD und B90Grüne rechts sind ?

      in Zusammenhang mit Hartz-IV tendiere ich zu B.
      Speziell die SPD spielte schon 1918-19 eine Rolle, die durch und durch rechts war.
      Hundert Jahre später übertreffen sich Grünen-Politiker gegenseitig in Antirussismus und Kriegstreiberei, für mich sind die Grünen rechts. Denn es zählt nicht das Etikett, sondern die Taten und wenn die dem Etikett widersprechen, ist es Etikettenschwindel, Segeln unter falscher Flagge, halt verlogen.

  17. Lutz sagt:

    Liebe Menschen, denn das seid ihr!

    Mein Vorschlag zur Definition:

    Links = innovativ, aber auch ausgerichtet zur Freiheit des Einzelnen
    Rechts = konservierend, aber auch ausgerichtet auf Weisung und Führung

    Im Koordinatensystem wäre "innovativ" auf der positiven y Achse und "konservierend" auf der negativen y Achse aufgetragen, während "die Ausrichtung zur Freiheit des Einzelnen" die x Achse auf der linken Seite und "die Ausrichtung auf Weisung und Führung" die rechte Seite zierten.

    Gutes wünsche ich,
    Lutz

    ps. Zu Themen wie zB. Gott, Spiritualität oder energetische Behandlungen haben diese politischen Begriffe keinen Bezug. So wie das Messer weder gut noch böse ist.

    pps. um das Dilemma von "oben" und "unten" aufzulösen eignet sich ein Geldsystem, dass das Horten von Geld kostspielig macht. Mit einem solchen deflationärem Geldsystem wäre es einem Staat ohne die Überwachung des Einzelnen durch ein Finanzamt möglich, die deflationierte Masse über Sozialleistungen in das System wieder einzuspeisen. Vgl. Bernd Senf (zB. im Interview mit Ken Jebsen)

  18. _Box sagt:

    Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er sagen, „bleiben sie gesund.“ Das war eine treffend, zeitgemäße Feststellung.
    Obwohl natürlich bereits der historische Faschismus in der Sprachwahl und im Anspruch annähernd vorging, so wie gerade eben. Wovor auch schon wesentlich früher gewarnt wurde:

    Im Jahr 1776 sah Benjamin Rush, ein Arzt und Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung, die Gefahr voraus, dass die Medizin, wie er es nannte, eine verdeckte Diktatur organisieren könnte. Unter dem Naziregime wurden moralische Normen systematisch ausgemerzt. Die Ärzteschaft und ihre Institutionen wurden radikal umgestaltet: Akademische Wissenschaft, Rüstungsindustrie und klinische Medizin waren eng miteinander verwoben, wie sie es heute sind. Das Nazi-System zerstörte ein soziales Gewissen im Namen der Volksgesundheit. Übergriffe gegen Individuen und Gruppen von Menschen wurden institutionalisiert. Die von der Eugenik getriebene Politik der Volksgesundheit ersetzte den Fokus der Ärzte auf das Wohl des Individuums. Die deutsche Ärzteschaft und ihre Institutionen wurden pervertiert. Zwangspolitische Maßnahmen im Gesundheitswesen verletzten die individuellen Bürger- und Menschenrechte. Kriminelle Methoden wurden eingesetzt, um die Politik durchzusetzen. Die Nazi-Propaganda nutzte die Angst vor infektiösen Epidemien, um Juden als Krankheitsüberträger zu dämonisieren, die eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellten.

    Aus:
    Holocaustüberlebende richtet dringenden Appell an die Deutschen
    Stoppt den Masterplan Eugenik
    Vera Sharav im Corona-Untersuchungsausschuss
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27369

    Ein Linksfaschismus oder linker Diktator, solche Wortfrankensteine fallen dann eher in die Kategorie Lauterbach: "Auch Impfpflicht führt zu freiwilliger Impfung." Solche sich widersprechende, jegliche Logik entbehrende Behauptungen machen keinen Sinn, so wie das Herr Kaiser auch im Folgenden, für das Lauterbach-Elaborat, trefflich feststellte. Es ist somit simple Demagogie und Verwirrtaktik:

    Das Schweigen der Eierköpfe
    Im Rubikon-Exklusivgespräch diskutieren der Philosoph Matthias Burchardt, der Musiker Jens Fischer Rodrian und der Schriftsteller Gunnar Kaiser mit Walter van Rossum über das Versagen der Kulturszene.
    von Walter van Rossum
    https://www.rubikon.news/artikel/das-schweigen-der-eierkopfe

    Zurück. Der Faschismus an sich ist wohl unbestritten ein extrem antiemanzipatorisches Projekt und war und ist somit stets antilinks. Dazu, inklusive des demagogischen Gebrauchs eines "geschlechtslosen" Mittebegriffs:

    Tony Blair: „a radical centre in which you are able to take decisions for the future of
    the country“

    Gerhard Schröder 1998: „Es gibt keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik, sondern
    nur eine gute oder schlechte Wirtschaftspolitik.“

    Emmanuel Macron 2017: „ni droite, ni gauche“ (weder rechts, noch links)

    Faschismus: „weder links noch rechts“

    Die „radikale Mitte“ – auch eine interessante Wortschöpfung. – Es gibt gar keine Interessengegensätze mehr. Es gibt keine Interessengegensätze zwischen Unternehmer und Lohnabhängigem mehr. Es geht nur noch um ‚Vernunft‘, es geht nur noch darum, ‚rational‘ die besten Lösungsansätze zu finden. Es hat auch keinen Sinn mehr, gegen irgend etwas zu kämpfen, es geht nur darum, die ‚beste‘ Lösung zu finden, denn letztlich sitzen natürlich Unternehmer und Lohnabhängige im gleichen Boot, haben die gleichen Interessen, nämlich: die ‚besten‘ Lösungen zu finden. ‚Letztlich ziehen wir doch alle am selben Strang‘ – das ist die Ideologie, was ja irgendwie auch richtig ist, nur eben an unterschiedlichen Enden.

    Interessanter ist hier noch der Punkt – das finden Sie heute ganz häufig -, dass jemand sagt: „ich bin weder rechts noch links“. „Links“, das heißt ja eigentlich für eine gerechte Verteilung und eine solidarische Gesellschaft – und „rechts“ heißt, nicht für eine gerechte Verteilung. Jemand, der weder rechts noch links ist, kann sich eigentlich nur damit noch retten, dass er sagt: „Naja, ich bin völlig apathisch!“
    Und interessant ist, dass der italienische Faschismus genau diesen Slogan hatte, er ist „weder rechts noch links“. Und da war etwas dran. Der Faschismus war extrem anti-links, aber er war auch nicht rechts, denn ‚rechts‘ hieß damals eigentlich reaktionär und bewahrend. Der Faschismus war revolutionär, der wollte nicht bewahren. Das war ein totalitäreres System, er wollte etwas ganz anderes. In gewisser Weise konnte er zurecht sagen: „wir sind weder rechts noch links“. Auch dort lohnt es sich wieder, einen Blick auf die Geschichte zu werfen.

    http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/171022-Mausfeld_Transkript_Landau_NDS.pdf

    Zur linken Kernthese:

    Aus dem universellen Humanismus ergibt sich also das spezifische Leitideal einer radikal-demokratischen Form einer Gesellschaft, in der ein jeder einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen hat, die die eigene ökonomische und gesellschaftliche Situation betreffen; er schließt also Gesellschaftsformen aus, die auf einer Elitenherrschaft oder auf einem Führerprinzip beruhen. Diese in der Aufklärung erstmals klar formulierten Leitideale sind seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert worden und stellen den Identitätskern des linken Projektes dar.
    Da diese Leitideale gewaltige politische Konsequenzen haben, wurden sie seit je auf das schärfste bekämpft; historisch war das der Kern der sogenannten Gegenaufklärung, der es wesentlich um die Wahrung des jeweiligen Status quo ging. Die Behauptung, eine Links-Rechts-Unterscheidung hätte sich historisch überlebt, würde also letztlich beinhalten, dass sich die Leitideen einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen und einer ernsthaften demokratischen Gesellschaftsorganisation überholt hätten – eine These, die natürlich gerne von denen vertreten wird, deren Macht gerade auf rassistischen, chauvinistischen, nationalistischen oder exzeptionalistischen Ideologien basiert.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=34504

    Abschließend nochmals zum Faschismus im Eingang:

    Das Regime des nackten Überlebens
    24. Dezember 2021 um 9:00 Ein Artikel von Jörg Phil Friedrich

    Die Besinnung auf Hannah Arendt kann zeigen: Wenn wir uns von der Idee der Vermeidung des Todes um jeden Preis treiben lassen, bleibt vom Leben nicht mehr viel übrig. Alles, was Lebendigkeit ausmacht, ist mit Gefahr fürs Leben verbunden. Wir müssen unsere Endlichkeit und unsere Sterblichkeit zunächst und als erstes akzeptieren. Sodann müssen wir, muss jeder Einzelne sich fragen, wofür es sich zu leben lohnt und wofür sich auch das Risiko, zu sterben, lohnt. Von Jörg Phil Friedrich.

    Anfang November veröffentlichte die katholische „Tagespost“ ein Thesenpapier von fünf Medizinern, vier von ihnen anerkannte Hochschullehrer und Institutsdirektoren an Universitätskliniken, das den Titel „Weltweite Gesundheit ist eine Utopie“ trägt. Das Dokument wird mit einem Satz von Hannah Arendt eingeleitet, welcher, wenn man ihn als Kommentar zur Corona-Pandemie und zur Pandemie-Politik liest, die Sorgen der Autoren auf den Punkt bringt:

    „Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist.“

    Nun ist Hannah Arendts Satz aber kein Kommentar zu einer Pandemie oder überhaupt zu einer Politik der Gesunderhaltung und Lebensbewahrung. Der Satz stammt aus einer Kolumne von 1942. Es lohnt sich, ihn im Zusammenhang des ganzen Absatzes zu zitieren:

    „Es war einmal eine glückliche Zeit, als Menschen frei wählen konnten: Lieber tot als Sklav‘, lieber stehend sterben als auf Knien leben. Und es war einmal eine verruchte Zeit, in der schwachsinnig gewordene Intellektuelle behaupteten, das Leben sei der Güter höchstes. Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist; daß der, der es vorzieht, auf Knien zu leben, auf Knien stirbt; daß niemand leichter zu morden ist, als ein Sklave.“

    Die letzten Worte verweisen auf das, worum es hier historisch konkret geht: um die Shoa, die Deportation und Ermordung der Juden durch die deutschen Nationalsozialisten.

    So, wie die Autoren der Thesen zur Utopie einer weltweiten Gesundheit den Satz von Hannah Arendt zitiert haben und ihm eine „beklemmende Aktualität“ bescheinigen, lädt seine Verwendung ganz offensichtlich zu Missdeutungen oder wenigstens zu Missverständnissen ein. Das „heute“ ist bei Arendt eben 1942, das „Furchtbare“ jener Gegenwart ist die Ermordung der Juden, die „Schreckensherrschaft des Todes“ ist das Geschehen in den Gaskammern der deutschen Konzentrationslager. Das alles hat mit dem Thema der Unerreichbarkeit einer globalen Gesundheit nicht das Geringste zu tun.

    Es ging Hannah Arendt um die Frage, warum sich die deutschen Juden so weitgehend widerstandslos haben in die Vernichtungslager schicken lassen. Ihre Antwort: Sie wollten nicht kämpfen, weil sie um keinen Preis sterben wollten, sie unterlagen dem Trugschluss, dass sie sich durch Widerstandslosigkeit ihr nacktes Leben würden retten können, und in diesem Irrtum machten sie es den Nazis leicht, sie massenhaft umbringen zu können. Ein „Vorgang, über den Arendt sich noch ungefähr zwanzig Jahre später, als sie vom Eichmann-Prozess berichtete, nicht beruhigen konnte“, wie Peter Trawny in „Denkbarer Holocaust: die politische Ethik Hannah Arendts“ schreibt.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=79336

    „Lieber stehend sterben als kniend leben.“
    ―Dolores Ibarruri

  19. Flooo sagt:

    Lenz ist ja sattelfest in der linken Ideologie. Auf der anderen Seite fehlt mir die Definition von rechts. Kaiser findet zwar nach anfänglicher Unsicherheit dahin, dass er die Ungleichheit und Unvollkommenheit von Menschen anspricht, aber es kommt nichts zur Frage der Demokratie. Die wird momentan innerhalb der Nationen gewährleistet, und ist bedroht durch die undemokratische EU, die Macht der Konzerne und Datenmissbrauch. Da spielt doch die Musik. Wie will denn die Linke hier die Demokratie sichern? Ich vertraue da mehr den rechten Kräften, die kleinteiligere Strukturen bewahren will, die widerspenstiger gegen die Überwachung und digitale Kontrolle sind. Die Linken vertrauen auf ihrem Gut/Böse Weltbild und darüber hinaus kommt nicht viel, auch von Lenz in diesem Gespräch. Man darf die Definition von Gut und Böse nicht von oben herab machen. Die gegenwärtigen Prozesse, bei denen sich die Mächtigen über NGOs und die Regierenden über Zensur, Staatsfunk und Ethikräten mit die Moralvorstellungen zurechtbiegen, müssen unterbrochen werden.

    • Andreas I. sagt:

      Demokratie ist ein Stichwort, an dem sowohl links wie rechts versagen.
      Logisch, denn Ideologie(n) und Demokratie sind ein Widerspruch, jedenfalls insofern, wenn jemand eine Ideologie als beherrschende durchsetzen will.

  20. MomentMal sagt:

    Ich denke, dass Lenz leider schlecht vorbereitet war, für eine Definition von Links. Eine für mich schlüssige Definition habe ich im Kanal der Freien Linken gefunden, die ich hiermit gern teilen möchte:

    RECHTS und LINKS:

    Ich würde sie psychologisch und philosophisch von drei Dimensionen herleiten: dem Verständnis vom Menschen (1), dessen gesellschaftlichen Verhältnissen (2) und kulturellen/technischen Schöpfungen (3).

    Rechts:
    (1) Der Mensch ist grundsätzlich selbstsüchtig, nicht vertrauenswürdig und faul, was heißt, dass er mit Gewalt diszipliniert werden muss. Hierarchien sichern und organisieren das entsprechende Regime.
    (2) Die Gesellschaft und Wirtschaft sind dementsprechend auch hierarchisch zu organisieren, Konkurrenz entspricht am ehesten dem zugrunde liegenden Menschenbild und Ungleichheit wird als natürlich angesehen, was wiederum begründet ist in
    (3) der Anschauung, dass die Tradition der jeweiligen Gesellschaft die besten Antworten liefert und zusammen mit den sie stützenden Hierarchien nicht zu hinterfragen ist, es keinen echten gesellschaftlichen Fortschritt geben kann. Technischer Fortschritt dient eben so wie Kapital und Boden denen, die die Produktionsmittel letztendlich zufällig (weil sie ihnen durch Erbe zugefallen sind) besitzen.

    Links:
    (1) Der Mensch ist im Grunde gut, bereit zur Kooperation, und entfaltet seine besten Eigenschaften dann, wenn er frei von Mangel und Zwang ist.
    (2) Die Wirtschaftsweise ist deswegen auf Kooperation angelegt und an den kollektiven Bedürfnissen ausgerichtet; Menschen werden als in ihrer Verschiedenartigkeit gleichwertig angesehen, Hierarchien nur als zufällig und deshalb nicht rational begründbar betrachtet; demnach gilt auch
    (3) jedwede Tradition nur als vorläufiger Erkenntnisstand, der wie in der Wissenschaft durch die fortwährende Beobachtung und gesellschaftliche Experimente im Sinne des Menschenbilds zu modifizieren ist.

    Das ist vereinfacht gesagt meine Erklärung, die etwas griffiger sein sollte als die üblichen Gemeinplätze „konservativ“ oder „progressiv“. Es handelt sich einfach um die einfachsten Grundformen der möglichen Intuition über die soziale Wirklichkeit, die auch ihre Entsprechung etwa in Charakter und Verhalten finden.

  21. Was Links und Rechts in der Politik bedeutet, würde ich auch mal gerne wissen. Ich weiß bisher eigentlich nur, dass es in der Politik an den Rändern (links und rechts) massive Wände gibt, die einen daran hindern noch mehr nach rechts oder links abzudriften und Leute, die an diesen Wänden stehen sind halt Extrem und an keiner der beiden Wände geht man auch nur einen Meter in die andere Richtung (jaja… auch der Grönnemeier steht offensichtlich an so einer Wand – nämlich an der Linken).
    Solch ein Extremismus gehört eigentlich in die Programmierung und dort sollte er auch bleiben… Links von der Zuweisung (=) die Varablen und rechts davon die Ausdrücke.

  22. Ralle002 sagt:

    Falls wir zurzeit eine Vertragsfreiheit haben, dann gibt es dies etwa bei Finanzgeschäften nur im Rahmen des fehlerhaften Schneeballsystems unseres Geldes.
    Jedenfalls lassen es die Stellschrauben Der Linken mit einem Mindestlohn und etwa mit Höchstpreisen außer acht, dass Geld gar kein Tauschmittel, sondern eine Art von einer Bank "ausgestellter" Schuldschein ist.

    Dass Die Linke eine Gerechtigkeitspartei ist, ist nicht sonderlich glaubhaft.

    EpochTimes, 8. Februar 2019
    DDR-Vermögen: Die SED war eine der reichsten Parteien Europas

    Video
    Bundestag zur "Schuldenbremse" – Rede von Gesine Lötzsch

    Hierzu:
    Wenn Frau Lötzsch für die Lockerung der Schuldenbremse wirbt, dann ist dies eine Themenarbeit, die einfach nur für den Systemerhalt zum Preis eines noch sehr viel dramatischeren Anstiegs der Ungleichheit sorgt.
    Es ist aber doch gerade das Problem, dass die globale Verschuldung infolge der fehlerhaften Geldentstehung als Schuld immer schneller ansteigt. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass es immer mehr Geld im Umlauf gibt, wobei der Geldbesitz extrem ungleich verteilt ist.

    ruhrbarone, 1. Dezember 2019
    Ex-Landesvorsitzender tritt aus der Linkspartei aus: „Diktatorischer Sozialismus mit DDR-Programmatik“

    Die Tatsache, dass Die Linke immer dieselben Berufspolitiker trotz nicht sonderlich fehlerfreier Themenarbeit ständig ins Parlament schickt, spricht nicht dafür, dass sie eine Bürgerpartei ist.

    Dann ist die Themenarbeit des bei dieser Bundestagswahl nicht mehr angetretenen Finanzexperten Der Linken Fabio de Masi nicht sonderlich hilfreich:

    Finanznachrichten, 27.01.2020
    LINKE-Finanzexperte De Masi für digitalen Euro als Alternative zu Facebook-Projekt Libra

    seine Webseite, 12.05.2020
    WARUM WIR DEN DIGITALEN EURO GERADE JETZT DRINGENDER DENN JE BRAUCHEN

    seinerzeit, 03.07.2020
    REDE: DIE EZB MUSS STAATEN AUS DER KRISE HELFEN!

    Hierzu:
    Fabio de Masi thematisiert das Schneeballsystems unseres Geldes praktisch gar nicht.
    Bei dem Kapitalismus gibt es eben gerade das Problem, dass bei diesem immer schneller neue Schulden "anderer Leute" generiert werden müssen, damit er nicht kollabiert.
    Diese vielen Schulden gibt es dann ganz einfach dadurch, dass es immer mehr Geld im Umlauf gibt, dessen Besitz jedoch extrem ungleich verteilt ist.
    Der EZB steht seit Ende 2011 nur die fehlerhafte Möglichkeit zur Verfügung, dass sie das System mit ihren geöffneten Geldschleusen immer schneller flutet.

    Was Sahra Wagenknecht betrifft, macht sie sich dadurch unglaubwürdig, dass sie wie sehr viele andere Bundestagsabgeordnete auch, zwar für eine soziale Politik wirbt, dass sie aber trotz der auf parlamentarischem Wege fehlenden Lösbarkeit der derzeitigen Probleme und trotz ihrer viel zu oft grobverkehrten Themenarbeit seit etlichen Jahren ihre üppigen parlamentarischen Vergütungen kassiert.

    Dass sie zudem seit geraumer Zeit mit unentwegt bei YouTube von ihr vorgeschlagenen Videos für sich wirbt, ist wegen unseres massiven Plutokratie-Problems unentschuldbar.
    Ihr vermeintliches Engagement kann nur nach hinten losgehen, weil Bürger ohne hohes Wahlkampfbudget trotz möglicherweise richtiger Themenarbeit fast gar keine Beachtung finden.

    Sie will etwa Schulden über eine Vermögensabgabe abbauen und sie scheint es insofern nicht zu wissen, dass sämtliches Geld im Umlauf als solches eine Schuld ist.

    Dann würde auch ihr Vorschlag "Millionärssteuer ist die beste Schuldenbremse" nur sehr unwesentlich etwas an der sozialen Ungleichheit verändern.

    wirtschaft.com, 4. September 2014
    Wagenknecht fordert größere Befugnisse für die EZB

    Wie es aber Ernst Wolff mit einem seiner Beiträge völlig richtig behauptet, macht Frau Lagarde eine Politik für Ultrareiche. Sie hat in der jetzigen Situation auch allenfalls noch die weitere Alternative, dass sie Helikoptergeld ins System pumpt.

    Hubertus Knabe, 3. August 2020
    Der Milliardenklau

    Hierzu:
    Gregor Gysi hatte an Dietmar Bartsch am 5. August 1991 ein inzwischen beschlagnahmtes Schreiben geschrieben, in dem eben auch folgendes zu lesen ist:
    "Einnahmen wie bisher bar verwenden"
    Vor 30 Jahren sorgte Gregor Gysi dafür, dass das riesige Vermögen der SED mit krimineller Energie beiseite geschafft wurde. Seiner politischen Karriere hat der Milliardenklau nicht geschadet.

    Hubertus Knabe war übrigens von 2000 bis zum 25. November 2018 Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

    Vera Lengsfeld sagt in folgendem Video genau das, was man sich eigentlich auch denken kann.
    Der Sinn und Zweck Der Linken ist es bei ihrer Gründung ganz einfach der Umstand gewesen, dass sie die Interessen des von ihr nach der Wiedervereinigung an die Seite geschafften Stasi-Altvermögens vertreten möchte.
    Das Argument bei der Gründung PDS bzw. Der Linken lautete seinerzeit: "sonst ist alles weg"

    Video:
    Vera Lengsfeld: SED, Stasi und Die LINKE – eine Bilanz

    RP online
    Das sind die Parteien am rechten Rand

    Etwa die NPD tritt auf ihrer Webseite für eine raumorientierte Wirtschaft ein, was durchaus sinnvoll ist.

    Ähnlich wie die AfD hat sie bei ihrer Finanzpolitik im Wesentlichen folgende Forderung:
    "sofortige Volksabstimmung über den Euro und die Rückkehr zur Deutschen Mark."
    Das von ihr angestrebte Ziel einer raumorientierten Politik wird sie auf diese Weise insofern ganz sicher nicht erreichen.

    Hierzu:
    Die Rückkehr zur D-Mark ist zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht möglich.
    Darüber hinaus hinterfragen weder die NPD noch die AfD die fehlerhafte Schuldscheinlogik unseres Geldes.
    Das mit den Banken nur mögliche Prinzip "Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren" würde dann nach einem Neustart des Systems nach einigen Jahrzehnten zu einem erneuten System-Kollaps führen.
    Vermutlich hat uns der Euro sogar noch vor Schlimmerem bewahrt.

    Bekanntlich verursacht der Kapitalismus weltweit Kriege und er ist auch extrem ungerecht.

    Das LINKS ist also eine reine Mogelpackung für vermeintlich soziale Politik und das RECHTS ist nur für den Parteiauftritt nach außen, etwa der NPD, von Bedeutung.

  23. Ursprung sagt:

    Mit diesem Zuschnitt und ihrer intellektueller Darstellung sind die beiden Akteure nach meinem Gefuehl dort angekommen, was sie anfangs verhiessen. Und waren damit dem Off Lehrich mit seiner Aktualitaetsanmahnung teilweise enteilt.
    Das Terrain ist auch schwierig. Es spielt ja hochgradig rein die Sprachschubladen mit Ihren Bedeutungsaenderungen von Platons Zeiten bis hirnwissenschaftlichen Empathiedefinitionen heute.
    Allein letzteres, die auch ziterte Empathie, fuellt schon unterschiedliche Buecher, je nachdem aus welchem Blickwinkel man das meint. Nach Fallon sind das fluechtige Interaktionsmuster zwischen den Regionen Schlaefenlappen/Cortex/Hypophyse, die individuell bei allen Menschen unterschiedlich sind und bei Ausfall nachsimuliert werden, um Sozialkompetenz wenigstens vorgeben zu koennen.
    Womit man allein schon aus diesem Thema her mitten in der Links/Rechts Diskussion waere, die Philosophie verlassen hat und nur noch auf der Organfunktionsebene argumentieren kann.
    Zusammenfassend: empathisch bestanden.

  24. Sinnleere Begriffe die nur dazu dienen sollen unterschiedliche Interessengruppen gegenseitig in Stellung zu bringen. Der Erfolg hängt davon ab in wie weit der Brandstifter seine eigenen Absichten verschleiern kann.

  25. Heute geht es nur noch über "rechts", diese niedermachenden "Mächtigen",
    ist gewollt und es geht nur noch um ihre eigene Herrschaft. Es ist gewollt.
    Früher die Grünen, SPD, ganz früher Linke gewählt, Jetzt bin ich rechts?
    Traurige Zeiten.

  26. Nein, ich freue mich immer auf Ihre kompetenten und
    Potcasts sowie alle neuen und für mich "heilsamen" Nachrichten ind
    dieser Zeit, wir brauchen Sie, danke!

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