Kaiser & Lenz #4 – Gottlose Zeiten: Brauchen wir eine Re-Spiritualisierung?

Gottlose Zeiten.

Immer, wenn der Mensch versucht hat, Gott zu spielen, schuf er die Hölle auf Erden. Genie und Ehrgeiz waren – auf den Mensch bezogen – stets eng verwandt mit Hybris und Größenwahn.

Vor der Trennung von Staat und Kirche war es aber nicht wirklich besser. Auch unter der Herrschaft der Kirche war der Bürger nicht sicher vor der Willkür der Macht durch den Mensch. Schon gar nicht, wenn diese im selbsternannten Auftrag Gottes glaubte handeln zu müssen. Hexenverbrennung damals und die mediale Hetzjagd auf Andersdenkende heute haben eines gemeinsam: Sie kommen nicht ohne Dogmen und Ideologien aus. Wo ist Gott, wenn man ihn mal braucht? Gibt es ihn überhaupt?

Und wenn ja, liegt der Weg zu Gott vielleicht direkt vor uns, wenn wir uns wieder mit entsprechenden Rituale an ihn erinnern?

Kaiser & Lenz gehen gemeinsam mit “der Stimme aus dem Off”, Jens Lehrich, in dieser Ausgabe der Frage nach: Brauchen wir eine Re-Spiritualisierung?

Inhaltsübersicht:

00:00:24 Von der Menschenwürde

00:06:09 Gibt es Gott überhaupt?

00:08:07 Der Putsch der Wissenschaft

00:12:14 Die Grenzen des Menschen

00:15:58 Kulturelle Artefakte

00:19:18 Die Rolle der Kirche

00:27:50 Spiritualität im Alltag

00:29:05 Der Weg zu Gott

00:40:41 Gott als Maßstab

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Kommentare (39)

39 Kommentare zu: “Kaiser & Lenz #4 – Gottlose Zeiten: Brauchen wir eine Re-Spiritualisierung?

  1. Eine neue Spiritualität? Solange sie nicht von Kirchen/Priestern vorgegeben, sondern aus den eigenen Innereien entspringt, sicherlich. Dafür bedarf es aber erst einmal der Abschaffung des Betäubungsmittelgesetzes. :-)

    • Eigentlich habt Ihr mit diesem Beitrag ja soetwas wie ein kleines Kunstwerk geschaffen. Spirituelle Erfahrungen sollten prinzipiell wortfrei geschehen. Worte (welche ja leider nur simple Versuche sind die übermäßig komplexe Realität der Dinge abzubilden) "zerstören" diese Momente des Erfahrens weitreichender, großer Zusammenhänge. Ein gutes Beispiel sind Träume: Es ist immer wieder schwierig diese nach der eigentlichen Erfahrung in Worte zu fassen. Mit Eurem Beitrag habt Ihr im Prinzip eine linguistische Analyse von etwas betrieben, welches eigentlich keiner Worte bedürfen sollte. :-)

      Wen das Erfahren dieser Momente interessieren mag: Der beste "Botenstoff" dazu ist nach wie vor DMT, genannt auch "das spirituelle Molekül".

  2. Falke369 sagt:

    Nein, Menschen sind bereits als Kinder spirituell. Wir brauchen keine neuen "ismen" obendrauf. Eine völlig andere Frage ist, wie im Kontext dieser neuen aktuellen politischen Veränderungen sich ganz konkret die einzelnen Personen verorten und dazu stehen. Die Frage ist also nicht "…brauc hen wir", sondern die Frage ist " wo steht Herr Kaiser , Herr Lenz… " spirituell und wie wirkt sich das in ihrem Leben aus. Theoretische Diskussionen sind hier nicht angebracht, nur praktisches Beispiel.

  3. Ein sehr gelungenes Format, wie ich finde! Es erinnert an Zeiten, in denen der kritische Diskurs nicht nur gewünscht, sondern an der Tagesordnung war.
    Mit dem Thema Respiritualisierung drehen sich Kaiser und Lenz allerdings beständig in zwei- bzw dreidimensionalen Zirkeln. Der verpasste Ausstieg aus diesem Kreisen war der Gedanke, dass die neue Religiosität nur eine innerliche, ein Weg nach innen sein kann: Es ist in der Tat eine Kultur der absoluten inneren Stille, die erst entdeckt bzw. gelernt werden will, die aber in der Ausrichtung und Struktur der modernen Gesellschaften nicht gewünscht wird. Alle Formen von Ritualisierungen sind nur ein Spiritualitätsersatz und haben uns auch in der Vergangenheit gelegentlich eine gewisse Stabilität gegeben aber niemals zu wahrer und tiefer Spiritualität geführt.

  4. Zu der Frage brauchen wir eine Organisation/ Institution ? Meiner Meinung ja, aber : Der Teufel steckt wie auch hier im Detail und das hat zuerst einmal mit der Frage nach Gott noch nichts zu tun, sondern kann weltlich behandelt werden. Das eine Gesellschaft eine Organisation braucht ist wohl klar, sonst wäre es keine Gesellschaft die sich aus mehr oder weniger selbst denkenden Individuen zusammensetzt, sondern ein Insektenstaat . ( wenn es auch im Extremen Gesellschaftsmodelle gibt die da fast ran kommen ). Diese Organisation kann nun wieder nur durch Institutionen erzeugt werden, denn eine Institution ist ja erst einmal ein Zusammenschluss von denkenden Menschen die das Ziel haben, mittels dieser Einfluss auf die Organisation der Gesellschaft zu nehmen, erst einmal wertfrei, sie wollen ein Ziel durchsetzen, gegenüber anderer Institutionen die andere Ziele haben und diese Durchsetzen wollen. Nun kommt die Frage, warum die Ziele denn so unterschiedlich sind, die die verschiedenen Zusammenschlüsse ( Institutionen ) verfolgen, auch das hat zuerst einmal wenig mit Gott an sich zu tun sondern mit der Entwicklung der Arbeitsteiligen Wirtschaft des Menschen, die wiederum dadurch erzwungen wird, weil sie das beste Mittel ist das Überleben und Heute nur noch das materielle Leben der Menschen ständig zu verbessern, das ginge nicht mit der Produktionsweise der Urgesellschaft oder des Mittelalters sondern heute nur mit den heutigen und in Zukunft mit der Zukünftigen Arbeitsteilung. Diese Arbeitsteilung induziert den Mechanismus der Organisation in der Arbeit, Die Organisation, Wer macht Was Wann Wie ist mit zunehmender Arbeitsteilung immer wichtiger sonst funktioniert sie nicht ( der Unterschied zur Hammelherde ) und das induziert wiederum eine Gruppe von Menschen die die Arbeitsteilung organisieren, diese Gruppe von Menschen ist die Keimzelle der politischen Macht, denn sie erkannten schnell das sie bei guter Organisation dieses Systems Sie mehr für sich herauszunehmen können als alle Anderen, ohne das die Anderen das zugleich bemerken, weil sie den Durchblick in dieser Sparte der Arbeitsteilung nicht haben und auch nicht haben können, sie haben den in Ihren Bereich ( ZB Aussaht, Pflege der Pflanzen und Ernte aber nicht in der Frage wie Ermittelt sich der Wert des Landes und wie kommt der Burgherr zu seiner Macht mittels er mich zu Steuern zwingen kann ). Warum diese Gruppe von Menschen so denkt, mehr herauszunehmen als die Anderen, hat allerdings etwas mit Geist und Gott zu tun, denn genau das sollte der Mensch nicht tun ( Zins und Zinseszins galt nicht umsonst als Teufelswerk ) doch besondere Menschen tut es wenn Sie die Gelegenheit dazu haben. ( Entweder legal mittels ihrer Institutionen die sie dafür schaffen oder Illegal als Kriminelle oder als Organisierte Kriminelle mit deren Institutionen die halt nur nicht vom Gesetzt der anderen Institution gedeckt sind ). Also ist die Frage nicht ob es Institutionen geben darf oder nicht, sondern die Frage ist wie die Institutionen organisiert werden damit den Drang von besonderen Menschen mehr zu entnehmen von vorn herein Einhalt geboten wird, also systemisch unmöglich wird. Das alles kann gemacht werden durch unseren eigenen Willen und das wäre dann sogar im Sinne von Gott, denn es dient unserer Weiterentwicklung im Geist, weil es Sinnlos wird der Gesellschaft mehr zu entnehmen als man selbst gibt ( Es wird institunel unmöglich ) . Das Mittel dahin ist die Basisdemokratie, denn sie bewirkt so nach und nach das sich die Zusammensetzung der Institutionen dahingehend ändert, dass darin die Interessen der Betroffenen immer mehr vertreten und durchgesetzt werden und nicht die der Nutznießer wie jetzt. Das ist der einzig mögliche Weg den sinnvollen Anspruch dieser Gruppe, die Arbeitsteilung zu organisieren, von den anmaßenden Anspruch dieser Gruppe, die Gesellschaft nach ihren Interessen zu organisieren zu trennen, das ist die spirituelle Aufgabe die an die Menschen durch das spirituelle zielgerichtet entwickelnde Universum ( wenn man so will Gott ) gestellt wird und dazu ist die Pandemie die eine Plandemie ist herausragend geeignet, weil diese Zusammenhänge immer sichtbarer werden, sie werden gleichsam beleuchtet und wir haben die Chance zu erleuchten, so funktioniert das, genau dazu leistet ihr einen herausragenden Beitrag, auch mit der Zeitung DW und ich tue es in der Partei " Die Basis " mit meinen Gedanken und selbst die für die Coronamaßnahmen der Regierung tun es, ohne es jetzt gleich zu wissen, aber sie beginnen sich damit zu befassen und treten in den Diskurs, zumindest jetzt erst einmal indirekt auf Distanz, aber er beginnt erst mal und unsere Aufgabe wird es weiterhin sein immer die Zusammenhänge ( was geschieht dahinter ) zu erleuchten, dazu vielen Dank.

  5. FizzyIzzy sagt:

    https://m.youtube.com/watch?v=Pu6Zl5HBUv0&t=187s

  6. Tanja sagt:

    Beste Feststellung: Das Öffnen (der Kirchen) ist ein sehr weltlicher Vorgang – aufschließen und reinlassen! Danke, Herr Lenz!

  7. Ralle002 sagt:

    Für GOTT gibt es vielerlei Interpretationen.
    Es sei der Schöpfer, Weltenlenker und ähnlich.

    Etwa Stephen Hawking hat sich mit der Frage beschäftigt, ob es Gott gibt.
    Den letzten verbleibende Bereich, den die Religion noch für sich beanspruchen kann, sieht Hawking im Ursprung des Universums. Für ihn steht fest, dass es spontan gewissermaßen von selbst entstand:

    Gott ist, unabhängig von der Frage seiner tatsächlichen Existenz, jemand, der die Menschen aus ihrer Knechtschaft führt.
    Diesbezüglich gibt es insbesondere die 10 Gebote.

    Dabei hat die Zahl 10 eine symbolische Bedeutung. Es ist nicht gemeint, dass es genau 10 Gebote gibt.
    Diese Zahl taucht etwa auch an anderen Stellen in der Bibel auf, wie etwa in der Offenbarung des Johannes.

    Beim Hl. Geist geht es einfach nur darum, dass der Weg aus der Knechtschaft tatsächlich beschritten werden muss.
    Dabei ist das "Vater – Sohn – Heiliger Geist" eine Prophetie, die etwas mit Offenbarung 13 zu tun haben wird.

    derstandard.at, 10. Februar 2012
    BIS NOVEMBER 2012
    Kardinal prophezeit Ratzingers Tod

    taz, 25.05.2012
    Rauswurf des Vatikanbank-Chefs:
    Benedikts Banker-Buddy
    Der Chef der Vatikanbank, Ettore Gotti Tedeschi, muss nach einem einstimmigen Misstrauensvotum des Verwaltungsrates gehen. Verbittert tritt er nun nach.

    Focus, 12.02.2013
    Am Tag des Papst-Rücktritts schlägt ein Blitz im Petersdom ein

    theologen.wordpress.com, 17. Februar 2013
    Warum tritt der Papst zurück? Vatikanischer Schafspelz

    gloria.tv, 24.02.2013
    Papstrücktritt – Die CIA Seilschaften im Vatikan

    Spiegel, 05.03.2013
    Weissagung zum Papst
    Der Nächste soll der Letzte sein

    katholisches.info, 28. Oktober 2013
    „Prophezeiungen“ zweier Kardinäle:
    Der „Tod“ Benedikts XVI. und die Wahl von Franziskus

    Bei der Kirche ist man sich oft alles andere als sicher, dass es ihr um die Inhalte der Bibel geht:

    neues-deutschland.de, 18.09.1993
    Der Vatikan ging mit der CIA ins Bett

    n-tv, 16. OKTOBER 2006
    Kampf gegen Kommunismus
    Papst-Kontakte zur CIA

    Man hat mitunter den Eindruck, als ginge es der Kirche vor allem um materielle Interessen.

    Focus, 24.06.2020
    Der Papst des CIA
    Wie der Geheimdienst angeblich mit Hilfe des Papstes das Sowjetimperium einstürzen ließ

    Folgendes ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber letztlich noch nicht der Weg aus der Knechtschaft.

    Welt, 18.05.2018
    KRITIK AM KAPITALISMUS
    Die gnadenlose Abrechnung des Vatikans mit den Finanzmärkten

    Wofür benötigt eigentlich eine reine Glaubenseinrichtung wie die katholische Kirche einen Geheimdienst?
    Vor allem gibt es diesen Geheimdienst der katholischen Kirche nach außen hin gar nicht.

    Der Geheimdienst des Vatikan
    www.luebeck-kunterbunt.de
    de.scriptd.com

    Dann gibt es nicht nur den eigentlichen Papst.

    domradio, 20.05.2020
    Ex-Jesuitengeneral Nicolas gestorben
    Bis vor kurzem amtierten die Ordensleiter bis zum Tod

    wwg1wga-tv.de
    Ihr wisst wer das ist? Pepe Orsini – Der mächtigste Mann der Welt!

  8. BenediktG sagt:

    Die Frage offenbart schon eine mögliche Verwirrung von Wirkung und Ursache. Für mein Verständnis "wächst" die Energie, die wir Liebe nennen in unserem "Herzen", einer nicht sichtbaren, physisch greifbaren und diagnostizierbaren Welt, die als seelische Welt verstanden wird. Für die herrschsüchtigen Kontrollfreaks der Egomanenwelt, versagt diese Zone der Menschlichkeit jeden Zugriff oder Manipulation, die nur bei der Zone unseres Bewusstseins gelingt, wenn sich die Opfer von den herausfordernden Signalen ihrer Seele "befreit" und damit den entscheidenden Halt aufgegeben haben. Liebe verlangt Mut und Bescheidenheit, wenn wir uns für diese große und so mächtige Energie öffnen wollen. Wir haben immer wieder die Wahl: Siege/ Niederlagen auf dem Schlachtfeld anmassender Macht oder Gewinne bei der Größe unserer persönlichen Welt, wo wir Schätze finden, die jeden materiellen Reichtum in den Schatten stellen. Das Tyranneenpack dieser Welt wird immer größeren Abstand zu dem "gewinnen", was sich nicht kaufen, erobern und nicht herbeitricksen lässt, außer einer Einbildung, die schnell in sich zusammenfällt und eine ganze Unterhaltungsindustrie unablässig damit beeschäftigt den Schein wieder aufzupäppeln.

  9. Hartensteiner sagt:

    Die Lösung ist ganz einfach: Wir gehen – respiritualisiert – ins Mittelalter zurück und predigen den Menschen, dass ihr miserables Leben in Sklaverei im Dienste Gottes Schätze im Himmel sammelt und nach dem Tode das Paradies winkt.
    Dazu braucht man
    1. einen Gott
    2. die geistigen Führer, die immer genau wissen was Gott denkt und will
    3. die Menschen folglich an diesem, ihrem Wissen, teilhaben lassen
    4. wer dagegen verstößt, gehört auf den Scheiterhaufen.

    Wir brauchen keine „Respiritualisierung“ im Sinne eines neuen, aufgeblasenen Ballons, der uns von der Realität ebenso ablenkt, wie die Narrative der gegenwärtigen Herrschaft.
    Letzteren wiederum ist es gelungen, den Menschen in eine Inflation zu führen, in eine Dauerneurose, die Glück auf Haben und Haben-Wollen fixiert hat und neuerdings auf das reine Überleben im Kampf gegen den allgegenwärtigen Tod, vor dem nur die Impfung retten kann.
    … Kirche? Die Coronakirche? Was für eine Idee…
    Könnte man den Menschen anleiten, sich auf sich selbst zurückzuführen, würde dieser entdecken können, dass in der Realisierung seiner inhärenten Fähigkeiten sein wahres Glück liegt, und dass er dieses nur dauerhaft zu realisieren vermag in der Akzeptanz der Konditionen, die ein lebendiger Planet, ein lebendig bleibender Planet, vorgibt.
    Das ist es übrigens, was Beuys mit „Jeder Mensch ist ein Künstler“ gemeint hat.
    Hier sprechen wir vom selbstbestimmten Individuum, das sich dann auch gewahr ist, dass Leben nur in der Kooperation mit Anderen – und der Natur! – möglich ist.
    Das geht wunderbar ohne jeden Gott, der als vorgestellte Entität nie etwas hervorgebracht hat als Missbrauch, Versklavung und Krieg.
    Wenn schon Gott, dann vielleicht die Milliarden von Göttern des Hinduismus, in dem jeder Mensch, jede Familie, seinen bzw. ihren eigenen Gott hat :-)

    • Ja, Religionen haben in der Vergangenheit große Probleme verursacht. Deswegen ist die Religionsfreiheit eine große Errungenschaf. Für mich steht diese Religionsfreiheit sogar noch höher als die Möglichkeit Götter wie Sand am Meer verehren zu dürfen.

      Und da ich nicht an das Irdische gebunden sein möchte (und das wird vermutlich jeder von uns irgendwann nicht mehr sein), mache ich mir schon Gedanken über Glauben und Spiritualität. Die Welt zu einem schönen Ort machen zu wollen, kann in meinen Augen große Probleme verursachen, da jeder eine andere Vorstellung von einer schönen Welt hat. Konflikte sind vorprogrammiert, erst Recht wenn die Kompromissbereitschaft sich in Grenzen hält und der Narzismus hoch im Kurs steht. Denn was einem Narzisten in der Regel fehlt: Verbundenheit und Einigkeit. Etwas, was Religionen bisher gut geben konnten. Manches muss einfach wachsen, statt es mit zu viel kognitivem Einsatz (meist aus purer Eitelkeit heraus) künstlich zu beschleunigen. Aus gesundem Wachstum kann schnell auch etwas krankhaft Wahnsinniges werden, wenn man als Denker jeder Entwicklung einen intellektuellen Schubser geben muss. Manches kann man einfach als gegeben nehmen und entspannen, als zu alles und jedem die Gretchenfrage zu stellen.

      Warum ist es den "Eliten" gelungen, die Menschen zu opportunistischen Ja-Sagern zu machen? Weil wir eine zutiefst narzistische Gesellschaft haben und dieser Gesellschaft etwas in Aussicht gestellt wurde, was ihr fehlt. Schon ein guter Plan. Die Honigfalle wurde aufgestellt und viele tappen hinein. Sogesehen ist der Sozialismus die logische Konsequenz aus dem von moralischen Bedenken befreiten Kapitalismus.

      Eine funktionierende Weltordnung wird es nie geben. Der Verfall ist bereits in die Geburt (eines Lebens, einer Idee, eines Entwurfs) einprogrammiert. Wir müssen wieder zu uns finden. Und den Tod als unwiderrufliches Schicksal akzeptieren. Die katholische Dreifaltigkeit bietet die Möglichkeit, da Gott als heiliger Geist in jedem von uns lebt. Ob wir Gott in uns lassen möchten, darf dank der Religionsfreiheit natürlich jeder für sich entscheiden.

      Die Kirche ist für mich kein guter Wegweiser. Diese ist nun endgültig gedreht worden, aber vermutlich war sie es schon immer, auch wenn sie für sich in Anspruch nimmt, die Lehren Gottes zu vermitteln. Meine Intuition sagt mir, dass diese Kirche ein falsches Spiel spielt. Ich lebe meinen Glauben eher im Privaten als in der Gemeinde. Für mich ist der christliche Glauben auch dynamischer als in konstitutionellen Glaubensgemeinschaften, aber zentrale Motive der christlichen Religion nehme ich als gegeben hin, weil sie einfach sinnstiftend sind.

      Unterm Strich bleibt zu sagen, dass Religionen durchaus gut sein können, wenn sie nicht mit Cheauvinismus und völliger Verschlossenheit (Weltfremdheit) verwechselt werden. Die Religionsfreiheit in der westlichen Welt war da ein guter Schutz. Die Moral sollte religiös bleiben und nicht von politischen Interessen instrumentalisiert werden.

  10. Die Reihe ist wirklich interessant. Während Herr Kaiser im letzten Gespräch leicht angeschlagen wirkte, ist er gerade bei dem Thema Glauben wieder vorne dabei.

    Meine Gedanken zum Thema:

    Eine Respiritualisierung ist DRINGEND notwendig. Gerade die vordergründige Betrachtung diverser Problemlagen ausschließlich durch die Ratio führt zu zynischen Entscheidungen bei der Lösungsfindung. Wenn man auf sein Herz und seine Intuition hört, heißt es halt nicht, dass automatisch der Verstand ins Hintertreffen gerät. Das Gegenteil ist der Fall.

    Die Demut vor Gott war für das Gros der Menschen bislang hilfreich, sich selbst Allmachtsfantasien zu verweigern – bis auf natürlich der überwiegende Teil der Konstrukteure unserer christlichen Religion, die besonders im späteren Mittelalter den Glauben zur Legitimation ihres Herrschaftsanspruches nutzten. Trotz aller Verwerfungen auch im Mittelalter gelang es den Menschen dennoch "theoretische Konstrukte" wie Genozide zu verhindern. Zumindest sind mir keine bekannt. Ein Genozid ist meiner Ansicht nach Essenz zynischer Wissenschaft, die den Menschen allein auf seine Funktionalität reduziert. So ist der Transhumanismus als neue Religion quasi die zwingende Folge einer rein auf Rationalität beschränkten Wissenschaft. Die nicht funktionierende "Elemente" behandelt werden sollten, deutet sich immer mehr an: Statt sie zu "reparieren" neigt man mittlerweile eher dazu, sie auszusortieren.
    Der Glauben an das Überirdische und Metaphysische bewahrte uns bislang davor, die Funktionalität über alles zu stellen und so dem Zynismus die Lebensgrundlage zu entziehen. Und früher galt in der Führung der Ländereien "ein Mann, ein Wort", selbst wenn damit zum Großteil zynische Verordnungen gemeint waren. Der Intelligenzfaschismus, der Lug und Betrug als schlau und gerissen darstellt, ist heute jedoch die neue Devise. Unzählige Kulturerzeugnisse warnen vordergründig vor solchen Zynikern, aber insgeheim scheint von intelligenten Soziopathen in Kunst und Film doch eine gewisse Faszination oder Anerkennung mitzuschwingen.
    Die Spiritualität und der Glaube daran, dass das Leben nur eine Prüfung für das Jenseits ist, hat uns darüber hinaus davor bewahrt, die Moral zu verbiegen. Selbst Könige haben sich diesem Glauben unterworfen. Heute sind die Könige durch ihren unvorstellbaren Reichtum an die Erde gebunden. Sie glauben nur an die Ratio und die Realität, sind quasi an das Diesseits und da liegt es natürlich nahe, dass diese Menschen an ihrer "Unsterblichkeit" arbeiten. Im Prinzip sind es gottlose und bedauernswerte Menschen, die Gott als heiligen Geist aus ihrem Körper verbannt haben, Jesus als lächerliches Märchen betrachten und einen Gott für unvorstellbar halten. Ich kann Gott nicht beweisen, aber allein, dass ich an ihn glaube, bewahrt mich vor der im Gespräch angesprochenen Hybris. Die Moral des Christentums ist bislang ein guter Wegweiser gewesen. Der Weg der Theokratie führt uns jedoch in die Unmenschlichkeit und den Genozid.
    Da alles auf Lug und Betrug aufgebaut ist, glaube ich jedoch daran, dass es uns gelingen wird, die Weiche noch zu stellen. Bisher ist jeder Totalitarismus und jede zynische Ideologie daran gescheitert.

    Ich wünsche uns allen eine gute und lebenswerte Zukunft!

  11. meteo sagt:

    Ich sag mal zu dem Thema folgendes:

    – Der Mensch ist ein spirituelles Wesen. Diese Eigenschaft oder dieses Bedürfnis sollte durch den Glauben XY befriedigt werden. Glauben ist nicht wissen und daher ist eine Diskussion über "beweise das Gott existiert", aus meiner Sicht, komplett irregleitet, quasi wie eine Diskussion ob ein Apfel eine Birne ist oder doch nicht. Glaube kann nicht bewiesen werden, sonst wäre er nicht Glaube sondern Fakt.

    – Das Problem mit Glaube ist, dass er relativ leicht missbraucht werden kann. Man muss nur diese "Religionsinstitutionen" betrachten und, das geht dann auch sehr wissenschaftlich, man kann es schlicht nicht bestreiten.

    – Zum Thema "duale Existenz": Lebe für das Diesseits, als würdest du ewig leben. Lebe für das Jenseits, als würdest du morgen sterben. Ist für mich immer eine gute Leitlinie gewesen.

    – Leider scheint sich, seit einiger Zeit, bei sehr vielen Menschen "Gott Geld" durchgesetzt zu haben. Für's Geld wird (fast) alles gemacht. Alles wird in Geld ausgedrückt, dass perverseste dürfte "was kostet ein Kind zu kriegen" sein. Die meisten erkennen nicht (anscheinend), dass der Glaube an etwas was im Diesseits, durch den Menschen selbst, erschaffen wurde, komplett dem Prinzip der Spiritualität widerspricht.

  12. Ursprung sagt:

    Wenn wir taeglich praktizierenden Parasiten in unseren zu grossem Hirnkasten einen Funken orten, den wir nicht parasitaerer Zweckmaessigkeit zuordnen koennen:
    nennen wir diesen einen "goettlichen Funken".
    Statt verdauend was zu fressen, eine grosse Fresszelle z. B. eine eine energieproduzierende kleine in sich weiterleben zu lassen als Mitochondrie, entsprach diesem "goettlichen Funken". Denn so erstanden Hirnzellen, die ploetzlich irgendwann mal "Gott" denken konnten.
    Damit haetten wir Gott in der Welt. Samt erklaerbarer Anmassung, wir seien sein Ebenbild.
    Fazit:
    in der Tat koennen wir "gottliche Funken" erzeugen. Allerdings nur, wenn wir als Parasit gerade mal ausfallen und immer nur solange. Ist aber aeusserst selten. Siehe Beethovens Ode.
    Die Kehrseite der Funkerei sind leider weniger selten: Braende (Kriege), Schwelbraende (Luegen), Knallfroesche (Lauterbach), stinkende Schwelbraende (Gates). Und viele Hirnkranke (Turner, Hitler, Mao).

  13. hubert sagt:

    Jaaa. Ich sag mal Ja
    Und Aber….
    Also wir messen …wir messen dies und das.. und gerade da sind entscheidende Fehler zu entdecken.
    Beim Messen.
    Was ist Messen ?
    Wie lang ist etwas…z.B.
    Wenn die Zollstöcke nicht geeicht sind ,,,,wird es eine Kathastrophe.
    Schön das Büchlein : Handbuch der Maße,Zahlen,Gewichte und Zeitrechnung …von Reclam.
    Aber eines ist sehr wichtig.
    Messen ist eine Vereinbarung. auf das Gleiche um zu finden was verschieden. Wer misst ohne sich an Vereinbarung zu halten, macht den entscheidenden Fehler….
    Also Messen ist nicht Wissen sondern an der Vereinbarung sein.

  14. Ich weiß nicht, ob dieses Gesieze und der manierierte Kaffehausstil zielführend sind für enen grundlegenden kulturellen Neubeginn. Mich irritiert das.
    Das hier gewählte Thema ist sicher wichtig, wird aber meines Erachtes zu sehr aus christlicher und monotheistischer Sicht angegangen. Die Spiritualität all der unzähligen Kulturen bleibt unerwähnt, welche durch die Monotheisten und die seit römischer Zeit immer tiefer versklavten und sich gegenseitig versklavenden Europäer ausgelöscht wurden. Dadurch bleibt die Diskussion großenteils in Eurozentrismus und blinden Flecken gegenüber der ebenso ungeistigen wie unreligiösen und unmenschlichen Tradition des Rechts des Stärkeren stecken.
    Deshalb gebe ich her einmal drei Sätze von meinem spirituellen Lehrer Brave Buffalo weiter, von denen ich bereits seit 1986 zehre und an denen ich vor allem am dritten bis heute zu arbeiten habe, um ihn überhaupt zu verstehen:

    Never put yourself above anybody.
    They say: Children who are hit, become promiscuous.
    They say: Children who are hit, loose their spiritual dignity.

    Anmerkung: Mit "They say" sind die Ansagen von Geistern in Zeremonien gemeint.

    FROHE WEIH-NACHTEN!

  15. Mario Sutas sagt:

    Sehr interessanter Sendebeitrag!

    Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Existenz Gottes schon längst bewiesen wurde. Bitte
    lesen Sie folgende Quellen: a) https://www.conservapedia.com/Athanasio_Celia#Author ,
    b) https://www.bautz.de/product-page/athanasio-celia-%CF%89-der-logos-der-gottes-beweis ,
    c) https://pronewsreport.com/2021/07/26/gods-letters-132-capital-letters-came-during-a-vision-in-2001-by-athanasio-celia-enfolds-gods-new-revelation/ , d) https://www.amazon.com/gp/customer-reviews/R108RMPMH5U1W6/ref=cm_cr_arp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=B094NC22X9

    In diesen schwierigsten, dunkelsten aller Zeiten für die Menscheit, wäre diese Nachricht über
    die bewiesene Existenz Gottes für sehr viele Menschen ein Seelenbalsam.

    Seien Sie gesegnet, liebe "apolut-Redaktion", für Ihre Beiträge
    in diesen schwierigsten und gefährlichsten aller Zeiten.

    Mit großem Respekt

    Mario Sutas

  16. Zum Thema "Führe uns nicht in Versuchung" vs. "Führe uns aus der Versuchung" … hier wurde meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt nicht berücksichtigt. Bei "Führe uns nicht in Versuchung" ist es Gott, der den Menschen in Versuchung führt – vielleicht um diesen zu prüfen? Gott selbst stößt also diese Versuchung an und wir bitten ihn im Vaterunser, dies nicht zu tun. Wir müssten dieser Versuchung dann ja alleine widerstehen und möglicherweise nicht be-stehen; von Gott, der uns diese Prüfung auferlegt, können wir dann keine Hilfe erwarten, er ist ja der Versucher, der uns prüft.

    Bei "Führe uns aus der Versuchung" ist es jemand anders, der uns versucht – sei es der Widersacher, der Teufel oder wer/was auch immer, und wir bitten Gott, uns zu helfen, dieser Versuchung zu widerstehen. Hier wäre Gott dann der "Helfer in der Not".

    Das ist meines Erachtens ein himmelweiter (!) Unterschied. Seltsam, dass nur die eine Version bekannt ist – und diese ist alttestamentarisch geprägt: der prüfende und strafende anstatt des liebenden, helfenden Gottes im Neuen Testament.

  17. Oh nein… da macht ihr es euch zu einfach. Mich hat Schmerz von Gott entfernt und es gibt nichts, was mich erneut auf solche irrationalen Wege führen könnte. Keine Taufe, kein anderes Ritual und noch viel weniger ein Pieks oder sonstige Drogen.

  18. Herr Lehrich stellt die richtigen Fragen:
    *"Ist jeder Mensch ansich nicht ein kleiner Gott?"*
    Ja natürlich… und er sollte nach möglichkeit keinerlei nichtmenschliche Götter (Teufel, Dämonen oder whatever) über sich dulden. Darum gehts im modernen Satanismus. Kein Mensch auf Augenhöhe würde von einem Opfer verlangen und falls doch, dann opfert den, der es tut.

  19. Der Mensch muss ehrlich werden! Das schafft er nur, indem er sagt, dass er selbst das Ein oder Andere noch herausfinden muss, statt eine göttliche Macht dafür zu installieren. Ich z.B. weiß inzwischen sehr genau, dass die Annahme, man dürfe sich lt. Galilei stets gleichberechtigt als ruhend gegenüber Allem bewegten betrachten (Relativitätsprinzip) komplett falsch ist. Physiker und Alle die denen glauben, halten dies aber für Blasphemie gegenüber der Wissenschaft.

    https://hartmut-pohl.net/physics/mutual%20slower%20running%20clocks.html

  20. Klar Herr Kaiser: Wenn man die Wissenschaft als Glaubensbekenntnis hinstellt, wie es die oben gerade bei Corona tun und mit Urknall, Dunkler Materie/-Energie und Relativitätstheorie bereits taten, dann ist das keine Wissenschaft mehr, sondern Religion. Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion ist der Diskurs, welcher in der Religion nicht mehr existiert. Über Corona, Urknall und Relativitätstheorie darf man sich auch nicht mehr unterhalten.

  21. Was ist bloß los hier? Menschen wollen nicht plötzlich Gott spielen, Menschen haben schon immer Gott gespielt. Was denkt ihr, warum es soviele Religionen auf der Welt gibt, gab und vermutlich auch noch geben wird. Kam einer mit kurzem Schw… und beeindrukte Eingeborene mit Feuer machen… indem er sie anzündete und behauptete, das Feuer sei Gott.

  22. Ganz siche braucht es keine Re-Spiritualisierung. Aus meiner Sicht sind die Zeiten nämlich noch nicht gottlos genug. Wer Menschen als Menschen betrachten will, der muss schlicht vergessen, dass es Christen, Muslime, Juden, Hindus und Buddhisten gibt.

  23. Sehr schönes Gespräch, das einen ein bisschen in die alte Normalität verführen mag. Gunnar kommt da in einem Abschnitt gegen Ende sehr nahe an die Lösung: Den göttlichen Funken in sich selber finden, diesen Moment, wo man den grenzenlosen grossen Freund von drüben spürt. Und das dann ins praktische Leben transportieren versuchen. Das Göttliche in sich suchen, ohne sich einbilden zu wollen, einer werden zu können.
    Herzlichest, Euer Chaukee

  24. TheBase sagt:

    Frohe Weihnachten, Freunde!

    Also ich finde diese Diskussion sehr gelungen und wichtig.
    Sicher, dies ist natürlich subjektiv, da dieses Gespräch unter anderem (auch) meine Gedankengänge aufgreift, die ich in vorhergehenden Kommentaren in lyrischer Form veräußert habe:
    Nämlich Spiritualität (und von mir aus auch Religion) und Weltlichkeit in Einklang zu bringen und dies zu unserer aller Vorteil zu verwenden.

    Ich fände es schön und sinnvoll, wenn Spiritualität und Religion – und dies unabhängig von Konfession oder Glaubensrichtung in einer Kultur des SICH SELBST AUCH MAL ZURÜCKNEHMENS und sich UM EINANDER KÜMMERNS münden würde, was ich in meinem Text etwas antiquiert als Demut umschrieben habe (was leider heutzutage fälschlicherweise gerne mit Schwäche usw konnotiert wird)

    Eben eine Kultur, die Prof Ulrike Guerot zb in einer "Narrative" (#74) Sendung als eine Kultur des "sich umeinander Sorgen" in Kontrast zur egoistischen Lebensweise setzt und auch deutlich von dem Begriff des "Dienens" abgrenzt.

    Was könnte es für eine Welt sein, in der das Bewusstsein soweit erwachsen ist dass einem der frierende Obdachlose oder das ewig allein spielende Kind nicht egal ist.
    Wo die Augen soweit geöffnet sind, das die augenscheinliche Traurigkeit eines Gegenübers angesprochen wird und versucht wird eine Lösung zu finden, statt dies noch als Benzin für seinen Egoismus zu benutzen. ("Ach, zum Glück geht's mir gut, schnell weiter!")

    Eine Welt, im der man sich in seiner "Göttlichkeit" auch wirklich als solcher verhält und auch FREIWILLIG zurücknehmen kann um den Gegenüber einen Platz einzuräumen.
    Auch wenn es nur für wenige Minuten ist, derer es oft nur bedarf dass ein Mehrgewinn für beide entsteht.
    Eine Welt des Miteinanders statt der eines Gegeneinanders.

    Deshalb finde ich dieses Gespräch gut, da es Impulse in dieser Richtung befeuert.

    Und ich finde, im Gegensatz zu manch anderem, das ein solches Format durchaus hier auf Apolut seine Berechtigung hat!
    Ich bin froh dass Apolut nicht nur ein Portal des "Wir Regen uns jetzt alle schön gemeinsam auf, und jetzt das nächste Thema" versucht zu sein, sondern auch zum Philosophieren und zum Nach,- und vielleicht sogar VORdenken anregt.

    Des weiteren finde ich die Argumente von beiden Protagonisten nachvollziehbar und stichhaltig und eben eine Synthese ergibt dann den vollständigen Sinn.

    Genauso wie es sein soll.

    Und allen täte es gut unseren Geist mit unserem Herzen (oder meinetwegen Seele) abzugleichen und ein Stück in die reale Welt abzugeben.
    Dies ist kein Verlustgeschäft.

  25. hulli3 sagt:

    Meine Güte, die Diskussionen des 19, Jh. Der Geist ist ja nur die Konfiguration der Atome. Bloß welche Konfiguration der Atome erhebt Anspruch auf dieses Wissen? Das Kügelchen-Geschwirr Ihres Gehirns, Herr Lenz? Welcher Über-Mensch vermag es zu entschlüsseln?
    Der Philosoph, der diese Fragen dann geklärt hat, ist schon längst gekenzelt.

    • Rulai sagt:

      "Der Geist ist ja nur die Konfiguration der Atome."

      Atome sind erstens eine Modellvorstellung.
      Und zweitens, die durch Dendriten und Neuronen huschenden elektrischen Impulse sind eine FOLGE des Geistes, nicht
      dessen Ursache. Warum wurden trotz vieler Milliarden Investitionen in die Gehirnforschung so etwas wie Erinnerungsspuren bis heute nicht gefunden?
      Weil die materialistische Physik am falschen Ort sucht.
      Ihre Meßinstrumente sind viel zu grob, um so etwas wie das Bewußtsein erforschen zu können. Und sie messen immer nur sich selbst.

      Der reine Geist, und darunter, auf einer gröberen Schwingungsebene, das Feinstoffliche, ist übrigens das, was die Physik nicht kennt und daher, damit ihre Modellrechnungen stimmen, als Dunkle Materie bezeichnen muß, um sich aus dem Schlamassel herauszuhelfen.

      Funktioniert aber nicht.

  26. notwendig sagt:

    Herr Lenz, Sie sind ganz bei mir und ich empfinde es als groß-Artig, wie Sie den Scheinriesen Herrn Kaiser, dessen größter Wunsch ein Philosoph zu sein und dem erkennbar die vielen dazu eingenommen Bücher seine, diesen nicht zu fassen vermögenden, intellektuellen Kapazitäten verstopfen.
    Danke Herr Lenz, dass Sie sich nicht zu schade sind, dem Kaiser als Klistier zu dienen, um in aller Öffendlichkeit zu Erkenntnis zu bringen, was im Kaiser drinsteckt.

  27. berndraht sagt:

    Ein anderes Start-Up Unternehmen scheint mir mit Witz und tieferem Sinn zugleich wirklich fähig, sich theatralischer Mittel auf das Schönste zu bedienen. Und dieser Jungunternehmer kommt dabei ohne Bühnenerfahrung aus, hat aber großes erkennbar Talent. Zu finden auf der Plattform https://www.nachweis-express.de/

    Ein Weg aus der Impfpflicht? – Punkt.PRERADOVIC mit Markus Bönig
    https://odysee.com/@Punkt.PRERADOVIC:f/Boenig:e

    Ich will damit sagen, dass jedermann in seinem Ansatz als Beitrag zu einer gemeinsamen Sache sich derjenigen Mittel bedienen sollte, die ihm zu überzeugend Gebote stehen. Von Goethe ist uns seine Sentenz überliefert, die es so ausdrückt: „Man soll sich vor einem Talente hüten, das man in Vollkommenheit auszuüben nicht Hoffnung hat.“ Auch wenn die Geschmäcker sicher verschieden sind, mir erscheint das Format bei Apolut suboptimal. Ich möchte anregen, in diese Richtung das Konzept noch einmal zu überdenken.

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