Ihr armen Reichen

Von Dirk C. Fleck

Ihr armen Reichen,
ihr paranoiden Menschenverachter aus Wirtschaft und Politik,
die ihr im Geheimen darüber nachdenkt,
wie ihr uns zu Bewohnern eines anderen Planeten machen könnt.

Für euch ist es zur Tugend geworden, die Erde zu zerstören.
Eure Entscheidung, das Universum als tot
und bar jeder Intelligenz zu betrachten,
hat es euch ermöglicht,
es zu zergliedern und zu vergewaltigen,
um ihm dann jeglichen Sinn jenseits menschlicher Nutzung abzusprechen.

Wörter wie Fortschritt und Entwicklung
werden von euch als Tarnwörter benutzt,
die den Massenmord an Pflanzen, Tieren und Menschen rechtfertigen sollen.
Letztlich steht – aus eurer Sicht – das ganze Universum
dieser Art von Wahnsinn offen.

Am wichtigsten aber ist die Tatsache,
dass ihr bei all dem kein Gefühl des Verlustes verspürt.

Ihr empfindet keine Befriedigung, wenn ihr etwas so Wunderbares wie einen Berg oder einen See oder ein Volk im Urzustand betrachtet.

Eure Befriedigung misst sich am materiellen Gewinn.

So wird der Berg zu Kies, der See zu Kühlwasser und das Volk zu einem manipulierten Heer von Erfüllungsgehilfen.

Unsere Kinder wissen nicht mehr was es bedeutet,
über einen freien Geist zu verfügen.

Es ist kein Wunder, dass sie die Erde nicht verteidigen, auf der sie leben.

Sie leben gar nicht dort.

Sie leben in der von euch geschaffenen Scheinwelt einer Unterhaltungsindustrie, nach Regeln und Gesetzen, die sie selber nicht gemacht haben.

Sie leben überall,
außer in ihrem Körper, auf ihrem Land, in diesem Moment, unter diesen Umständen.

DAS IST DIE SCHULD, DIE IHR AUF EUCH GELADEN HABT.

Man möchte euch fast weh tun,
aus Furcht, ihr könntet niemals wissen, was Schmerzen sind.

Aber vielleicht hat die globale Not,
welche uns alle an den Rand der Existenz gebracht hat,
ja dazu geführt, dass sich unsere Herzen wieder öffnen.

Ich wünsche allen Menschen, die ihre heilende Arbeit auf diesem Planeten aufnehmen wollen,
GUTES GELINGEN.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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