EINFACH SO

Von Bernhard Trautvetter.

 

Die Liebe zum Leben wächst mit der Liebe zu dem, was ich tue
Sie fordert keine Gegenleistung, weil sie ein Geben aus freien Stücken ist
Sie lässt sich nicht durch die Kälte harter Herzen aus der Ruhe bringen
Sie ahnt, das Leben ist ein Brief der Welt an die Seele in uns allen
Und sie spürt die Unendlichkeit aus Zeit und Raum in diesen Worten
Sie nimmt Härten des Lebens und die Süße der Seelenbegegnung mit tiefen Sinnen wahr
Sie bewertet den Schatten und das Licht mit keinem vorschnellen Gefühl
Sie sieht hinter dem Augenblick die Seele der Welt, die sie nie alleine sein lässt,
weil sie die Liebe ist.
Der Vogel unter der Wolke, der Strahl des Mondes, die Träne auf der Wange
Die bettelnde Hand der geflohenen Kinder
Mein suchendes Herz
Erinnerung an glückliche Tage und Vorfreude aus der Hoffnung auf die Begegnung mit Dir
Das warm strömende Wort der Klarheit, komme was will
Die Erde bäumt sich auf, vielleicht damit ich meine Liebe zum Leben deutlicher spüre, liebe und lebe
Sie wächst mit der Liebe zu dem, was ich für das Leben im Augenblick tue
Und weit darüber hinaus
So weiß ich mich in einer Gemeinschaft mit anderen, die ich kaum alle kennen kann,
die voller Achtsamkeit mit sich und der Welt umgehen
denn dafür sind wir
für eine wertvolle
doch recht kurze Zeit
auf diesen Planeten gekommen.
So sind sie alle da, die für ihre Liebe Getöteten, die Vertriebenen, die das alles angerichtet haben,
sehnende Herzen, die noch nicht geboren sind
und die einfach so gelebt haben
und die das heute
als vielleicht unmerkliche Wegbegleiter
immer noch tun

 

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

 

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